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5 Tipps zur richtigen Fußpflege bei Diabetes

Wer an Diabetes erkrankt ist, leidet im Laufe der Zeit oft unter Durchblutungsstörungen und geschädigten Nervenzellen. Dies führt zu einem gestörten Schmerzempfinden; auch heiß und kalt werden nicht mehr wahrgenommen. Zudem ist meist die Schweißproduktion beeinträchtigt. Hiervon sind ganz besonders die Füße der Patienten betroffen. Druckstellen und Hautverletzungen, die nicht frühzeitig bemerkt und behandelt werden, führen schnell zum sogenannten diabetischen Fußsyndrom. Was Sie im Rahmen der häuslichen Pflege für Ihren Angehörigen tun können, finden Sie in folgendem Überblick.

1. Der Fuß-Check

Nehmen Sie sich täglich ein paar Minuten Zeit für die gründliche Kontrolle der Füße. So verhindern Sie, dass sich kleinste Hautverletzungen besonders in den Zehenzwischenräumen oder an den Fußsohlen sowie Druckstellen, Hühneraugen und Hornhaut durch nicht optimal angepasstes Schuhwerk oder Fehlbelastung zu schweren Schäden am Fuß ausweiten.

2. Das Fußbad

Um die bei Diabetikern meist zu trockene Haut der Füße geschmeidig zu halten, gehört ein 3 bis 5 Minuten dauerndes Fußbad mit maximal 35 Grad warmem Wasser zur täglichen Fußpflege. Auf diese Weise weicht die Haut nicht zu sehr auf und Sie beugen rissiger Haut vor. Verwenden Sie dazu eine milde, rückfettende Waschlotion oder Seife sowie einen weichen Waschlappen. Zum gründlichen Abtrocknen – ganz besonders auch der Zehenzwischenräume – eignet sich ein weiches Handtuch. Hornhaut können Sie vorsichtig mit einem Bimsstein entfernen. Diese Stellen sollten Sie anschließend mit einer rückfettenden Creme oder Salbe einreiben. Sparen Sie dabei bitte immer die Zehenzwischenräume aus.

3. Die Fußnägel

Benutzen Sie zum Kürzen der Fußnägel ausschließlich Sandpapier- oder abgerundete Diamantfeilen. Die Gefahr, die Zehenhaut mit einer Schere oder einem Nagelknipser zu verletzen, ist zu groß. Optimal ist es, wenn die Zehennägel mit der Zehenkuppe abschließen und an den Ecken nur leicht abgerundet sind. Auf diese Weise wird ein Einwachsen der Nägel vermieden.

4. Wellness für die Füße

Eine sanfte Fußmassage nach dem Bad sowie leichte Fußgymnastik entspannen und verbessern die Beweglichkeit. Spezielle Diabetiker-Socken aus Baumwolle schützen vor Verletzungen. Optimal vom Orthopädie-Schuhmacher angepasste Schuhe verhindern Druckstellen und Hühneraugenbildung.

5. Medizinische Fußpflege

Die Kosten für eine medizinische Fußpflege beim Podologen werden unter Umständen von der Kasse übernommen. In der Regel werden 3 bis 4 Behandlungen innerhalb von 6 Wochen verordnet. Beim medizinischen Fußpfleger erhalten Sie auch eine ausführliche Beratung zur täglichen Pflege.
 

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