Hier finden Sie spannende und interessante Beiträgen zum Thema Pflege und Betreuung. Hinweise, Tipps und Tricks aus der Praxis runden das Angebot ab. Wir wünschen viel Freude beim Lesen.

Pflegeheim oder ambulante Pflege?

Hat man ein pflegebedürftiges Familienmitglied zu versorgen stellt sich schnell die Frage: Pflegeheim oder ambulante Pflege? Die meisten Pflegebedürftigen Patienten wünschen sich natürlich die Pflege zu Hause. Die gewohnte Umgebung wirkt sich zumeist positiv auf den Patienten aus. Doch wann entscheidet man sich als Angehörige für ein Pflegeheim? Laut den aktuellen Statistiken ziehen rund 50 % der aktuell 50 Jährigen vor sich zu Hause pflegen lassen zu wollen. Den Umzug in ein Pflegeheim sehen viele Menschen in der derzeitigen Lage als letzte Alternative an. Leider haben die Pflegeheime durch ein schlechtes Image in den letzten Jahren sehr gelitten. Dabei ist mit ausreichend Zeit und Erfahrung schnell ein passendes und qualifiziertes Pflegeheim zu finden.

So lange wie es geht das eigene Heim genießen

Viele Patienten wollen so lange es geht zu Hause bleiben und die gewohnte Umgebung nutzen. Dank moderner ambulanter Pflegedienste ist das möglich. Selbst bei einer starken Pflegebedürftigkeit kann nach dem aktuellen Stand der Patient immer noch zu Hause gepflegt werden. Wobei die Unterstützung der Familie jedoch wichtig erscheint. Wird die Pflege schwieriger, weil der Patient mehr Aufmerksamkeit braucht, muss der ambulante Pflegedienst leider Abstriche machen. Das geschieht meistens bei der Zeit für Gespräche. Der ambulante Pflegedienst kann auch bei schwerwiegenden Fällen die Pflege zu Hause übernehmen, aber die organisatorischen Angelegenheiten übersteigen meistens die Zeitgrenzen. Ist ausreichend Pflegegeld vorhanden, kann der Leistungskatalog des Pflegedienstes natürlich anders behandelt werden. Hausputz und Einkäufe sind teilweise möglich.

Reicht das Pflegegeld nicht oder wird die gesundheitliche Situation des Patienten schlechter, ist der Umzug in ein Pflegeheim meistens unumgänglich.

Leistungsansprüche zwischen Pflegeheim und ambulanter Pflege

Die Leistungen der beiden Pflegebereiche unterscheiden sich, auch wenn diese Unterschiede meistens nur geringfügig wahrgenommen werden.

Die Leistungen der ambulanten Pflege:

  • Grundpflege/ Körperpflege
  • Behandlungspflege
  • Beratungen und Anleitungen der Pflege
  • Sonderleistungen (Verbandwechsel o Ä.)

Leistungen die den hauswirtschaftlichen Bereich betreffen müssen einzeln organisiert werden bzw. durch eine Zuzahlung beim ambulanten Pflegedienst angefordert.

Leistungen der Pflegeheime:

  • Grundpflege / Körperpflege
  • Behandlungspflege
  • Rund-um Betreuung
  • Hilfe im Notfall durch Spezialisten
  • Sterbebegleitung
  • hauswirtschaftliche Arbeiten/ Reinigungen/ Wäscheservice
  • Barrierefreie Wohnbereiche
  • 6 Mahlzeiten am Tag werden gestellt
  • Verschiedene Therapieformen im Angebot
  • Gottesdienste
  • Organisation von Friseur, Einkauf, Fußpflege, Arzttermine

Die Leistungen können sich je nach Pflegeheim unterscheiden und sind dementsprechend genauer zu prüfen, bevor der Bewohner das Pflegeheim in Anspruch nimmt.

Vorteile der ambulanten Pflege

Die ambulante Pflege ist für viele Patienten immer noch eine bessere Alternative als ein Pflegeheim. Die Vorteile eines ambulanten Pflegedienstes sprechen grundlegend für sich. Obwohl das Leistungsangebot meistens geringer ist als in einem Pflegeheim, wollen viele Patienten den Umzug vermeiden. Welche Vorteile hat eine ambulante Pflege?

Zum einem können die Patienten in ihrer gewohnten Umgebung gepflegt werden. Der Bezug zur eigenen Wohnung hilft oftmals den Pflegezustand zu verbessern. Der Tagesablauf kann individueller gestaltet werden. Gerade Patienten die körperlich nur gering eingeschränkt sind haben dadurch Vorteile.

Natürlich gibt es nicht nur Vorteile bei der ambulanten Pflege. Die Nachteile sind vor allem dann zu spüren, wenn der Patient mehr Pflege bedarf. In diesem Fall kann es zu einer Erhöhung der Kosten kommen. Oder die Familie muss stärker mit eingebunden werden.

Vorteile der Pflegeheime

Die Pflegeheime haben gegenüber dem ambulanten Pflegedienst den Vorteil, dass eine Rund-um- Betreuung stattfinden kann. Zudem sind die Pflegemaßnahmen oftmals ausgebauter, gerade im hauswirtschaftlichen Bereich. Aber nicht nur in diesem Segment kann ein Pflegeheim punkten. Auch bei der Organisation von Gruppenaktivitäten oder Arztterminen haben die Pflegeheime mehr Handlungsspielraum. Auch die Therapieformen lassen sich oftmals wesentlich einfacher umsetze als bei einer ambulanten Pflege. Viele Bewohner schätzen zudem den Kontakt zu anderen Patienten.

Aber auch ein Pflegeheim hat Nachteile. Diese kristallisieren sich vor allem dann heraus, wenn das Pflegeheim zu wenig Personal hat und zudem auch noch zu wenig Interesse und Gelder zur Verfügung stehen. Dann werden zumeist Abstriche in der Pflege und auch in der Hygiene gemacht.

Was ist bei der Buchung eines ambulanten Pflegedienstes und eines Pflegeheims zu beachten

Egal für was man sich entscheiden sollte, die Pflege muss immer im Vordergrund stehen. Meinungen und Erfahrungen sollten angehört werden. Zudem sollten sowohl der ambulante Pflegedienst als auch der stationäre besucht werden. Die eigenen Eindrücke sind genau zu prüfen bevor ein Vertrag mit dem Träger geschlossen wird.

Was sollten Nutzer und Nutzerinnen bei einem Pflegedienst oder einer Pflegeeinrichtung immer im Auge behalten? Die Hygiene, die Pflegemaßnahmen, das Leistungsangebot und natürlich den Preis. Sind schlechte Meinungen bekannt, sind diese entsprechend zu prüfen. Nur dann kann eine vollumfassende Pflege umgesetzt werden. Bei einem Besuch in einer Pflegeeinrichtung sollten Angehörige immer darauf achten wie sich das Pflegepersonal gegenüber den Patienten gibt oder ob ein Mangel an Fachkräften vorhanden ist.

Fazit : Pflegeheim oder ambulante Pflege?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten, denn es gibt bei einem Pflegeheim Vorteile ebenso wie bei einer ambulanten Pflege. Grundlegend sollte die stationäre Pflege dann in Betracht gezogen werden, wenn der Patient eine vollzeitliche Betreuung benötigt. Gerade bei den Patienten die einen höheren Pflegerad besitzen ist die Unterbringung in einem Pflegeheim sinnvoll. Beachtet werden sollten die Umstände des Pflegeheims. Sind diese nicht zufriedenstellend, dann ist eine Unterbringung nicht zu empfehlen.

Pflegegrade in der ambulanten Pflege

2017 wurden die bekannten Pflegestufen von den neuen Pflegegraden abgelöst und Bedürftige der ambulanten Pflege wurden neu eingestuft. Das Ziel der neuen Pflegegrade ist es, dass Bedürftige, sowie Angehörige besser in der Pflege zu Hause unterstützt werden und sich auch um finanzielle Bedürfnisse keine Sorgen mehr machen müssen. Vor allem Demenz Patienten waren in den herkömmlichen Pflegestufen nicht richtig eingestuft, das soll sich nun ändern. Allgemein lässt sich sagen, dass die Pflegegrade die Bedürftigkeit der Betroffenen eingliedert und so auch die Höhe des jeweiligen Pflegegeldes bestimmt wird. Bestehende Pflegestufen wurden zum 01.01.2017 in die entsprechenden Pflegegrade umgewandelt. Wer also bis dato die Pflegestufe 0 oder 1 hat, rutschte im Januar automatisch in den Pflegegrad 2.

 

Ambulante Sachleistungen können kombiniert werden

Mit Einführung der neuen Pflegegrade sollten auch ambulante Patienten besser unterstützt werden. So ist es möglich, dass Pflegebedürftige einen ambulanten Pflegedienst in Anspruch nehmen und zusätzlich noch Pflegegeld ausgezahlt kriegen. Mit dieser Kombination werden Angehörige entlastet durch den Pflegedienst und trotzdem kann der zu Pflegende noch eine Aufwandsentschädigung an die pflegenden Angehörigen auszahlen. Bei der Berechnung der Gelder kommt es natürlich auf den jeweiligen Pflegegrad an und muss von Fall zu Fall separat entschieden werden.

 

Wie werden Pflegegrade eingestuft?

Bei den Pflegestufen wurde in der ambulanten Pflege immer nach der jeweiligen Zeit geschaut. Je nach verbrauchter Zeit gab es die jeweilige Pflegestufe. Zeiten spielen bei den neuen Pflegegraden keine Rolle mehr. Es wird lieber auf die ganzheitliche Pflegesituation des Pflegebedürftigen geschaut. Gerade die Selbstständigkeit des Pflegebedürftigen ist hierbei das Hauptaugenmerk. Es gibt keinerlei Zeitvergaben mehr, sondern Punkte bei den neuen Pflegegraden. Die 5 Pflegegrade werden unterteilt in einer Punkte Skala von 0 – 100.

Die Begutachtung der Pflegebedürftigen

Besondere Aufmerksamkeit finden bei der Begutachtung des Pflegebedürftigen verschiedene Aspekte. Die Mobilität wird als erstes in Augenschein genommen. Kann der Pflegebedürftige noch alleine sitzen, stehen oder gehen? Aber auch die Kommunikation ist ein wichtiger Bestandteil bei der Punktevergabe. Außerdem wird geprüft, ob eine Selbstversorgung noch möglich ist und wie der Umgang mit der eigenen Krankheit ist. Können beispielsweise Medikamente noch selbst eingenommen werden. Die Selbstversorgung bestimmt 40 % des jeweiligen Pflegegrades und wird somit am höchsten in der Punktevergabe eingestuft.

Die 6 Stufen der Einschätzung der Pflegegrade:

  1. Mobilität
  2. Kommunikation
  3. Psychische Probleme und das eigene Verhalten
  4. Die Selbstversorgung
  5. Der eigene Umgang mit der Krankheit
  6. Der Alltag

Anhand dieser 6 Stufen wird der jeweilige Pflegegrad bestimmt.

Die meisten Pflegebedürftigen haben mit Hilfe der neuen Pflegegrade eine positive Veränderung festgestellt. Mit Hilfe der höheren Zahlungen können Angehörige, sowie Pflegebedürftige ihre ambulante Pflege anpassen. Auch die Sachleistungen für die ambulante Pflege haben sich merklich erhöht.

 

So werden die Pflegegrade unterteilt

Pflegegrad 1

Bei dem Pflegegrad 1 muss eine Punktzahl von 12,5 bis 27 erreicht werden. Liegt bei dem Pflegebedürftigen in der ambulanten Pflege nur eine geringe Beeinträchtigung in Punkto Selbstständigkeit vor, wird dieser Grad der Pflege vergeben. Gerade ältere Menschen, die bei den Pflegestufen noch nicht Anspruch auf die 0 hatten können mit Hilfe des Pflegegrades 1 Anspruch auf ambulante Pflege haben. Finanziell kann mit einer Zuwendung von 125 Euro gerechnet werden oder die Sachleistung der ambulanten Pflege kann im Wert von 125 Euro in Anspruch genommen werden.

Pflegegrad 2

Beim Pflegegrad zwei liegt auf jeden Fall eine maßgebliche Beeinträchtigung der Selbstständigkeit vor und in Punkten spricht man von 27 bis unter 47,5 Punkte bereits von Pflegegrad 2. Selbst bei einem geringen Pflege Aufwand kann man bereits Anspruch auf den Pflegegrad 2 haben. Alle Pflegebedürftigen die vorher bereits Pflegestufe 0 oder 1 hatten wurden ab 01.01.2017 automatisch in den Pflegegrad 2 eingeteilt. Bereits im Pflegegrad zwei stehen dem Pflegebedürftigen 689 Euro für die ambulante Pflege zu nur für die Sachleistungen. Eine Geldleistung ambulant von 316 Euro gibt es ebenfalls. So kann sich der Bedürftige sein Pflegeprogramm ganz auf seine Bedürfnisse selbst zurecht legen.

Pflegegrad 3

Der Pflegegrad 3 wird zugeteilt, wenn eine schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit vorliegt. Im Punkte System muss der Pflegebedürftige hierfür auf 47,5 bis unter 70 Punkte kommen. Wer sich vorher als Pflegebedürftiger in der Pflegestufe 1 befunden hat, kann mit dem Pflegegrad 3 höhere Leistungen in Anspruch nehmen. Bei der Geldleistung ambulant sind 545 Euro. Aber die Sachleistungen der ambulanten Pflege schlagen mit 1298 Euro zu Buche und das ist fast 50 % mehr Leistung als vorher mit der jeweiligen Pflegestufe.

Pflegegrad 4

Der Pflegegrad 4 erfordert eine sehr schwere Beeinträchtigung der Selbstständigkeit und wird im Punkte System unter 70 bis unter 90 eingeteilt. Vor allem Pflegebedürftige, die vorher in Pflegestufe 2 oder 3 eingegliedert waren wurden nun in den Pflegegrad 4 eingeteilt. Auch hier konnten Pflegebedürftige eine positive Resonanz feststellen. Denn die Geldleistung ambulant beträgt von nun an 728 Euro und bei den Sachleistungen ambulant sogar 1612 Euro.

Pflegegrad 5

Beim Pflegegrad 5 muss die wirklich schwerste Beeinträchtigung der Selbstständigkeit beim Pflegebedürftigen vorliegen und auch an die pflegerische Versorgung müssen besondere Anforderungen gestellt werden. Natürlich wurden alle Betroffenen in der Pflegestufe 3 in diesen Pflegegrad eingeteilt. Bei der Geldleistung ambulant konnte ein höheres Leistungsspektrum verzeichnet werden von 901 Euro. Die Sachleistungen ambulant sind allerdings gleich geblieben mit 1995 Euro.

 

Angehörige können die ambulante Pflege selbst übernehmen

Möchten Pflegebedürftige nicht auf die Hilfe des ambulanten Pflegedienstes zurückgreifen, können auch Angehörige diese Tätigkeit übernehmen. Für die Angehörigen gibt es das sogenannte Pflegegeld. Wie hoch die finanzielle Entschädigung ist, kann der Pflegebedürftige selbst entscheiden. Welche Höhe des Pflegegeldes übernommen wird, ist von Fall zu Fall unterschiedlich und kommt auf den Pflegegrad an. Auch ein Rentenanspruch kann von den pflegenden Angehörigen geltend gemacht werden.

 

Das Fazit zu den Pflegegraden in der ambulanten Pflege

Eines ist sicher, die Pflegegrade sind für Pflegebedürftige, sowie für Angehörige eine Erleichterung. Finanziell gesehen haben fast alle Pflegebedürftigen einen höheren Anspruch an Leistungen. Auch in der ambulanten Pflege kann sich der Pflegebedürftige so sein Leistungsspektrum selbst zusammenstellen. Auch das Punktesystem der Pflegegrade ist realistischer, als die alten Zeit Angaben bei den Pflegestufen. Es wird auf jeden Fall bei den Pflegegraden mehr auf die Bedürfnisse der Pflegebedürftigen geachtet. Auch Demenzkranke haben nun Anspruch auf Pflegegeld.

 

 

Reinigung & Desinfektion in der ambulanten Intensivpflege

In der ambulanten Intensivpflege steht die Betreuung des Patienten im Vordergrund, aber auch die Reinigung & Desinfektion darf keinesfalls vernachlässigt oder gar vergessen werden. Es gibt zahlreiche gefährliche Keime und Erreger, die einem Intensivpflege Patienten ernsthafte Probleme bereiten kann. Diese Keime dürfen keinesfalls eine Chance haben sich zu verbreiten und genau deshalb ist die richtige Reinigung & Desinfektion ein wichtiges Merkmal in der ambulanten Intensivpflege. Hierbei ist es zweitrangig, ob die ambulante Intensivpflege von medizinischen Fachkräften oder den Angehörigen ausgeführt wird. Sollten Sie als Angehöriger die ambulante Intensivpflege übernehmen, bietet sich eine Reinigung & Desinfektion Schulung an. Nur so können unnötige Fehler vermieden werden.

Geschwächtes Immunsystem erfordert lückenlose Reinigung & Desinfektion

Die meisten Patienten einer ambulanten Intensivpflege sind von einem geschwächten Immunsystem betroffen und somit auch für Keime und Erreger ein sehr guter Nährboden. Wird ein betroffener Patient in der ambulanten Intensivpflege zu Hause gepflegt muss zwingend eine lückenlose Reinigung & Desinfektion erfolgen, damit keine Infektionen entstehen können. Die Hygiene zu Hause ist erforderlich, damit verschiedene Krankheiten erst gar nicht entstehen können. In Krankenhäusern und Pflegeheimen gibt es speziell ausgebildete Hygienebeauftragte, die ein genaues Augenmerk auf alle Zimmer, sowie Einrichtungen und Materialien haben. Diese Hygienebeauftragte fehlt in der ambulanten Intensivpflege. Die lückenlose Reinigung & Desinfektion muss also von den Angehörigen oder dem medizinischen Fachpersonal übernommen werden.

Die richtige Reinigung & Desinfektion schützt vor MRSA

Ob im Krankenhaus, Pflegeheim oder in der ambulanten Intensivpflege, am gefürchtesten ist der multiresistente Keim MRSA (Methicillin-resistenter Staphylococcus aureus). Ausschließlich die richtige Reinigung & Desinfektion kann vor dem multiresistenten Keim schützen. Da eine Übertragung des Keimes von Mensch zu Mensch oder auch durch verschiedene Oberflächen möglich ist, muss die Reinigung & Desinfektion gewährleistet sein. Am wichtigsten ist bei der Vorbeugung die genaue Händehygiene.

 

Reinigung & Desinfektion der Hände – ein Muss in der ambulanten Intensivpflege

Die richtige Reinigung & Desinfektion der Hände spielt in der ambulanten Intensivpflege die Hauptrolle und muss von allen Pflegenden eingehalten werden. Dabei reicht das herkömmliche Hände waschen allein nicht aus. Mit der ordnungsgemäßen Hände Desinfektion wird aber nicht nur der Betroffene selbst geschützt, sondern auch alle Pflegenden. Da die Händedesinfektionsmittel immer einen sehr hohen Anteil an Alkohol haben, sollten Pflegende häufig auf fettende Hand Lotionen zurückgreifen. So wird die Haut geschützt und kann nicht austrocknen.

So wird die richtige Händedesinfektion durchgeführt:

  1. Desinfektionsmittel nur auf trockende Hände geben
  2. Es müssen lückenlos alle Bereiche der Hände mit dem Desinfektionsmittel benetzt werden.
  3. Das Desinfektionsmittel muss mindestens 30 Sekunden einwirken können
  4. Die Hände mit dem Desinfektionsmittel kräftig verreiben und auch den Handrücken mit benetzen.
  5. Auch die Daumenkuppen sollten bei der Händedesinfektion nicht vergessen werden.

Reinigung & Desinfektion der Wohnumgebung

Die Hygiene der Wohnumgebung sieht einen speziellen Desinfektionsplan vor, an den es sich streng zu halten gilt. Zur Umgebungshygiene zählt unter anderem die Reinigung der Oberflächen in allen Räumen, sowie in den Sanitärbereichen. Grobe Verschmutzungen werden mit Zellstoff oder einem Lappen entfernt. Desinfektionen sind erforderlich sobald die Oberflächen mit Erregern in Berührung gekommen sind. Flächen in der Nähe des Bewohners werden jeden Tag entsprechend gereinigt und Desinfiziert. Der Sanitärbereich ist ebenfalls ein Wohnbereich, der täglich gereinigt werden muss. Eine Desinfektion ist anhand der Erregerverbreitung zu entscheiden.

Die Reinigung der Küche sieht verschiedene Handlungen vor. Der Kühlschrank ist aller 6 Monate zu reinigen. Kühlschrankoberflächen sind von groben Verschmutzungen zu befreien und anschließend zu desinfizieren. Arbeitsflächen und Arbeitsgeräte sind nach der jeweilige Verwendung zu reinigen.

 

Wäschehygiene beachten

Der Wäschewechsel bei einem Patienten sollte am Grad der Verschmutzung entschieden werden. Auch die Pflegebedürftigkeit spielt beim Patientenwäschewechsel eine Rolle. Ist der Patient beispielsweise inkontinent, sollte unbedingt auf diverse Inkontinenzeinlagen geachtet werden. Somit wird nicht nur die Bettwäsche geschützt, sondern auch die Keime haben bei einem schnellen Vorlagen Wechsel keine Möglichkeit sich weiter zu verbreiten. Waschlappen sind nach jeder Grundpflege auszutauschen, Handtücher nach Bedarf. Hat der Patient von der ambulanten Intensivpflege allerdings offene Wunden, müssen auch Handtücher und alle Wäschestücke, die mit der Haut in Kontakt kommen mehrmals täglich gewechselt werden.

Die Reinigung der Wäschestücke ist anhand der Verschmutzung einzuschätzen. Handtücher, Waschlappen und Leibwäsche sind  bei mindestens 60 Grad zu waschen. Kleidungen und Wäsche, die mit Körperflüssigkeiten in Verbindung geraten sind, sollten sofort gekocht werden.

Pflegepersonal sollte Kleidung tragen die entsprechend dem Beruf angemessen ist und bei mindestens 60 Grad gewaschen werden kann. Bei der häuslichen Pflege sind keine speziellen Kleidungen vorgeschrieben, jedoch sollten die entsprechenden Kleidungsstücke umfassend gereinigt werden.

 

Materialien zum Schutz des Patienten und des Pflegers

Der eigene Schutz vor Erkrankungen und der Schutz des Patienten spielen eine enorme Rolle. Gerade die Reinigung & Desinfektion kann durch diverse Hilfsmittel und Materialien erleichtert werden. Dafür werden verschiedene Materialien zur Verfügung gestellt.

Die wichtigsten Hilfsmittel zur Reinigung & Desinfektion:

  1. Einweghandschuhe

Einweghandschuhe sind bei allen Arbeiten und bei allen Maßnahmen mit dem Patienten zu tragen. Ein regelmäßiger Wechsel nach den Pflegetätigkeiten ist wichtig. Nach der Pflegetätigkeit sind die Einweghandschuhe zu entsorgen.

  1. Einmal Schürzen

Der Gebrauch der Einmal Schürzen ist sehr wichtig für den Patienten, aber auch für das Pflegepersonal. Da zahlreiche Keime auch über die Kleidung des Pflegepersonals übertragen werden können, wird eine Keim Übertragung sofort unterbunden.

  1. Vorlagen für das Bett

Ist der Patient in der ambulanten Intensivpflege inkontinent, ist der Gebrauch von Vorlagen im Bett unverzichtbar. Es wird nicht nur die Bettwäsche vor Verschmutzungen geschützt, nein es kann auch sofort der Wechsel der Vorlagen geschehen.

  1. Der Mundschutz

Der Mundschutz für Pflegende ist immer nur für den einmaligen Gebrauch gedacht und muss unbedingt nach dem Gebrauch entsorgt werden. Nur so kann eine Keim Übertragung durch Tröpfcheninfektion vermieden werden. Der Mundschutz schützt nicht nur das Pflegepersonal vor ansteckenden Keimen, sondern auch den Patienten. Schließlich kann schon die kleinste Erkältung folgenschwere Krankheiten für einen intensivmedizinisch betreuten Patienten nach sich ziehen.

  1. Desinfektionsmittel für die Hände/Haut

Für jede pflegende Person in der ambulanten Intensivmedizin und deren Angehörige ist die umfangreiche Händedesinfektion mit einem Händedesinfektionsmittel zwingend erforderlich. Mit Hilfe der Händedesinfektion wird eine Übertragung von Bakterien, Pilzen und Viren vermieden.

  1. Oberflächendesinfektionsmittel

Mit dem Oberflächendesinfektionsmittel können alle Oberflächen desinfiziert werden. Hierbei sollten vor allem die Oberflächen in Augenschein genommen werden, mit denen der Patient in Berührung kommt.

 

Das Fazit zur Reinigung & Desinfektion in der ambulanten Intensivpflege

Eines ist sicher, mit der richtigen und ordnungsgemäßen Reinigung & Desinfektion können Patient, sowie Pflegender vor diversen Keimen und Erregern geschützt werden. Gerade Patienten in der ambulanten Intensivpflege müssen durch ihr meist geschwächtes Immunsystem besonders geschützt werden. Mit den richtigen Hilfsmitteln zur Reinigung & Desinfektion kann die Desinfektion in den Pflegealltag problemlos integriert werden.

 

 

 

Finanzierung der ambulanten Intensivpflege

Für viele Pflegebedürftige, aber auch Angehörige spielt die Finanzierung der ambulanten Intensivpflege eine sehr wichtige Rolle. Finanz Sorgen machen sich schnell breit und die Kostenübernahme erinnert an zahlreiche Anträge und Offenbarungen. Viele Angehörige scheuen sich dafür, diverse Gelder zu beantragen, obwohl diese den pflegebedürftigen zustehen. Gerade wenn ein ambulanter Pflegedienst zur ambulanten Intensivpflege beauftragt wird, können sich schnell sehr hohe Kosten ansammeln. Bevor der Pflegedienst in Anspruch genommen wird, sollte unbedingt geklärt werden, ob es die Möglichkeit einer Kostenübernahme gibt. Nur so kann man allen Sorgen aus dem Weg gehen.

 

Keine Leistungsobergrenzen bei ambulanter Intensivpflege

Schaut man sich einmal die aktuellen Pflegegrade (früher Pflegestufen) genauer an, hat man schnell diverse Festsummen der Erstattung im Kopf. Bei der Finanzierung der ambulanten Intensivpflege läuft das allerdings etwas anders. Denn es gibt bei der Intensivpflege zu Hause keine Leistungsgrenzen, sondern es wird fallbezogen entschieden. Da je nach Behandlungsschwere immer wieder neu entschieden werden muss, welche pflegerischen Tätigkeiten bezahlt werden müssen, macht eine Klassifizierung der Kosten keinen Sinn. Selbst wenn eine 24 Stunden Pflegebetreuung verordnet wird, müssen Angehörige keine Zuzahlung leisten. In der Regel übernimmt die gesetzliche Krankenkasse die Zahlungen, diese müssen allerdings vor der Beauftragung eines Intensiv Pflegedienstes beantragt werden.

 

Behandlungspflege und Grundpflege stehen in Konflikt

Dass die Kostenübernahme der ambulanten Intensivpflege leider nicht immer ganz so einfach ist, beweisen zahlreiche Fallbeispiele. Wie bereits erwähnt, wird die Behandlungspflege von der Krankenkasse übernommen. Die Grundpflege allerdings wird von der Pflegekasse mit den bekannten Pflegegraden übernommen. Stehen die beiden Pflegeformen in Konflikt zueinander kann es für Betroffene schnell zu einem Konflikt kommen. Denn bei den intensiv pflegebedürftigen Menschen werden häufig Tätigkeiten der Grundpflege gemischt mit Tätigkeiten der Behandlungspflege. Nun wird es schwierig mit der Kostenübernahme. Auch in diesen Fällen gibt es keine Pauschalen und Angehörige sind meist überfordert. Können diverse Zuzahlungen für die Grundpflege nicht geleistet werden, muss diese Kostenübernahme beim Sozialamt beantragt werden. In der Regel reicht die Kostenübernahme für die Grundpflege von intensiv Pflegebedürftigen nicht aus.

Wichtige Anträge für die Finanzierung der ambulanten Intensivpflege

Angehörige sollten sich auf jeden Fall vor der Beauftragung eines ambulanten Pflegedienstes unbedingt umfangreich beraten lassen, welche Anträge von Nöten sind. Nur so kann ein Durcheinander und eventuell auch ein böses Erwachen verhindert werden.

Die 3 wichtigsten Anträge:

  1. Verordnung der häuslichen Intensivpflege
  2. Antrag auf Sachleistungen aus der Pflegeversicherung
  3. Antrag auf Zuzahlungsbefreiung aufgrund chronischer Erkrankungen

 

Als erstes sollte die Verordnung der häuslichen Intensivpflege beantragt werden. Nur so kann man mit der Kostenübernahme der Krankenkasse gerechnet werden. Mit dem Antrag auf Sachleistungen aus der Pflegeversicherung wird die Grundpflege des Pflegebedürftigen sichergestellt. Übernehmen Angehörigen die Grundpflege selbst, muss dieser Antrag selbstverständlich nicht gestellt werden. Sollten Angehörige selbst die Grundpflege übernehmen, steht ihnen das sogenannte Pflegegeld zu als Aufwandsentschädigung. Mit dem wirklich wichtigen Antrag auf Zuzahlungsbefreiung aufgrund chronischer Erkrankungen gehen Angehörige und Pflegebedürftige den unangenehmen Zuzahlungen aus dem Weg. Somit ist der Pflegebedürftige von allen Zuzahlungen befreit.

 

Die Grundpflege Leistungen

Bei der Grundpflege muss zuerst von den Angehörigen und dem Pflegebedürftigen entschieden werden, wer diese Aufgabe übernimmt. Zur Grundpflege zählen allgemein die Körperpflege, die Ernährung und die Mobilität des Pflegebedürftigen. Möchten Angehörige diese Aufgabe selbst übernehmen, bieten sich diverse Kurse zum Erlernen der Tätigkeiten an. Bei der Grundpflege wird zwischen drei verschiedenen Leistungen unterschieden.

Die drei Leistungen der Grundpflege:

  1. Bei der Sachleistung wird der Einsatz vom ambulanten Pflegepersonal übernommen.
  2. Die Geldleistung ist für Angehörige, die selbst die Grundpflege des Pflegebedürftigen übernehmen. Auch bekannt als Pflegegeld.
  3. Mit der Kombinationsleistung können Angehörige sich die Grundpflege mit ambulanten Pflegediensten teilen. Somit wird der Pflegedienst bezahlt, aber auch die Angehörigen kriegen einen gewissen Satz an Pflegegeld.

Je nach Pflegegrad, der vom Medizinischen Dienst bestimmt wird, werden die jeweiligen Finanzleistungen von der Krankenkasse gezahlt.

 

Das Fazit zur Finanzierung der ambulanten Intensivpflege

Eines ist klar, Angehörige, sowie Pflegebedürftigen haben oft Bedenken wenn es um das heikle Thema Finanzierung der ambulanten Intensivpflege geht. Eine ausführliche Beratung vor Beauftragung des ambulanten Intensivpflegedienstes sollte auf jeden Fall stattfinden. Nur so geht man unnötigem Ärger und vielleicht auch unnötigen Zuzahlungen aus dem Weg.

Das richtige Pflegebett für Intensivpflege zu Hause

Die Pflege zu Hause ist für viele pflegebedürftige Menschen der optimale Weg, um im Kreise der Familie alt zu werden und trotzdem nicht auf die perfekte Pflege verzichten zu müssen. Dabei spielt das richtige Pflegebett schon fast die Hauptrolle, da der zu Pflegende sehr viel Zeit im Bett verbringt. Möchten die Angehörigen ihre pflegebedürftige Person wohl aufgehoben wissen, stellt sich schnell die Frage wie man nun das richtige Pflegebett findet. Für bettlägerige Patienten ist das Pflegebett sogar der Lebensmittelpunkt und bereits bei der Anschaffung sollten einige Kriterien beachtet werden.

 

Professionelles Pflegebett erleichtert die tägliche Pflege

Das professionelle Pflegebett hat zugleich zwei Vorteile. Zum einen wird den Angehörigen oder dem Pflegepersonal durch verschiedene Funktionen die tägliche Pflege enorm erleichtert. Zum anderen kann auch der Pflegebedürftige auf zahlreiche Zusatzfunktionen zurückgreifen. Selbstverständlich wird auch die Liegeposition sowie die Lagerung des Körpers bestens unterstützt. Aber auch die Entlastung des Körpers steht im Vordergrund bei einem Pflegebett. Somit können schwerwiegende Wundstellen vom Liegen vermeiden werden. Durch die verstellbaren Bett Funktionen kann dem Pflegepatienten auch das aufrechte Sitzen im Bett ermöglicht werden und somit eine leichtere Nahrungsaufnahme garantiert werden. Ein Pflegebett muss immer auf die individuellen Bedürfnisse des Patienten abgestimmt sein. Die Hauptaufgabe des Pflegebettes besteht darin, dem Pflegebedürftigen den Aufenthalt im Bett so bequem wie nur eben möglich zu machen.

 

Verschiedene Pflegebett Typen

Werden Angehörige mit der Anschaffung eines Pflegebettes konfrontiert, kann man schnell überfordert sein. Schließlich möchte man gerade bei der Auswahl des Bettes keinen Fehler machen. Die verschiedenen Pflegebett Typen führen schnell zur Überforderung und eine aussagekräftige Beratung ist von Nöten. Bei den verschiedenen Pflegebett Typen sollte vor allem auf ein verstellbares Lattenrost geachtet werden. Die Auswahl der richtigen Matratze sollte nach Möglichkeit der Pflegebedürftige entscheiden, denn der Härtegrad ist immer Empfindens Sache. Sehr praktisch sind Rollen am Pflegebett, sodass bei Bedarf das Bett mobil ist. Hat man sich einmal für eine Grundausstattung beim Pflegebett entschieden kommen zahlreiche Hilfsmittel Varianten hinzu.

Hilfsmittel am Pflegebett:

  • Der Bettgalgen (Hilfestellung beim Aufrichten)
  • Lagerungshilfsmittel
  • Bettgitter
  • Infusionshalterungen
  • Vorrichtung zum Fixieren

Gerade der Bettgalgen sollte bei aktiven Patienten nicht vergessen werden, denn er stellt eine wichtige Hilfe beim Aufstehen oder Hinsetzen im Bett dar.

 

Besondere Pflegebetten mit besonderen Funktionen

In der Vielzahl der Pflegebetten findet man auch noch sogenannte Aufstehbetten. Mit dieser Form des Pflegebettes wird dem Patienten ein leichtes Aufstehen ermöglicht. Das Aufstehbett wird von einem Motor unterstützt und der Patient kann stehen. Natürlich muss vorher eine entsprechende Fixierung vorgenommen werden. In der ambulanten Pflege kommen diese Aufstehbetten eher selten zum Einsatz.

Neigt ein Pflegebedürftiger zu diversen Druckstellen an der Hautoberfläche (Dekubitus) bietet sich der Einsatz einer speziellen Anti-Dekubitus Matratze an. So können durch Lagerung und Druckentlastung neue Wundstellen vermieden werden.

Das Pflegebett steigert die Lebensqualität

Ein Pflege Bett ist der Mittelpunkt vieler Patienten in der ambulanten Pflege und kann durchaus die Lebensqualität steigern. Dem pflegebedürftigen Patienten werden selbst alltägliche Aufgaben erleichtert oder gar wieder ermöglicht. Die verschiedenen Möglichkeiten der Bett Einstellung machen beispielsweise ein problemloses Sitzen möglich, wo der Patient sein Essen aufnehmen kann. Das heutige Design der Pflegebetten lässt auf den ersten Blick noch nicht einmal erahnen, dass es sich um ein Pflegebett handelt. Auch ein professionelles Pflegebett muss nicht zwingend steril weiß sein, sondern kann in schönen Holz Tönen das Pflegezimmer erstrahlen lassen. Hierbei sind wirklich alle Möglichkeiten gegeben, um auch ein Pflegebett im Pflege Zimmer schön aussehen zu lassen.

Sicherheit geht vor beim Pflegebett

Natürlich spielt gerade beim Pflegebett die Sicherheit eine sehr wichtige Rolle. Diesbezüglich brauchen sich aber Pflegebedürftige und Angehörige wirklich keine Sorgen machen. Jedes Pflegebett obliegt einer sehr strengen Sicherheitsuntersuchung und muss alle Kriterien zur Sicherheit erfüllen, ehe es in den Verkauf geht.

Medizinische Vorteile eines Pflegebettes

Das Pflegebett hat durchaus eine Vielzahl an medizinischen Vorteilen. Zum einen kann das Pflegepersonal durch eine Höhenverstellbarkeit ergonomisch arbeiten. Der Pflegebedürftige selbst kann durch das tiefer stellen des Pflegebettes auch erleichtert in das Bett steigen. Aber auch die richtige Lage bei Pflegebedürftigen ist das A und O. Mit Hilfe eines Pflegebettes können Druckstellen, die zu einer Infektion führen können, vermieden werden. Ist ein Patient besonders unruhig und soll zusätzlich geschützt werden kann das Bettgitter angebracht werden, um Stürze zu vermeiden.

3 Tipps zur Anschaffung des Pflegebettes:

  1. Bei der Auswahl des Pflegebettes unbedingt auf Funktionen achten und die Meinung des Pflegebedürftigen nach Möglichkeit mit einbeziehen.
  2. Das Pflegebett sollte nach Möglichkeit immer ca. 30 cm länger sein, als der Pflegebedürftige. Somit wird genügend Platz gewährleistet.
  3. Die Kostenübernahme unbedingt bei der Krankenkasse beantragen, somit lassen sich Kosten sparen.

 

Das Fazit zum Thema Pflegebett

Soll ein Angehöriger zu Hause ambulant gepflegt werden, ist die Anschaffung eines Pflegebettes unumgänglich. Nur mit einem professionellen Pflegebett kann der Pflegebedürftige optimal versorgt werden und ein komfortables Liegen wird gewährleistet. Gerade bei den Hilfsmitteln für das Pflegebett sollte genau überlegt werden, welches besonders gebraucht wird.

 

 

Gesundheitsbeeinflussende Faktoren

Für die sinnvolle Einbindung eines Gesundheitscontrollings sind zunächst die Ursachen zu operationalisieren, welche die Gesundheit der Mitarbeiter beeinträchtigen können. Darauf aufbauend sind mögliche Folgen und Gegenmaßnahmen zu erarbeiten.

 

Bedingungsfaktoren der Gesundheit

Einen Ansatz für die Bedingungsfaktoren der Gesundheit legt Hurrelmann mit seinem integrativen Erläuterungskonzept von Gesundheit und Krankheit vor. Grundlage dieses Konzeptes bilden zwei integrative Theorieansätze, die eng miteinander verknüpft sind, da sie Gesellschaftstheorien, Public-Health-Theorien, Lerntheorien sowie Bewältigungstheorien miteinander verknüpfen: zum einen das Sozialisationsmodell, auf das an dieser Stelle nicht weiter eingegangen werden soll, und zum anderen das Salutogenesemodell (SgM) von Aaron Antonovsky.

Die Salutogenese (Gesundheitsdynamik) beschäftigt sich mit der Frage, welche Faktoren Gesundheit beeinflussen und wie diese erhalten wird. Dabei fußt das SgM auf der Grundannahme, dass sich der Mensch in einem dynamischen Gesundheits-Krankheits- Kontinuum befindet, womit eine kategorische Trennung (Dichotomie) aufgegeben wird: Der mensch befindet sich stets zwischen den Polen „absolute Gesundheit“ und „völliger Krankheit“, mit den Abstufungen „zunehmendes Wohlbefinden“ auf der einen und „abnehmendes Wohlbefinden“ auf der anderen Seite.

Die Position des Einzelnen innerhalb des Gesundheits- und Krankheitskontinuums entscheidet darüber, ob die durch Stressoren (körperliche, psychische und soziale Belastungspotenziale wie Hunger, Überforderung, menschliche Konflikte) ausgelösten Belastungen erfolgreich bewältigt werden können oder nicht. Dies ist wiederum maßgeblich abhängig vom erzeugten Stresszustand sowie vom sogenannten Kohärenzgefühl, d. h. der Fähigkeit zu einer angemessenen Spannungsverarbeitung mithilfe der vorhandenen Widerstandsressourcen. Gesundheitsbeeinflussende Kräfte sind also die Widerstandsressourcen und die Stressoren, die sich interdependent und zugleich variabel zueinander verhalten. Das Modell ist von Bedeutung, da es die Sicht auf die Gesundheitsförderung durch aktive Anpassung und Ressourcenentwicklung verändert hat und die Notwendigkeit eines Gesundheitscontrollings verdeutlicht.

Der Gesundheitsstatus wird zudem bedeutend beeinflusst von persönlichen Faktoren (u.a. körperliche, psychologische Konstitution), von Verhaltensfaktoren (u.a. körperliche Aktivität, Ernährung, Vorsorgeverhalten) sowie Verhältnisfaktoren (u.a. sozioökonomischer Status, Arbeitsbedingungen).So zeigt sich, dass die meisten Mitarbeiter trotz häufig organisationsbedingter psychischer Belastungen durch ihre sinnstiftende Arbeit zufrieden sind.

Wirkung der Arbeitsbedingungen auf die Gesundheit

Die Arbeitsbedingungen können sich auf vielfältige Weise auf die Gesundheit auswirken, was sich wiederum auf die Qualität der geleisteten Arbeit auswirken kann. Mögliche Auswirkungen sind sind z. B. Gesundheitsschäden durch Unfälle, arbeitsbedingten Erkrankungen bis hin zu Berufskrankheiten. Grundsätzlich kann man harte Arbeitsbelastungen, zu der schwere körperliche Arbeit zählt, und weiche Arbeitsbelastungen, wozu vor allem psychische Belastungen zählen, unterscheiden.

Die arbeitsbedingten gesundheitlichen Auswirkungen in Bereichen mit harter Arbeitsbelastung liegen bspw. im Bereich der Landwirtschaft bei über 60 %, im Gesundheitswesen insgesamt aber im Bereich um 40 %. In der Pflege stellt das schwere Heben und Tragen die häufigste körperliche Belastung dar.Vergleicht man indes die häufigsten arbeitsbedingten Beschwerden bei Beschäftigten in Ländern der Europäischen Union, so fällt eine Verschärfung in Richtung psychisch bedingter Beschwerden auf: So stieg bspw. der Anteil allgemeiner Erschöpfungsbeschwerden von 20 % im Jahr 2000 um 2,6 % auf 22,6 % im Jahre 2008.

Ebenso stieg der Anteil von Kopfschmerzen und Schlafstörungen zwischen dem Jahr 2000 (13,0 %) und 2008 (8,7 %) um jeweils 2,5% und 1,7% auf jeweils 15,5 und 8,7%. Psychische Krankheiten führen zu mangelhafter Arbeitsleistung und zu Fehlzeiten, die erhebliche betriebliche Verluste nach sich ziehen.Einige Entwicklungstendenzen wie die Globalisierung, der Branchenstrukturwandel in eine Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft, welche höhere Anforderungen an die Mitarbeiter stellt, und schließlich der demografische Wandel haben maßgeblich Einfluss auf die Arbeitsbedingungen und damit einhergehend auf die Gesundheit. Zudem kommt es zu einer Intensivierung und Flexibilisierung der Arbeit.

 

Präventiver Arbeitsschutz und Gesundheitsförderung

Arbeitsschutz kann als Konglomerat von Maßnahmen zur Verhütung arbeitsbedingter Unfälle und Erkrankungen bezeichnet werden, mit dem Ziel, die Leistungsressourcen zu sichern und die Arbeitsfähigkeit zu optimieren. Arbeitsschutz umfasst dabei die Arbeitssicherheit, den Gesundheitsschutz und die Gesundheitsförderung. Konzeptive Maßnahmen eines präventiven Arbeitsschutzes umfassen die Primärprävention, deren Ziel in der Gesunderhaltung durch das Erkennen und gezielte Beseitigen von Risikofaktoren liegt (bspw. Grippeimpfung), die Sekundärprävention, deren Ziel das frühzeitige Erkennen und damit die frühzeitige Behandlung zur Ausheilung ist (bspw. Krebsvorsorge), sowie die Tertiärprävention, deren Ziel in der Vermeidung und Verhütung von Folgeerkrankungen und Gesundheitsverschlechterungen liegt.Der Fokus des präventiven Arbeitsschutzes liegt in der Primärprävention.

Die betriebliche Gesundheitsförderung indes zielt auf die Förderung der Gesundheit und des Wohlbefindens am Arbeitsplatz ab, indem arbeitsbedingten Erkrankungen vorgebeugt und Gesundheitsressourcen gestärkt werden sollen. Maßnahmen hierzu können u.a. die Arbeitsorganisation betreffen, indem Arbeitsplatzbeschreibungen so angepasst werden, dass keine Über- oder Unterforderung entsteht, oder bspw. eine entsprechend ergonomische Arbeitsplatzgestaltung.Die dargestellten Schritte bilden jeweils einen fließenden Übergang und können als additive Interventionsschritte entlang des Gesundheits- und Krankheitskontinuums verstanden werden.

 

Die Homöopathie gilt als eine alternative Therapie und Behandlungsmethode zu der herkömmlichen Schulmedizin. Das Ziel der Homöopathie ist es, den Körper Impulse zu geben, sodass dieser aus eigenen Kräften versucht sich selbst zu heilen, Hilfe zur Selbsthilfe also. Jedoch ist das Konzept der Homöopathie auch umstritten unter den Medizinern und in der Forschung. Zwar ist die Nachfrage an homöopathischen Behandlungsmethoden angestiegen und auch viele Krankenkassen übernehmen die Kosten für eine homöopathische Behandlung, dennoch konnte die Wissenschaft noch nicht nachweisen, dass Homöopathie wirklich hilft. Vieles, so aktuelle Forschungsergebnisse, basiere auf einen Placeboeffekt, wobei es zum Teil jedoch auch schwer ist, die Impulswirkung der Medikamente nachweisen zu können. Besonders aus diesem Grund existiert unter den Medizinern auch die weitverbreitete Meinung, dass Homöopathie nichts anderes als Quacksalberei ist. Allerdings berichteten immer mehr Patienten von Erfolgen bei der Behandlung mit alternativen Therapien, und dass nur die Homöopathie Abhilfe bei bestimmten Leiden schaffte. Doch wie wirksam und bei welchen Beschwerden helfen welche homöopathische Mittel im Alter und bei einer Pflegebedürftigkeit?

 

Homöopathie im Alter

Mit der Forschung an der Wirksamkeit von homöopathischen Mitteln beschäftigte sich auch die Geriatrie, die Altersmedizin also. Das Besondere der Geriatrie ist, dass der Körper als Ganzes betrachtet werden muss, da im Alter und besonders bei einer Pflegebedürftigkeit oft mehrere Erkrankungen und Leiden gleichzeitig vorliegen. Von dem Prinzip des Körpers als Ganzem geht auch die Homöopathie aus, sodass schon viele alternative Behandlungsmethoden speziell für ältere Menschen gefunden wurden. Besonders bei chronischen Erkrankungen kann eine homöopathische Behandlung Abhilfe schaffen, da der Körper gegen die herkömmliche Schulmedizin Resistenzen entwickeln kann und beziehungsweise bestimmte Medikamenten auf Dauer zu Organschäden führen könnten. Homöopathische Mittel sind zum größten Teil pflanzlich und aufgrund ihrer geringen Menge sehr gut verträglich. Ferner sind bisher auch keine Wechselwirkungen mit herkömmlichen Medikamenten bekannt, sodass die Behandlung mit homöopathischen Mitteln unbedenklich.

 

Alternative in der Pflegebedürftigkeit

In dem Pflegebereich ist die Homöopathie eher spärlich angekommen, obwohl auch hier mehr und mehr Pflegerinnen und Pfleger sich für die alternativen Medikamente interessieren und an spezifischen Workshops teilnehmen. Die Pflege eines Menschen bedeute nicht nur, dass seine Leiden gelindert werden und der Alltag sich nach seinen Einschränkungen richtet. Pflege heißt auch, dem Menschen ein würdevolles Leben zu geben und sie nicht nur auf der körperlichen, sondern auch auf der geistigen und emotionalen Ebene zu begegnen.
Warum homöopathische Therapien besonders in der Pflege oft die besseren Behandlungen darstellen, zeigt eine genauere Betrachtung der häufigen Probleme, die bei einer Pflegebedürftigkeit auftreten. Besonders bei einer Pflegebedürftigkeit im Alter, sind bestimmte Organe und Körpervorgänge eingeschränkt. So kann die Herz-Kreislauf-Aktivität eingeschränkt sein, das Denkvermögen langsamer werden und bestimmten Reflexe nicht mehr gut funktionieren. Herkömmliche Medikamente helfen die Symptome zu beseitigen, um wieder ein würdevolles Leben haben zu können. Allerdings belasten diese Therapien oft andere Organe und beheben nicht immer ausreichend die Ursache. Eine homöopathische Anleitung für den Körper zur Selbsthilfe wird keine Wunder bewirken und einen blinden wieder sehend machen, allerdings ist diese Behandlungsmethode besonders im Alter oft eine gut vertragliche Alternative und Unterstützung bei den herkömmlichen Pflegemaßnahmen.

 

Demenz und Alzheimer
Grob kann gesagt werden, dass die Ursachen von Alzheimer und Demenz im Absterben der Gehirnzellen liegen, beziehungsweise bei Alzheimer in der Ablagerung von Eiweißen, sowie in dem Fehlen von Neurotransmitter, die die Befehle des Gehirns an die Nervenzellen weiterleiten. Das National Center for Homeopathy berichtete bereits im Jahr 2011 von einer erfolgreichen Behandlung von Alzheimer mithilfe der Homöopathie. Ein einfaches Präparat wirke gegen die Ablagerungen von Eiweißen, sodass weniger Gehirnzellen beschädigt werden und eine Behandlung mit komplexen Präparaten können die Gehirnleistungen bei Demenzpatienten im Allgemeinen bis zu einem gewissen Grad wiederherstellen. Die homöopathische Behandlung von Demenzerkrankungen habe nicht mehr Erfolg, als herkömmliche Therapien, allerdings wiese sie kaum Nebenwirkungen auf. Jedoch muss mit einer homöopathischen Behandlung im frühen Stadium begonnen werden.

Gelenke, Knochen und der Rücken

Knochen- und Gelenkschmerzen sind eine häufige Begleiterscheinung im Alter und bei Pflegepatienten. Nicht immer ist die Ursache eine Arthrose, sondern in manchen Fällen auch eine Folgeerscheinung der Pflegebedürftigkeit. So eignet sich bei Gicht Berberis, bei dauerhaften Gelenkschmerzen und Knochenentzündungen, sowie bei einer Arthritis hilft das Mineralsalz Calciumarsenit, aber auch Calcium carbonicum. Patienten, deren Knochen und Gelenke aufgrund von Rheuma schmerzt, sollten Causticum ausprobieren. Speziell für Gelenkentzündungen und Beschwerden im Rücken, wie Bandscheibenvorfälle empfehlen Homöopathen die Heilpflanze Teufelskralle. Allerdings sollte davon abgesehen werden die Pflanze direkt zu verwerten. Alle oben genannten Heilstoffe gibt es als Globuli, Tropfen oder in Tablettenform.

Herz und Kreislaufprobleme

Pflegebedürftige oder Patienten mit einer chronischen Erkrankung klagen oft über Kreislaufprobleme, die aufgrund der verschriebenen Medikamente, einer Immobilität oder wegen der Krankheit selbst auftreten können. Auch hier bietet die Homöopathie zahlreiche Präparate, die die Beschwerden lindern, beziehungsweise heilen können. Gegen Herzschmerzen hilft zum Beispiel Latrodectus mactans, das Gift der Schwarzen Witwe oder auch Kalmia, welches bei wetterfühligen Menschen gerne verwendet wird. Macht der Kreislaufhäufig schlapp, dann sollte man eher zu Haplopappus, der Christrose oder Tabacum, der Tabakpflanze, greifen. Als homöopathische Präparate wirken sie belebend ohne energieraubend zu sein. Bei einem schwachen Herz kann Myrtillocactus oder Kalium carbonicum verwendet werden.

 

Diabetes

Im Unterschied zum Diabetes Typ I, bei dem Antikörper die insulinproduzierenden Zellen zerstören, lässt sich Diabetes II, dessen Ursache in einer Wirkungslosigkeit des Insulins liegt auch gut mit einer homöopathischen Therapie behandeln. Die Salze Cobaltnitrat und Kaliumsulfat wirken bei Diabetes Typ II, in dem sie die Funktion des Insulins Verbessern, beziehungsweise den Stoffwechsel positiv beeinflussen, damit der Zucker von den Zellen aufgenommen werden kann und nicht dauerhaft im Blut verbleibt. Zu den homöopathischen Heilpflanzen, die bei Diabetes helfen sind der Schneeflockenbaum und der Gelbhanf. Auch bei Diabetes Typ I ist eine homöopathische Behandlung möglich. Allerdings muss zuerst die genaue Ursache für Diabetes I festgestellt werden.

Alltägliche Leiden: Schlafprobleme, Appetitlosigkeit, Nervosität, Depressionen

Insbesondere kleinere Leiden, die im alltäglichen Leben häufiger Vorkommen und auch keine genauen Ursachen haben müssen, lassen sich gut mit der Homöopathie behandeln. Wichtig hierbei ist, dass der Körper als Ganzes betrachtet wird und nicht nur die Symptome: Liegen die Depressionen vielleicht an den Wechseljahren oder an einer Essstörung? Hängt eine Schlaflosigkeit mit Medikamenten zusammen und sind Schmerzen eine Ursache für wenig Appetit und Freude beim Essen? Je nachdem sollten die homöopathischen Präparate ausgewählt werden. Bei Einschlafstörungen wegen Sorgen und Kummer hilft Natrium chloratum, wer trotz Müdigkeit und Erschöpfung nicht einschlafen kann, sollte es mit Ambra versuchen. Stimmungsschwankungen sind gut mit Damiana zu behandeln, wenn diese jedoch von den Wechseljahren kommen, kann man Sepia versuchen. Bei depressiven Angstzuständen hilft Lycopodium und Cimicifuga. Wer unter Verdauungsproblemen leidet, kann Präparate aus Hydrastis canadensis oder der Brechnuss anwenden. Bei Appetitlosigkeit hilft Ignatia und Extrakte der Amerikanische Schwarzfichte.

 

Was beachtet werden muss

Wer sich für eine homöopathische Behandlung entscheidet, sollte unbedingt einen Homöopathen oder Heilpraktiker aufsuchen und sich auf gar keinen Fall selbst therapieren. Der Facharzt weiß, welcher Typ Mensch eine Person ist und kann aus den vielen Präparaten, die es für eine Erkrankung gibt, die richtige heraussuchen. Manchmal muss das Präparat jedoch auch ein oder zweimal gewechselt werden. Geduld und eine regelmäßige Einnahme sind besonders wichtig bei einer homöopathischen Behandlung.

 

Essen hält Leib und Seele zusammen, heißt es in einem alten Sprichwort. Wer keinen Hunger leiden muss und einen gesunden Appetit hat, dem geht es gesundheitlich meistens besser. Das ältere Menschen oft das Trinken vergessen, ist altbekannt. Doch viele Senioren, besonders wenn sie Pflegefälle geworden sind, verweigern auch eine Nahrungsaufnahme oder halten ohne erkennbaren Hintergrund ungesunde Diäten. Zwar kann der menschliche Körper lange mit nur wenig Nahrung auskommen und trotzdem einwandfrei funktionieren, allerdings sind regelmäßige Esszeiten für Magen und Stoffwechsel gesund und auch die meisten Tabletten dürfen nicht auf nüchternem Magen eingenommen werden.

 

Gefahren bei Nahrungsverweigerung

Wenig oder ein paar Tage lang gar nichts essen, ist über einen kurzen Zeitraum zunächst ungefährlich, solange keine empfindlichen Erkrankungen vorliegen, bei denen eine regelmäßige Nahrungsaufnahme lebenswichtig ist. Trotzdem können früher oder später Risiken entstehen, beziehungsweise Komplikationen auftreten. Damit ein Körper richtig funktionieren kann, braucht er regelmäßig die Zufuhr von Lebensmittel, die ihn mit Energie, Mineralien, Vitaminen, Eiweißen, Enzymen, Spurenelementen und vielen kleineren Stoffen versorgen. Fehlt es dem Körper an einem dieser Stoffe, kommt es schnell zu Mangelerscheinungen und im schlimmsten Fall zum Einstellen bestimmter Körperfunktionen. Bei einigen Krankheiten und bei einigen Medikamenten braucht der Körper besonders viel Energie und Mineralien und Vitamine. Fehlen ihm nun sonst gewohnte Nahrungsmittel, kann es schnell lebensbedrohlich werden.

 

Ursachen ausfindig machen – Körperliche Ursachen

Die Gründe für eine Nahrungsverweigerung sind vielfältig und sollten im Detail erkundet werden, um auf richtiger Art daraus reagieren zu können und schnell wieder ein natürliche Nahrungsaufnahme in die Wege leiten zu können.

Zum einen können körperliche Ursachen die Verweigerung von Essen auslösen. Vielleicht schmeckt der Patient einfach nichts mehr, weil aufgrund seiner Krankheit oder aufgrund von Medikamenten seine Geschmacksrezeptoren stark eingeschränkt sind. Ältere Menschen schmecken generell schwächer als jüngere. Studien zufolge haben sich im Alter von 75 nur noch ungefähr 65 Prozent der Geschmacksknospen empfindlich reagieren. Doch auch Schmerzen im Mundraum, wie Zahnschmerzen oder offene Mundhöhlen, beziehungsweise im Rachen, Hals oder dem Magen können Ursachen für eine Nahrungsverweigerung darstellen.
Ferner sind Probleme beim Schlucken und die dadurch ausgelöste Angst des Verschluckens oft ein Grund für eine Nahrungsverweigerung. Der Schluckreflex verläuft besonders bei Demenzpatienten oder unter Einfluss von bestimmten Medikamenten verlangsamt, dies ist natürlich eine störende Größe bei den gewohnten Essvorgängen.

 

 

Seelische Ursachen

Oft ist die Verweigerung von Nahrung die Ursache von einer tieferen psychischen Störung. Das Problem bei psychischen Gründen ist, dass diese vielschichtig und tiefgreifend sind und daher schwerer zu beheben sind als psychische. Wer Nahrung verweigert, fühlt sich oft in seiner Umgebung nicht wohl. Entweder hat er Heimweh nach seinen eigenen vier Wänden und seinen Angehörigen, fühlt sich im Stich gelassen oder kommt mit dem Pflegepersonal oder anderen Mitbewohnern nicht gut zurecht.
Ferner können auch Depressionen die Ursache sein. Eine Depression aufgrund einer plötzlichen Hilflosigkeit und einer Einschränkung im Alltag, ist besonders für vormals sehr selbstständige Menschen ein großes Manko. Nicht selten sind psychische Ursachen eng mit Suizidgedanken verbunden.

 

Handlungsmöglichkeiten und Hilfe

Je nachdem, ob es sich um psychische oder körperliche Ursachen handelt, die eine Nahrungsverweigerung hervorrufen, muss dementsprechend reagiert werden. Bei körperlichen „reicht“ oft schon entweder ein stärkeres Würzen oder die Behebung der Schmerzen, indem andere Medikamente verabreicht werden oder das Essen püriert wird. Ist die Ursache psychisch, sollte auf jeden Fall ein Psychologe kontaktiert werden. Eine Zwangsernährung darf nur die letzte Option sein, da diese besonders psychische Probleme noch verstärken könnte.

In allen Fällen muss mit dem Patienten gut kommuniziert werden, um seine Beweggründe nicht nur zu erkennen, sondern auch zu verstehen. Am besten entwickelt man zusammen Lösungen gegen das Essproblem.

Autismus bei Kindern – wie gehe ich damit um?

 

Autismus ist eine Entwicklungsstörung, meistens erst im Alter von 3 bis 6 Jahren festgestellt wird. Meistens verhalten sich die Kinder auffällig anders, als ihre Altersgenossen, weshalb Eltern den Verdacht auf Autismus hegen. Autistischen Kindern fehlt es oft an Einfühlungsvermögen und Teamfähigkeit, sie erkennen die Bedürfnisse ihrer Mitspieler schwer allein, was oft zu Konflikten unter den Spielgenossen führen kann. Darüber hinaus besitzen sie ein ungewöhnliches Spielverhalten, was sie schnell zu Außenseitern macht. Besonders in der sprachlichen Entwicklung fällt den meisten Eltern auf, dass ihr Kind sich anders entwickelt. Typisch sind dabei eine monotone Sprache, wenig Bezug zu den Wörtern und eine geringe Kommunikation ohne Mimik und Gestik, die jedoch auch vom Gesprächspartner nicht verstanden werden.
Aus diesem Grund ist es oft schwieriger autistische Kinder zu erziehen und ihnen gesellschaftliche Werte mitzugeben. Doch mit Geduld und Einfühlungsvermögen, lernen auch autistische Kinder sich in der Gesellschaft zu Recht zu finden.

 

Sprache und Kommunikation

Das Gehirn von autistischen Menschen denkt anders, als bei „normalen“ Menschen. Aus diesem Grund ist es wichtig, so einfach wie möglich mit dem Kind zu kommunizieren. Verwenden Sie deshalb eine einfache Sprache und achten sie auch eine einfache und verständliche Wortwahl ohne Mehrdeutigkeiten. Anstelle von „Wenn du jetzt nicht zuhörst, dann fällt das Sandmännchen heute ins Wasser und du gehst gleich ins Bett“, sagen Sie lieber „Höre zu oder es gibt kein Sandmännchen!“. Loben Sie Ihr Kind jedoch auch, wenn es etwas richtig verstanden und umgesetzt hat. Verwenden Sie wiederholende Redewendungen, wenn sich das Kind verschiedene Dinge einprägen soll. Die Sätze sollten immer mit der gleichen Phrase anfangen, damit das Kind bereits weiß, dass es nun etwas zum Merken gibt. Zudem hilft es oft mit Bildern zu arbeiten, wenn Sie das Gefühl haben, dass die normale Sprache gerade zu viel ist und die Sinne überreizt sind.

Struktur im Alltag

Viele Autisten brauchen eine feste Struktur, damit sie sich im Alltag gut zurechtfinden können. Ziehen Sie Ihr Kind zum Beispiel immer in der gleichen Reihenfolge an und aus, steigen Sie immer in der gleichen Tür beim Bus ein und haben Sie feste Essens-, Spiel- und Schlafzeiten. Eine hilfreiche Idee ist es, einen Tagesplaner anzufertigen und mithilfe von Bildern und einfachen Wörtern den Tagesablauf gut zu strukturieren. Lassen Sie dann das Kind jede erfolgreich absolvierte Aufgabe abstreichen und die nächste nennen. So lernt es Struktur und Ordnung in seinem Alltag zu bekommen, sodass daraus Routine und Gewohnheiten werden. Geben Sie Ihrem Kind jedoch auch Wahlmöglichkeiten (die blaue oder die gelbe Hose?) und helfen Sie, wenn es Entscheidungsschwierigkeiten hat (heute regnet es, eine helle Hose würde schnell schmutzig werden, nehmen wir die blaue). Später wird es unabhängiger entscheiden können.

Alles eine Frage der Zeit

Autistische Menschen nehmen die Welt ganz anders wahr, als wir. Aus diesem Grund brauchen sie viel länger, um Dinge zu erlernen, zu verarbeiten und zu verstehen, als andere Kinder. Nehmen Sie sich viel Zeit mit Ihrem Kind. Unterstützen Sie es beim Lernen, in dem Sie einfache Bilder und Regelmäßigkeiten einsetzen. Ein strukturierter Alltag mit festen Abläufen hilft dem Kind am meisten, deshalb sollte, auch wenn es mal schnell gehen muss, nicht von Gewohnheiten abgewichen werden.

Osteoporose ist ein Leiden, dass im Alter leider sehr häufig vorkommt. Das liegt daran, dass unsere Knochen irgendwann aufhören zu wachsen und es dann zu mehr Schwund, als neuem Wachstum kommen kann. Wenn Sie bereits von Osteoporose betroffen sind, wird es daher umso wichtiger, dass Sie sich gegen den Knochenschwund zur Wehr setzen und die Risiken eindämmen. Mit diesen Tipps sind Sie gut aufgstellt.

Kalzium und Vitamin D

Für gesunde Knochen benötigt Ihr Körper sowohl Kalzium, als auch Vitamin D. Das Kalzium dient dabei für den eigentlichen Aufbau der Knochen. Vitamin D wird allerdings für die korrekte Aufnahme von Kalzium benötigt. Um Vitamin D produzieren zu können, benötigt der Körper Sonne. In unseren Breitengraden haben daher sehr viele Menschen mit Vitamin D Mangel zu kämpfen. Aus diesem Grund ist es bei Osteoporose ratsam, sowohl Kalziumpräparate, als auch Vitamin D zu sich zu nehmen.

Informieren Sie sich vorher allerdings über die verschiedenen Präparate und welche gut vom Körper aufgenommen werden. Milchprodukte, Orangensaft, Spinat und Brokkoli liefern Ihnen ebenfalls viel Kalzium.

Training

Kalzium und Vitamin D alleine reichen natürlich nicht aus. Ihr Körper benötigt auch einen Anreiz, diese Stoffe für den Aufbau der Knochen zu verwenden. Aus diesem Grund sollten Sie für ausreichend Bewegung sorgen, die Ihre Knochen fordert. Dazu eignen sich z.B. Spaziergänge, Joggen und selbstverständlich Krafttraining. Schwimmen eignet sich leider nicht dazu, weil die Knochen dabei nur wenig Last zu tragen haben.
Bevor Sie mit dem Training beginnen, sollten Sie sich unbedingt bei Ihrem Arzt informieren, damit Sie sich keinen größeren Verletzungsrisiken aussetzen.

Verzichten Sie auf Zigaretten und Alkohol

Nikotin und Alkohl bedeuten den Tot für Ihre Knochen. Wenn Sie eines von beiden häufig zu sich nehmen, kann die Knochendichte jährlich um bis zu zwei Prozent abnehmen. In verbindung können es sogar bis zu acht Prozent werden. Bei starken Rauchern und Trinkern werden daher keinerlei Maßnahmen gegen die Osteoporose wirklich Wirkung zeigen.

Lassen Sie sich regelmäßig testen

Richtig problematisch wird Osteoporose erst, wenn Sie sich verletzen. Mit einer geringen Knochendichte kommt es nämlich wesentlich schneller zu Brüchen, als zuvor. Aus diesem Grund sollten Sie regelmäßig den Arzt aufsuchen und Ihre Knochendichte testen lassen. Ihr Arzt kann Ihnen mitteilen, wann es zu gefährlich für bestimmte Aktivitäten wird. Zudem wird er Sie mit weiteren wichtigen Informationen versorgen.

Osteoporose kann sehr unangenehm werden. Nehmen Sie diese Krankheit daher unebdingt ernst und befolgen Sie die Anweisungen Ihres Arztes. Gerade wenn Sie gerne Alkohol trinken, Rauchen und sich nicht viel bewegen, wird Ihnen das sicherlich schwer fallen. Allerdings kann diese Umstellung auch der Beginn eines viel schöneren Lebensabschnitts werden. Denn so wirklich gut fühlen tut man sich mit wenig Bewegung, viel Alkohol und jeder Menge Zigaretten auf dauer doch auch nicht.

Morbus Parkinson ist neben Demenz eine der häufigsten Krankheiten, an die Menschen zwischen 50 und 75 erkranken. Wie bei nahezu allen altersspezifischen Krankheiten, beginnt auch diese langsam und schleichend und wird unbehandelt schnell schlimmer. Der britische Arzt James Parkinson, nach dem die Krankheit benannt wurde, untersuchte zu Beginn des 19. Jahrhunderts die Krankheit zum ersten Mal genauer und charakterisierte in seiner Abhandlung „Über die Schüttellähmung“ die typischen Anzeichen von zitternden Gliedmaßen und versteiften Muskeln. Bisher gibt es noch keine Heilungs-, sondern nur Behandlungsmöglichkeiten, die ein Leben mit Parkinson ermöglichen. Genaueres über Ursachen und Behandlung der Krankheit erfahren Sie im folgenden Artikel.

 

Die Ursachen von Parkinson

Trotz laufenden Forschungen, sind bisher nicht die auslösenden Ursachen von Parkinson gefunden worden. Wissenschaftler vermuten, dass nicht nur eine, sondern verschiedene Umstände zum Ausbruch von Parkinson führen können.

Parkinson ist eine Erkrankung im zentralen Nervensystem und steht im engen Zusammenhang mit dem Botenstoff Dopamin, der, zusammen mit anderen Botenstoffen, an der Steuerung von Bewegungen im Nervensystem beteiligt ist. Die Nervenzellen kommunizieren über Synapsen (Schaltstellen) und über chemische Botenstoffe, wie Dopamin, die eine gewisse Reaktion hervorrufen möchten. Dopamin wird von speziellen Nervenzellen produziert, die in dem Teil des Gehirns liegen, das sich die schwarze Substanz nennt. Aufgrund von noch ungeklärten Ursachen, sterben nun diese Nervenzellen ab, wodurch folglich weniger Dopamin hergestellt wird. Neben Dopamin, sind auch andere Botenstoffe an der Bewegungsbildung beteiligt. Diese stehen in einem abgestimmten Gleichgewicht, damit die Nervenzellen die richtigen Befehle an Organe weitergeben. Ist nun die Konzentration von Dopamin aufgrund des Absterbens der produzierenden Nervenzellen geringer, verändert sich das Gleichgewicht der Bewegungsbotenstoffe. Wenn ungefähr 50 bis 60 Prozent der Zellen abgestorben sind, ist das Dopaminlevel so gering, dass es sich auf die Bewegungen auswirkt. Neben Dopamin vermuten Forscher auch, dass der Mangel an anderen Botenstoffen wie Serotonin oder Noradrenalin die Krankheit negativ beeinflussen kann.

In circa 80 Prozent der Fälle bricht die Krankheit ohne erkennbare Gründe aus, in einigen Fällen kann Parkinson auch vererbt werden. Zudem gehen Ärzte und Wissenschaftler davon aus, dass eine Belastung von Pestiziden und Schwermetallen zum Absterben von Nervenzellen führen können und damit Parkinson auslösen.

 

Typische Symptome

Die häufigsten Symptome sind Zittern, Muskelversteifungen, Störungen der Halte- und Stellreflexe und eine Verlangsamung der Bewegungen. Je nach Fortschreiten der Krankheit sind die Symptome unterschiedlich stark ausgeprägt und es können weitere Begleitsymptome auftreten.

Anfängliche Symptome

Wie bei den meisten Krankheiten, sind die ersten Symptome von Parkinson unspezifisch und erst das gleichzeitig und dauerhaft Auftreten mehrere Symptome lässt auf Parkinson schließen. Am Anfang sind Beschwerden wie Depressionen, stark Schulter- und Nackenschmerzen, Veränderungen der Handschrift, Bewegungseinschränkungen im Alltag (zum Beispiel beim Zähneputzen), Schweißausbrüche, Veränderungen der Sprache und der Mimik und Haltungsstörungen typisch. Treten mehrere dieser Symptome, besonders der motorischen Einschränkungen, gleichzeitig und über einen längeren Zeitraum auf, sollte schnell ein Facharzt aufgesucht werden, damit eine Diagnose gestellt und die Krankheit rechtzeitig behandelt werden kann.

 

Zittern

Das Zittern, auch Tremor genannte, beginnt langsam und verschlimmert sich stetig. Zunächst Zittern nur die Hände und nur im Ruhezustand, dabei kann es auch zu Aneinanderreibungen der Finger kommen. Später weitet sich das Zittern auch die Füße aus und auch bei aktiven Bewegungen. Im Schlaf verschwindet das Zittern komplett.

 

Muskelversteifungen

Die Muskelversteifungen sind nicht mit Lähmungserscheinungen zu verwechseln. Im Unterschied zu Lähmungen, können die Gliedmaßen bewegt werden, jedoch sind Bewegungen abgehackt und nicht fließend. Aus diesem Grund spricht man in Fachkreisen auch vom „Zahnradphänomen“, da die stockenden Bewegungen an einem Zahnrad erinnern. Muskelversteifungen beginnen meistens einseitig im Nacken-Schulter-Bereich und werden zunächst für Verspannungen gehalten.

 

Störungen der Bewegungsreflexe

Reflexe sind Teil des Bewegungs- und Balancesystems und werden durch einen spezifischen Reiz des Nervensystems ausgelöst. Sind nun Störungen im Nervensystem vorhanden, wirkt sich das auch auf die Reflexe aus. Bei Parkinsonpatienten sind besonders die Halte- und Stellreflexe betroffen, die bei einem gesunden Menschen für ausbalancierte Bewegungsabläufe sorgen. Somit wirken Parkinson-Erkrankte meist unsicher und es kann zu Stürzen bei der Ausführung von Bewegungen kommen.

 

Verlangsamung der Bewegungen

Ein weiteres typisches Symptom der Parkinson-Erkrankung sind verlangsamte Bewegungen. Normale Handlungen wie Aufstehen, Drehen oder Gehen können nur noch langsam ausgeführt werden und spontane motorische Reaktionen entfallen ganz. Die Haltung ist gebeugt, die Schritte werden kürzer und tippeliger und Richtungsänderungen bereiten Schwierigkeiten. Ferner nehmen auch Gesten und Mimik ab und das Gesicht des Patienten wirkt maskenhaft. Hinzukommen eine verlangsamte und monotone Sprache, Schwierigkeiten beim Schlucken und bei feinmotorischen Bewegungen.

 

Begleitende Symptome

Mit fortlaufender Krankheit treten Begleitsymptome auf, die aufgrund der Krankheit entstehen. Zu ihnen zählen Rückenschmerzen, Schlafstörungen und Depressionen, aber auch Geruchs- und Geschmacksstörungen, eine Probleme mit der Kontinenz und auch Demenz. Auch wenn die Parkinsonkrankheit medikamentös gut eingestellt ist, bleiben die Begleitsymptome nicht aus und müssen extra behandelt werden.

 

Therapiemöglichkeiten von Parkinson

Medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten

Parkinson ist nicht heilbar, allerdings sind mittlerweile gute Therapiemöglichkeiten entwickelt worden, die ein langes Leben mit Parkinson ermöglichen. Die medikamentöse Therapie zielt darauf ab, den abnehmenden Dopaminspiegel zu ergänzen, sodass im zentralen Nervensystem ein Gleichgewicht der Botenstoffe herrscht. Dabei werden zwei Medikamentengruppen unterschieden: Levodopa und Dopaminagonisten. Bei der ersten Gruppe handelt es sich um Medikamente, die eine Vorstufe des Dopamins sind und wie Dopamin im Nervensystem wirkt. Es hilft besonders gegen Muskelversteifungen und gegen das Zittern. Allerdings können nach einer Weile der Behandlung unberechenbare Bewegungen auftreten. Die Gruppe der Dopaminagonisten verstärken die Wirkung des vorhandenen Dopamins und verhindern Schwankungen des Wirkstoffspiegels. Neuere Medikamente müssen nur noch einmal am Tag eingenommen werden oder sind als Pflaster für die haut erhältlich, sodass der Wirkstoff über die Haut ins Blut und dann zum Nervensystem gelangt.

Daneben gibt es noch weitere Medikamente, die speziell auf die Beschwerden des Patienten eingehen, so sind diese auf das Zittern, die Muskelversteifung oder die Reflexe spezialisiert. Oft wird eine Kombination mehrerer Medikamente als Therapie angewendet.

 

Operativer Eingriff

Neben Medikamenten besteht auch die Möglichkeit einen operativen Eingriff am Gehirn vorzunehmen. Dabei werden Elektronen in bestimmten Hirnregionen gepflanzt, die durch gezielte Reizungen Beschwerden lindern.

Ein operativer Eingriff wird meistens erst angewandt, wenn eine medikamentöse Behandlung nicht mehr ausreicht. Zudem birgt eine OP am Gehirn immer Risiken.

 

Physiotherapeutische Maßnahmen

Um der Muskelversteifung und dem Zittern entgegenzuwirken und um die Beweglichkeit lange zu erhalten, müssen unbedingt physiotherapeutische Maßnahmen in die Behandlung aufgenommen werden. Dabei stehen Dehn-, Kraft- und Balancetraining genauso im Zentrum wie Entspannungsübungen. Zusätzlich hilft eine logopädische Behandlung gegen Sprach- und Schluckstörungen und die Ergotherapie bei der Bewältigung des Alltages.

 

 

Weitere Tipps für Parkinson-Erkrankte

Menschen, die an Parkinson leiden, brauchen keine spezielle Diät zu halten. Allerdings ist eine gesunde und ausgeglichene Ernährung immer gesundheitsfördernd und kann viel zur Verlangsamung von Begleitsymptomen beitragen. Wer stark am Tremor leidet, sollte auf eine ausreichende Zufuhr von Kalorien achten.

Da bei Parkinson eine fortschreitende Krankheit ist, könnte es durchaus sein, dass der Parkinsonpatient irgendwann zum Pflegefall wird. Aus diesem Grund sollten sich Betroffene und Angehörige frühzeitig um Pflegemaßnahmen und Beratungen kümmern.

Es gibt mittlerweile viele Selbsthilfegruppen, in denen sich Parkinsonpatienten austauschen und Tipps für den Alltag geben. Auch eine psychologische Unterstützung kann Patienten und Angehörigen helfen, mit der Krankheit zu leben.

 

Wenn Menschen älter werden, kann es natürlich sein, dass manche Aktivitäten dazu führen, das sie schneller außer Atem geraten, als in jungen Jahren. War man als junger Erwachsener eine Zeit lang nicht joggen, dann wird einem der Atem schließlich auch früher wegbleiben. In beiden Fällen liegt es daran, dass der Körper der Belastung nicht mehr so ganz gewachsen ist.

 

Gibt es allerdings auch ohne größere Belastungen Atembeschwerden, sollten Sie es nicht einfach nur auf das Alter schieben. Dahinter können sich nämlich auch eine Vielzahl von ernsthaften Beschwerden verbergen.

 

Ursachen von Atemproblemen

Wenn ältere Menschen verschiedene Medikamente nehmen müssen, kann dies der Grund dafür sein. Gehören derartige Beschwerden nicht zu den Neben- oder Wechselwirkungen, können verschiedene Erkrankungen, wie Asthma, Bronchitis, Herzfehler, Anämie, Sinus-Probleme, Erkältungen oder auch eine Lungenentzündung vorliegen.

 

Wann sollten Sie einen Arzt aufsuchen?

Sofort anrufen oder in die Notaufnahme fahren sollten Sie bei:

 

Plötzlichem Auftreten von schwerer Atemnot – Das kann ein Zeichen für eine ganze Reihe unterschiedlicher Erkrankungen sein. Daher sollte Sie unmittelbar einen Arzt aufsuchen.

 

Akuten Brustschmerzen – Diese können durch Herz- und Lungenprobleme entstehen und sollten daher ebenfalls nicht unterschätzt werden.

 

Fieber über 37,8°C – Fieber ist u.U. ein Anzeichen für eine schwere Infektion. Es kann sich z.B. um eine Lungenentzündung handeln, und somit besonders im hohen Alter eine große Gefahr darstellen.

 

Den Doktor anrufen, sobald er geöffnet hat sollten Sie bei:

 

Erhöhter Atemnot bei Aktivitäten – Kann ein Zeichen von Herz- oder Lungenproblemen sein.

 

Anhaltendem Husten – Besonders wenn sich dabei die Farbe des Sputums verändert.

 

Blutigem Husten – auch kleine Mengen sollten dem Arzt berichtet werden, da es ein Zeichen für Krebs oder andere Probleme sein kann.

 

Änderung des Atems im Schlaf – Schnarchen oder längere Atemaussetzer können besonders bei übergewichtigen Menschen ein Zeichen für Schlafapnoe sein.

 

Schluckbeschwerden – Bei Schluckbeschwerden kann es vorkommen, dass Speisestücke in die Atemrühre gelangen. Das wiederrum kann zu Lungenproblemen und Entzündungen führen.

 

Nehmen Sie Atemprobleme bei alten Menschen stets ernst und kontaktieren Sie Ihren Arzt besser einmal zu viel, als einmal zu wenig. Sie können damit Leben retten.