Altersschwerhörigkeit erkennen und behandeln

Die altersbedingte Schwerhörigkeit ist ein schleichender Prozess. Der Satz „Oma hört nur das, was sie hören will“ beschreibt die eigentliche Problematik recht gut. Denn zunächst ist kein dauerhaftes Manko erkennbar. Nur gelegentlich bekommt der Betroffene etwas nicht mit, „überhört“, dass er angesprochen wurde oder kann einem Gespräch nicht folgen – vor allem in großen Gruppen und bei lauten Hintergrundgeräuschen. Er selbst nimmt seine zunehmende Hörschwäche oft gar nicht als solche wahr, fühlt sich aber in einer Gruppe oder in der Familie beim Gespräch überfordert. Das kann dazu führen, dass er sich zurückzieht, sich selbst isoliert und im schlimmsten Fall sogar depressiv wird.

Mögliche Anzeichen einer beginnenden Altersschwerhörigkeit

  • Gehäufte Nachfrage, was gesagt wurde
  • Probleme beim Telefongespräch
  • Schnelle Ermüdung während eines Gespräches (aufgrund erhöhter Anforderungen an die Konzentration)
  • Probleme, in einer Gruppe dem Gesagten zu folgen
  • Rückzug des Betroffenen
  • Charakterliche Veränderungen

Sollten Sie eines oder mehrere dieser Anzeichen bei einem Angehörigen bemerken, sollten Sie ihn dazu bewegen, sich einem Hörtest beim Arzt zu unterziehen.

Ursachen der Altersschwerhörigkeit

Als Ursachen kommen sowohl eine genetische Disposition als auch Grunderkrankungen des Betroffenen in Frage. Des Weiteren kann auch der frühere Lebenswandel mitverantwortlich sein, vor allem der langjährige Genuss von Alkohol, Drogen und Nikotin. Die Altersschwerhörigkeit entsteht in der Regel durch eine Kombination verschiedener Einflussfaktoren. Häufig beteiligt sind unter anderem:

  • Kreislauferkrankungen (Bluthochdruck)
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit)
  • Durchblutungsstörungen
  • Herzerkrankungen
  • Langjährige Lärmbelastung
  • Genetische Disposition

Die Hörfähigkeit ist zudem der jeweiligen Tagesform geschuldet. Je gestresster und angespannter der Organismus ist, desto mehr leidet die Hörfähigkeit. Ein weiteres Kriterium ist die Tonlage, in der gesprochen wird: Der Verlust der Hörfähigkeit beginnt mit den höheren Tonlagen und weitet sich im Lauf der Zeit auf die Mittel-und Tieftonlagen aus.

Hilfe bei Vorliegen einer Altersschwerhörigkeit

Die Altersschwerhörigkeit ist unumkehrbar – doch mit Hilfe eines gut angepassten Hörgerätes kann der Betroffene wieder normal am Leben teilnehmen. Für die Auswahl des richtigen Gerätes sind die individuellen Bedürfnisse des Betroffenen ausschlaggebend. Eine ausführliche Beratung beim Hörgeräteakustiker erspart hier viel Ärger und unnötige Kosten.

 

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