Bild pflegemarketing.org Junge Frau im Rollstuhl wird von Mutter geschoben

Angehörige pflegen: So bleiben Sie fit und bei Laune

Als pflegender Angehöriger vollbringen Sie jeden Tag eine große Leistung – vielleicht sogar im Verborgenen, weil es Ihnen nicht leicht fällt, mit Freunden und Familienangehörigen über die körperlichen und seelischen Belastungen zu sprechen, die diese Aufgabe mit sich bringt. Häufig mischen sich in das Gefühl der Erschöpfung auch noch Zukunfts-, Verlust- und Versagensängste, aggressive Emotionen und in der Folge Schuldgefühle. Möglicherweise haben Sie das Gefühl, sich aufzureiben, ohne dass jemand Ihnen Ihren Einsatz danken würde. Oft machen sich Beschwerden wie Schlaflosigkeit, Kopfschmerzen, Konzentrationsschwierigkeiten, Verdauungs- und Herzprobleme bemerkbar.

Denken Sie jedoch daran: Nur wenn Sie selbst stabil und gesund bleiben, sind Sie in der Lage, in angemessenem Umfang für Ihr pflegebedürftiges Familienmitglied da zu sein! Es ist deshalb wesentlich, dass Sie genügend Zeit für sich selbst einplanen und diese sinnvoll nutzen, um neue Kraft und Energie zu tanken.

Akzeptieren Sie negative Gefühle

Zunächst sollten Sie sich klarmachen, was Sie manchmal rund um die Uhr leisten. Dazu gehört auch, negative Gefühle zu akzeptieren – all diese Empfindungen sind normal und der außerordentlichen seelischen Belastung geschuldet, der pflegende Angehörige permanent ausgesetzt ist. Versuchen Sie, die Ursache für negative Gefühle ausfindig zu machen und überlegen Sie, wie Sie ihnen in Zukunft vorbeugen können.

Gönnen Sie sich eine Auszeit

Gerade Frauen treten auch heute noch oft in die Denkfalle, es sei egoistisch, sich seinen eigenen Interessen zu widmen, statt sich voll und ganz anderen Menschen zuzuwenden. Versuchen Sie, diese Vorstellung zu überwinden, denn das pausenlose Da-Sein für andere kann jeden Menschen an den Rand seiner Kräfte bringen. Pflegen Sie Ihre Freundschaften oder – falls diese bereits unter der Situation gelitten haben – versuchen Sie, sie wieder aufleben zu lassen. In Ihrer Lage ist es wichtig, dass Sie unbeschwerte Zeit mit Menschen verbringen, die Sie auf andere Gedanken bringen können.

Lernen Sie zu delegieren

Viele Aufgaben lassen sich auf mehrere Menschen verteilen. Selbst wenn Ihr Angehöriger nicht mehr alleine gelassen werden kann, gibt es Wege, wie Sie die Beaufsichtigung mit anderen teilen können: Mobile Pflegedienste, Haushaltshilfen oder ehrenamtliche Helfer können Sie zumindest stundenweise entlasten.

Suchen Sie sich eine Selbsthilfegruppe

Der Austausch mit Menschen, denen es ähnlich geht wie Ihnen, kann enorm entlastend sein. Angehörigen-Selbsthilfegruppen sind ein guter Weg, um „Leidensgenossen“ kennenzulernen. Falls es in Ihrer näheren Umgebung keine solche Gruppe existiert und Sie selbst nicht besonders mobil sind, bieten sich Internet-Selbsthilfegruppen und -foren an.
 

Interessante Links

Zum Internetauftritt für Pflegedienste.
Wir machen Pflegemarketing für Sie.
Mehr zum Thema Pflege lesen. Jetzt um Pflegemagazin.
Mehr zum PSG II.
Offene Fragen? Jetzt Kontakt aufnehmen.