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Außerklinische Intensivpflege – Was bedeutet das?

Außerklinische Intensivpflege – Was bedeutet das? Fällt das Stichwort “Intensivpflege”, denkt jeder zunächst an eine Intensivstation im Krankenhaus. Dies ist jedoch nicht ausschließlich der Fall. Menschen können aus ganz unterschiedlichen Krankheitsbildern Intensivpflege benötigen. Wobei wir alle grundlegend hoffen gesund leben zu können.

Menschen mit bestimmten degenerativen Krankheitsbildern, beispielsweise ALS (Amyothrophe Lateralsklerose) benötigen eine sehr spezielle Intensivpflege. Diese Krankheit jedoch erfordert nicht ausschließlich die Betreuung auf einer Intensivstation. Der Patient hat die Möglichkeit zu Hause zu leben, oder aber in speziellen Pflegeeinrichtungen. Zu Hause würde er dann im Rahmen eines Pflegedienstes betreut werden. In der Regel mit der Pflegestufe 3 und besten Falls bewilligen die Krankenkassen eine 24h-Pflege. Dies wäre für eine optimale Betreuung ein deutlicher Vorteil, benötigt aber oftmals eine gute Kommunikation mit den Kostenträgern in der Regel dem MDK (Medizinischen Dienst der Krankenkasse).

Wir sprechen nicht unbedingt von Intensivpflege, aber von einer besonderen Pflege bei Menschen mit einem palliativen Krankheitsverlauf. Da dies eine besondere Arbeitsweise voraussetzt, werde ich in einem gesonderten Artikel darüber berichten.

Durch meine Arbeit in einer neurologischen Rehabilitationsklinik begegnen mir Menschen, die durch ein plötzliches Akutereignis – nach einem langen Rehabilitationsweg auf Intensivpflege angewiesen sein können. Dazu zählen beispielsweise schwere Schädel-Hirn-Verletzungen durch Unfälle, schwere Verläufe nach einem Schlaganfall oder beinahe Ertrinkungsunfälle.

Nach einem langen Rehabilitationsverlauf steht am Ende der Rehabilitation die Frage: Wo kann der nun schwerbehinderte Menschen leben?

Um diese Frage beantworten zu können, sind intensive Gespräche mit den Angehörigen notwendig. Besteht die Möglichkeit der Betreuung Zuhause mithilfe eines Intensivpflegedienstes oder aber soll eine geeignete Einrichtung im häuslichen Umfeld gesucht werden. Alle diese Stichpunkte werden im multiprofessionellen Team besprochen und dann zu einer optimalen Lösung zusammengefasst.

 

Außerklinische Intensivpflegedienste gibt es deutschlandweit. Sie verfügen über speziell geschulte Mitarbeiter. In der Regel mit einer Fachweiterbildung zur Anästhesie und Intensivpflege. Außerdem stellen diese den Kontakt zu Sanitätshäusern her, um den Patienten optimal zu versorgen.

Aufgaben des Pflegedienstes können sein:

  • Überwachung der vitalen Paramenter (Blutdruck, Sauerstoffsättigung)
  • Umgang mit medizinisch notwendigen Geräten (Heimbeatmung, Ernährungspumpe)
  • Gabe von Medikamenten
  • Legen von Magensonden
  • Körperpflege
  • Wundversorgung
  • ärztliche Anordungen ausführen
  • psychologische Betreuung von Patienten und Angehörigen
  • Sterbebegleitung

Ein ganz entscheidender Vorteil bei der Betreuung eines betroffenen Menschen Zuhause ist das gewohnte Umfeld. Der Patient erlebt eine gewisse Sicherheit und Geborgenheit, da er seine nächsten Angehörigen unmittelbar bei sich hat.
 

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