Barrierefrei wohnen und zu Hause alt werden

Barrierefrei wohnen und zu Hause alt werden

Wer sein Haus oder seine Wohnung für das Alter barrierefrei umrüsten kann, hat die Möglichkeit auch im Alter selbstbestimmt in den eigenen vier Wänden zu wohnen und seinen Alltag selber zu bestimmen. Für viele ältere Menschen ist der Verbleib in der eigenen Wohnung sehr wichtig, denn das Gefühl von Geborgenheit und Zuversicht spielt eine enorme Rolle, um sich auch im Alter wertvoll zu fühlen.

Natürlich bieten Kommunen und auch Städte bereits barrierefreie Wohneinrichtungen an, die entsprechend die Wünsche und Bedürfnisse der Bewohner umsetzen. Wer jedoch nicht aus seinen eigenen vier Wänden weg möchte oder im Alter einen Umzug nicht mehr vornehmen will, der kann seine eigenen vier Wände so umbauen und gestalten, dass ein barrierefreies Wohnen möglich ist.

Was heißt barrierefrei Wohnen und zu Hause alt werden?

In Deutschland sind nur wenige Wohnungen wirklich für das Alter ausgelegt. Gerade einmal 4% sind wirklich barrierefrei und für das Wohnen im Alter gedacht. Doch was ist barrierefreies Wohnen eigentlich und wie genau wird es von den Gesetzen definiert. Der § 4 des BGB definiert den Begriff „barrierefrei“ wie folgt:

„Barrierefrei sind bauliche und sonstige Anlagen, Verkehrsmittel, technische Gebrauchsgegenstände, Systeme der Informationsverarbeitung, akustische und visuelle Informationsquellen und Kommunikationseinrichtungen sowie andere gestaltete Lebensbereiche, wenn sie für behinderte Menschen in der allgemein üblichen Weise, ohne besondere Erschwernis und grundsätzlich ohne fremde Hilfe zugänglich und nutzbar sind.“

Im Alter ein selbstbestimmtes Leben führen

Für ältere Menschen bedeutet diese Definition, dass sie sich auch im Alter ein selbstbestimmtes Leben leisten können. Es ist möglich sich in der eigenen Wohnung frei zu bewegen. Dadurch entsteht ein Stück Lebensfreiheit. Im welchen Maße einen Wohnung barrierefrei sein muss und wie die baulichen Maßnahmen dazu aussehen, ist anhand der DIN-Norm 18040-2(Barrierefreies Bauen – Planungsgrundlagen – Teil 2: Wohnungen) geregelt. Diese DIN -Norm löst die beiden Vorgängernormen 18025-1 (Wohnungen für Rollstuhlbenutzer) und 18025-2 (Barrierefreie Wohnungen) ab. Wer sich also die zahlreichen baulichen Aspekte anschauen will, sollte diese DIN-Normen berücksichtigen und in die Bebauung mit einbinden.

Was ist bei der Umsetzung des barrierefrei wohnen und zu Hause alt werden zu beachten

Ist das barrierefreie Wohnen wirklich angedacht, so sollten verschiedene Aspekte berücksichtigt werden. Natürlich spielen die Pflegegrade eine enorme Rolle, denn je nach Pflegegrad sind verschiedene Möbelstücke und Beförderungsmittel anzuschaffen. Demnach sollten vor allem Wohnbereiche und das Badezimmer entsprechend umgerüstet werden.

Barrierefrei Wohnen und zu Hause alt werden ist also mit zahlreichen Aspekten verbunden. Die Betrachtung des Schlaf und Wohnbereiches sollte entsprechend genauer vorgenommen werden, denn hier ist Platz zu schaffen. Pflegebetten und andere Möbelstücke müssen leicht erreichbar sein und es muss für eventuelles Pflegepersonal ausreichend Platz zur Verfügung stehen. Türrahmen und Türdurchgänge sind zu erweitern, damit Rollstühle und Gehhilfen entsprechend zu verwenden sind.

Das Badezimmer barrierefrei umbauen

Das Badezimmer ist ein besonderer Raum, der zahlreiche Umbauten mit sich bringt. Duschen müssen ebenerdig sein und leicht zu erreichen. Zudem muss ausreichend Platz in der Dusche vorhanden sein, damit das spätere Pflegepersonal ausreichend agieren kann. Badewannen sind entsprechend zu entfernen oder aber ebenfalls so umzubauen, dass sie ohne eine Stufe oder ein Hindernis erreicht werden können.

Die Toilette ist mit einer Sitzerhöhung auszustatten und natürlich mit entsprechenden Haltegriffen. Weitere Umbaumaßnahmen sind entsprechend der Baustruktur anzupassen. Sind beispielsweise Treppen im Haus inbegriffen ist ein entsprechender Treppenlift nötig, um diese Hürde auch im Alter überwinden zu können. Natürlich muss auch der Eingangsbereich entsprechend barrierefrei erreichtet oder Umgebaut werden.

Barrierefrei wohnen und zu Hause alt werden – Wer darf Wohnräume anpassen?

Grundlegend kann jeder Bewohner seinen Wohnraum selber gestalten, egal ob im eigens gebauten Haus oder in einer Mietwohnung. Zu diesen Veränderungen gehören auch bauliche Maßnahmen um einen Wohnraum barrierefrei zu gestalten. Das sagen die Gesetze § 554a, Abs. 1, Satz 1 des Bürgerlichen Gesetzbuchs (BGB) aus. Um eine Veränderung in einer Mietwohnung vornehmen zu können ist die Zustimmung des Vermieters einzuholen. In den meisten Fällen gibt es in diesem Zusammenhang keine Probleme.

Wie kann man das Umbauen der Wohnungen finanzieren?

Natürlich ist der Umbau um barrierefrei wohnen und zu Hause alt werden zu können nicht zwangsläufig vollständig selber zu finanzieren. Es gibt für Hausbesitzer und auch für Mieter Finanzierungsmöglichkeiten. Eine Möglichkeit bietet die KfW Bank an. Diese gibt unterschiedliche Kredite zu günstigen Konditionen, um den Umbau zu ermöglichen.

Auch die Pflegekasse greift Menschen unter die Arme, wenn ein Umbau nötig ist. Hierfür sind jedoch verschiedene Richtlinien zu beachten. Zu diesen Richtlinien gehören Raumgrößen und natürlich auch verschiedene andere Aspekte. Wer sich also für einen Umbau entscheiden sollte weil das barrierefrei Wohnen und zu Hause alt werden angedacht sind, sollte sich bei der Pflegekasse entsprechend informieren.

Bei Mietern übernehmen teilweise die Vermieter die Kosten, denn durch den Umbau wird eine längere Vermietung der Objekte ermöglicht, was natürlich für Vermieter ein Vorteil ist.

Informationen vor dem Umbau einzuholen ist also mehr als sinnvoll und sollte berücksichtigt werden.

Das Fazit zum Thema Barrierefrei wohnen und zu Hause alt werden

Barrierefrei wohnen und zu Hause alt werden ist für viele Pflegebedürftige und Senioren eine Alternative zum Seniorenheim. Ist ein bestimmter Pflegegrad vorhanden, kann auch finanziell mit diversen Zuschüssen gerechnet werden.

 

 

 

 

 

 

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