Demenz frühzeitig erkennen – sechs Warnzeichen

Wem passiert das nicht gelegentlich? Auf dem Weg vom Wohnzimmer in die Küche vergisst man, was man dort eigentlich wollte. Man begegnet nach Jahren einem früheren Kollegen und kommt partout nicht auf seinen Namen. Oder der Autoschlüssel, der sonst immer auf dem Tisch im Flur liegt, ist plötzlich unauffindbar. Das ist völlig normal und noch kein Grund zur Sorge.

Mit zunehmendem Alter steigt die Gefahr, an Demenz zu erkranken. Heute sind es bereits rund 7 % der über 65-Jährigen, die dieses Schicksal ereilt hat. Auch hier ist Früherkennung wichtig, nicht zuletzt da es unterschiedliche, zum Teil heilbare Formen der Demenzerkrankung gibt. Welche Ursachen einer Demenz zugrunde liegen können und auf welche Frühwarnzeichen Sie achten sollten, erfahren Sie im folgenden Überblick.

Ursachen und Chancen

  • Die sogenannte vaskuläre Demenz hat ihren Ursprung in einer Mangeldurchblutung des Gehirns, was zu einer Reihe kleiner Schlaganfälle führen kann. Durch die Ursachenbehandlung kann ein Fortschreiten der Demenz gestoppt werden.
  • Demenz kann unter anderem durch bestimmte Medikamente, durch eine Erkrankung der Schilddrüse, aber auch durch eine Depression ausgelöst werden. In diesen Fällen bestehen gute Heilungschancen.
  • Die „klassische“ und häufigste Form ist die Alzheimer-Demenz. Sie wird durch Proteinablagerungen ausgelöst, die nach und nach die Nervenzellen im Gehirn zerstören. Diese Demenz ist nicht heilbar, doch kann ihr Fortschreiten durch eine medikamentöse Behandlung bei gleichzeitiger Förderung des Patienten zumindest verlangsamt werden.

Sechs Frühwarnzeichen

  1. Der Betroffene ist auffallend vergesslich. Nicht erinnerte Verabredungen, wiederholtes Erzählen derselben Dinge, Verlegen von Gegenständen, der eingeschaltete Herd … All das sind Vorkommnisse, die gehäuft auftreten.
  2. Es kommt zu Orientierungsschwierigkeiten in an sich bekannter Umgebung.
  3. Sprachliche Probleme machen sich durch Wortfindungsschwierigkeiten bemerkbar. Außerdem fällt es dem Betroffenen schwer, einem Gespräch zu folgen.
  4. Mehrschrittige Tätigkeiten wie Essenkochen, Autofahren oder die Bedienung eines Gerätes machen plötzlich Mühe.
  5. Es findet eine Persönlichkeitsveränderung statt. Der Betroffene ist leicht reizbar, unruhig und leidet unter Stimmungsschwankungen.
  6. Es kommt bei unerwartet auftretenden Ereignissen wie dem Überkochen des Essens oder dem Auslaufen der Waschmaschine zur Überforderung. Der Betroffene weiß nicht, was er tun soll.

Die Angst vor einer Demenz-Diagnose führt dazu, dass sich Betroffene zunächst häufig einer medizinischen Untersuchung verweigern. Ermutigen Sie deshalb Ihren Angehörigen zum Arztbesuch.

 

Interessante Links

Zum Internetauftritt für Pflegedienste.
Wir machen Pflegemarketing für Sie.
Mehr zum Thema Pflege lesen. Jetzt um Pflegemagazin.
Mehr zum PSG II.
Offene Fragen? Jetzt Kontakt aufnehmen.