Homöopathie

Der Alte Mensch im Nachtdienst

“Ich bin Dauernachtwache in einer Pflegeeinrichtung”. Bei diesem Satz denkt man ganz leicht – nachts schlafen die Bewohner und es scheint ein entspannter Dienst zu sein.

Doch aus eigener Erfahrung weiß ich, dass dies nicht unbedingt der Fall sein muss. Alte Menschen haben häufig Schwierigkeiten mit dem Schlaf-Wachrhythmus. Häufig benötigen ältere Menschen weniger Schlaf. Sie sind unruhig, ungewohnte Geräusche stören den Schlaf. Die Nachtwache muss zwangsläufig Kontrollgänge durchführen, um sicherzugehen, dass es allen Bewohnern gut geht. Auch der nächtliche Rundgang sorgt für zusätzliche Störungen im Schlaf.

Oftmals sind nachts alte Menschen ruhelos, sie laufen auf den Gängen um her, suchen das Gespräch, melden sich häufig über die Rufanlage. Es ist unheimlich schwierig den Bedürfnissen der Bewohner im Nachtdienst gerecht zu werden, da viele Arbeitsabläufe, die tagsüber nicht absolviert werden, konnten in den Nachtdienst verlagert wurden und der Arbeitsaufwand nachts extrem hoch. Der Betreuungsschlüssel ist dabei sehr minimal und oftmals unzureichend. Hinzu kommen noch nicht planbare gesundheitliche Veränderungen der Bewohner.

Häufig helfen bei Ruhelosigkeit ganz einfache Handlungen:

  • nochmals Umlagern bei Bewegungseingeschränkten Patienten
  • Wechsel des Inkontinenzmaterials falls notwendig
  • Gespräche führen
  • Getränke reichen
  • Ruhe ausstrahlen
  • Lavendel-Öl im Raum aufstellen
  • sanfte Musik
  • Kirschkernkissen
  • angenehme Raumluft

Die ausführliche Biografie zur Heimaufnahme wird auch nochmals Auskunft über mögliche Probleme oder Vorlieben zu den Schlafgewohnheiten des alten Menschen geben. Erfüllung von Bedürfnissen, um optimal schlafen zu können, sind dabei von großer Bedeutung.

Darüber hinaus gibt es noch die Möglichkeiten einem Bewohner medikamentös beim Schlafen zu unterstützen. Wichtig sind immer wiederkehrende Abläufe an denen sich Bewohner auch nachts orientieren können.

 

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