Der Pflegefall in der Familie

Wenn ein Familienmitglied zum Pflegefall wird, ist dies meist ein großer Schock für die Familie. Vieles wird sich nun ändern, Gewohnheiten und Traditionen müssen beendete oder verändert werden und meistens kommt auch noch eine finanzielle Belastung hinzu. Es mag für die Erwachsenen schwer sein, besonders am Anfang, wenn man noch nicht die Erfahrung hat, alles unter einem Hut zu bekommen. Doch auch für die Jüngsten in der Familie ist der veränderte Lebensumstand eine Herausforderung, denn je jünger die Kinder sind, desto schwerer begreifen sie die Konsequenzen.

 

Seien Sie von Anfang an offen

Wichtig ist es, von Anfang an mit Ihren Kindern über die Krankheit oder die plötzliche Pflegesituation offen zu reden. Wenn es abzusehen ist, dass Oma oder Opa bald nicht mehr wirklich selbstständig sind und sich körperlich wie auch psychisch verändern werden, dann sollten Sie früh genug mit ihren Kindern darüber sprechen. In den meisten Fällen haben Kinder ein sehr enges Verhältnis zu ihren Großeltern und wollen aus diesem Grund auch am Leben von Oma und Opa teilhaben. Zudem könne sie sich länger darauf vorbereiten, dass bald alles anders werden wird und bewusst noch die alte Zeit genießen.
Es hilft weder Ihnen noch Ihren Jüngsten, wenn Sie eine Ausrede erfinden, warum die regelmäßigen zwei Wochen Oma-Urlaub jetzt ausfallen oder warum der Schrebergarten abgeben werden muss.

 

Regelmäßig Besuche

Die Jugend hält jung! Und auch wenn die Beziehung zu den Enkeln wegen der Pflegebedürftigkeit nun anders ist, heißt das nicht, dass nicht beide, Enkel und Oma/ Opa sich gerne sehen würden und Zeit mit einander verbringen wollen. Natürlich ist es durchaus verständlich, wenn Sie möchten, dass das Kind seine Großeltern so in Erinnerung behalten soll, wie sie die meisten Zeit zusammen verbracht haben. Aber ein plötzlicher Kontaktabbruch traurig. Auch im Pflegefall profitieren beide Seiten noch von einander, besonders, wenn die Psyche der Pflegeperson noch top ist. Zudem kann Liebe und Zuneigung viel bewirken, auch bei starken Krankheitsfällen.

 

Traditionen ändern

„Bei Oma wird das aber immer so gemacht“ oder „Am schönsten bei Opa ist immer“ sind so typische Sätze von Kindern, die eine enge Beziehung zu ihren Großeltern haben und regelmäßig Zeit mit ihnen verbringen. Das muss sich mit dem Eintritt in die Pflegebedürftigkeit nicht unbedingt ändern, nur die Gewohnheiten und Traditionen müssen sich ändern. Statt Urlaub bei Opa, kommt der Opa nun vielleicht für ein paar Tage nach Hause und man spielt dort Karten, liest zusammen oder macht einen Ausflug. Wenn Oma immer früher Marmelade gekocht hat, wird der Spieß einfach einmal umgedreht. Gehen Sie mit Ihrem Kind los, sammeln Sie Obst und kochen Sie es zusammen ein. Dann kann der Kleine ganz stolz seiner Oma ein Glas mitbringen.

Im Härtefall

Natürlich kommen auch Härtefälle, wie plötzliche Unfälle oder Herzinfarkte vor, nach denen die Großeltern nicht mehr das sind, was sie einmal waren. Hier müssen Sie natürlich zum Wohle des Kindes entscheiden und was es psychisch erträgt. Bedenken Sie jedoch, dass Kinder oft stärker sind als man denkt und dass jeder einer geliebten Person Lebewohl sagen möchte, wenn es noch möglich ist.
 

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