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Ein unbeliebtes, aber notwendiges Thema: das Testament

Es fällt vielen Menschen schwer, sich mit dem eigenen Tod oder dem eines Angehörigen zu befassen. So ist es nicht verwunderlich, dass oftmals auch die Abfassung eines Testaments immer wieder hinausgeschoben wird. Man hat ja noch so viel Zeit, um sich darüber Gedanken zu machen …

Dies kann jedoch schnell zu erheblichen Problemen führen. Der Gesetzgeber hat eindeutige Regelungen zugrunde gelegt, unter welchen Voraussetzungen ein Testament Gültigkeit hat. Wenn nun bei einem Ihrer Angehörigen Demenz diagnostiziert wurde, bleibt oft nicht mehr viel Zeit, um die Gültigkeit ohne weiteres sicherzustellen. Was es in diesem Fall zu beachten gilt, erfahren Sie hier.

Voraussetzungen für ein rechtsgültiges Testament

Ein Testament stellt ein „höchstpersönliches Rechtsgeschäft“ dar. Das bedeutet, dass sich der Verfasser weder von einem Betreuer, noch einem Angehörigen oder von einem Gericht bei der Abfassung vertreten lassen kann. In trockenem Amtsdeutsch heißt es: Der Verfasser muss zum Zeitpunkt der Erstellung testierfähig sein. Das heißt, er muss die Tragweite seiner testamentarischen Entscheidungen in Bezug auf seine persönlichen und wirtschaftlichen Verhältnisse überblicken können.

Die Abfassung eines Testaments

Es stehen zwei Möglichkeiten zur Abfassung eines wirksamen Testaments zur Wahl.

  • Das „öffentliche Testament“

Ein Notar berät in diesem Fall hinsichtlich Form und Inhalt des Testaments. So können Sie sicher sein, dass das Testament korrekt formuliert und rechtlich nicht anfechtbar ist. Der Notar ist verpflichtet, den Erblasser über die rechtlichen Konsequenzen zu informieren und die Sachlage zu klären. So können – gerade im Falle mehrerer Erbberechtigter – alle Möglichkeiten beleuchtet werden.

 

  • Das handschriftliche Testament

Hierfür gelten nur wenige, aber wichtige Regeln. Dieses Testament muss handschriftlich niedergelegt werden, darf also nicht mit dem PC oder der Schreibmaschine geschrieben werden. Es muss des Weiteren Datum und Ort der Niederschrift enthalten sowie mit dem vollen Namen des Erblassers unterzeichnet sein. Änderungen sind jederzeit möglich. Aber auch für diese gilt, dass immer das aktuelle Datum und die erneute Unterschrift enthalten sein müssen. Man kann dieses Testament sowohl in der persönlichen Dokumentenmappe als auch beim Anwalt oder Notar hinterlegen – es muss im Todesfall lediglich auffindbar sein.

Zur Absicherung

Um eventuellen Anfechtungen des Testaments durch Erbberechtigte im Falle einer diagnostizierten Demenz des Erblassers zu entgehen, sollte dem Testament ein ärztliches Attest beigefügt sein. In diesem wird dem Erblasser seine Geschäfts- und Testierfähigkeit zum Zeitpunkt der Abfassung des Testaments bescheinigt.
 

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