Erreichbarkeit in der Freizeit

Die Erreichbarkeit in der Freizeit und vor allem an Festtagen ist gerade für eingespannte Berufstätige schwierig. Die Weihnachtstage gehören zu den wenigen Festtage im Jahr, in denen man sich ausschließlich der Familie widmen sollte. Trotzdem war laut einer Umfrage die Mehrheit der arbeitenden Bevölkerung für ihr Unternehmen, ihren Chef oder für die Mitarbeiter auch an Weihnachten erreichbar. Viele sehen es als Pflicht ständig erreichbar zu sein, andere sind sogenannten „Workaholics“ und arbeiten selbst an den Festtagen und bei wieder anderen wird vom Arbeitgeber erwartet, auch während der freien Tage sich ein bisschen Zeit für den Job zu nehmen, weil zum Beispiel der Jahresabschluss noch nicht ganz stimmt.

Urlaubszeit beachten

Generell darf jedoch in der offiziellen Urlaubszeit nicht gearbeitet werden und damit muss der Arbeitnehmer in seiner freien Zeit auch nicht für seinen Vorgesetzten erreichbar sein. Laut Arbeitsrecht zählen dazu auch die Wochenenden, beziehungsweise die vereinbarten freien Tage in der Woche. Einige Arbeitsverträge enthalten jedoch Absätze, in denen eine Erreichbarkeit im Urlaub und in der Freizeit vereinbart wird. Allerdings sind diese nicht rechtmäßig, denn nach deutschem Arbeitsrecht steht jedem Berufstätigen mindestens zwanzig Tage im Jahr Urlaub zu, in der er von der Arbeit entbunden sein muss. Eine Ausnahme gilt für alle zusätzlichen Urlaubstage, die vom Arbeitgeber genehmigt werden, für diese kann ein Anspruch der telefonischen und elektronischen Erreichbarkeit eingefordert werden, solange zwanzig Urlaubstage im Jahr ohne Erreichbarkeitspflicht bleiben. Unter besonderen Umständen gelten natürlich Ausnahmeregelungen. Wenn zum Beispiel der Mitarbeiter, der Kenntnisse über wichtige Daten oder Passwörter verfügt im Urlaub ist und keinen der anwesenden Kollegen über die Daten in Kenntnis gesetzt hat, darf dieser auch im Urlaub angerufen werden.

Urlaubszeit ist fix, oder?

Auch wenn sich die Auftragslage für das Unternehmen ändert, darf der Arbeitgeber nicht willkürlich über die Freizeit und den Urlaub seiner Mitarbeiter verfügen. Eine Verschiebung von Urlaubstagen ist nur im beiderseitigen Einverständnis erlaubt. Der Angestellte könnte sogar von seinem Arbeitgeber erwarten, die Kosten für die Umbuchung seines Urlaubs zu übernehmen, dies ist jedoch kein offizielles Recht, sondern eher ein beiderseitiges Entgegenkommen. Viele Berufstätige verschieben ihren Urlaub jedoch freiwillig, aus persönlichem Interesse am Projekt oder weil Sie um ihren Arbeitsplatz fürchten.

Jedoch gibt es auch Ausnahmen in der Rechtslage der freien Zeit. So gelten zum Beispiel für alle Berufen, die mit einem Bereitschaftsdienst verbunden sind, Sonderregelungen. Denn auch wenn der Angestellte keinen Bereitschaftsdienst hat, darf er von seinem Vorgesetzen in Notfällen angerufen werden, um zum Beispiel eine plötzlich ausgefallene Person zu ersetzen oder wenn ein unerwarteter, aber dringender Einsatz vorliegt. Hierfür gibt es jedoch genaue Regelungen des Ausgleiches.

Fürhungskräfte sind öfter „on-line“

Auffällig ist, dass besonders viele Führungskräfte und leitende Angestellte in ihrem Urlaub und selbst während der Weihnachtsfeiertage von zu Hause aus arbeiten. Natürlich gibt es wichtige Angelegenheiten, die noch vor dem Jahreswechsel erledigt werden sollten. Wenn diese jedoch nicht dringend notwendig sind, sollte man die zusätzliche freie Zeit zur Erholung vom Jahr nutzen.

Nehmen Sie sich also die freie Zeit der Feiertage zur Erholung und Entspannung und lassen Sie die Arbeit einmal ruhen. Schalten Sie wirklich ab, verbringen Sie Zeit mit Ihren Liebsten und sammeln Sie Kraft für das neue Jahr, damit Sie ausgeruht und frisch richtig durchstarten können.
 

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