Fehler in der Mitarbeitergewinnung

Fehler in der Mitarbeitergewinnung vermeiden

Gute Mitarbeiter in der Pflege zu finden, stellt für zahlreiche Pflegeeinrichtungen eine Herausforderung der Superlative dar. Aber woran liegt es? Welche Fehler werden in der Pflege Mitarbeitergewinnung immer noch gemacht, obwohl Pflegekräfte doch eigentlich Mangelware sind? Schaut man sich einmal die aktuelle Situation auf dem Pflege Markt an, wird man erschrecken, wie unzufrieden fast alle Mitarbeiter in der Pflege sind. Überstunden, Mehrarbeit und ein viel zu geringes Gehalt sind der O-Ton, wenn man die Pflegenden mal selbst befragt. Stichworte wie Gleitzeiten oder Gehaltserhöhung fehlen gänzlich in der Pflege. Genau das sind die Faktoren, die das Pflegepersonal stört und warum es so schwierig ist, wirklich gutes Personal zu finden. Aber es gibt noch weitere Fehler, die in der Pflege Mitarbeitergewinnung heutzutage schon zum Standard gehören. Ambulante Pflegedienste sind in den letzten Jahren besonders beliebt geworden, da die Arbeit angenehm ist und eine patientenbezogene Pflege stattfinden kann.

 

Ausreichend Kunden und zu wenig Pflegefachkräfte

Auch in der ambulanten Pflege herrscht ein Mitarbeitermangel und die Pflegefachkräfte werden immer weniger. Doch woran liegt das? Bestimmt nicht an zu wenig Kunden, denn die gibt es genügend. Gerade in der ambulanten Pflege werden die Kunden Zahlen auch immer weiter steigen, denn die ältere Generation möchte zu Hause alt werden. Das ist auch ihr gutes Recht. Nun heißt es aber für die ambulanten Pflegedienste, es muss dringend umgedacht werden bei der Mitarbeitergewinnung. Fakt ist, wer die besten Mitarbeiter in seinem Pflegeteam haben möchte, der muss auf sein Personal eingehen und umdenken! Ohne ein funktionierendes Pflegeteam in der ambulanten Pflege kann kein Betreib bestehen und genau deshalb sollten alle Mitarbeiter in der ambulanten Pflege wertgeschätzt werden.

4 folgenschwere Fehler in der ambulanten Pflege Mitarbeitergewinnung

  1. Befristete Arbeitsverträge zerstören das Vertrauen vor Arbeitsantritt

Man hört und sieht es immer wieder, Unternehmen bieten in Zeiten eines Pflegenotstandes Ihren neuen Mitarbeitern tatsächlich noch befristete Arbeitsverträge an. Für den Arbeitgeber scheint das ein sicheres Merkmal zu sein, den Mitarbeiter schnell loswerden zu können, falls die Zusammenarbeit nicht passt. Versetzt man sich einmal in die Lage des Bewerbers wird der sich sofort denken, mein neuer Arbeitgeber vertraut mir nicht! Mit befristeten Arbeitsverträgen wird dem potenziellen Mitarbeiter also sofort Misstrauen entgegengebracht. Wird bereits in die Stellenausschreibung geschrieben, dass es sich um befristetes Arbeitsverhältnis handelt, wird die Bewerber Quote rapide nach unten sinken.

Angestellte in der ambulanten Pflege wollen Sicherheit

Warum? Angestellte in der ambulanten Pflege wollen Sicherheit und das ist ihr gutes Recht. Es gibt eine gesetzlich vorgeschriebene Probezeit bei unbefristeten Arbeitsverträgen und die sollte die ambulante Pflege nutzen, um zu prüfen, ob der Mitarbeiter ins Team passt. Möchte man also die wirklich guten Bewerber für sein Pflegeteam gewinnen, sollte es immer ein unbefristeter Arbeitsvertrag sein. So werden die potenziellen Mitarbeiter sofort motiviert eine hervorragende Arbeit zu leisten, denn im Gegenzug können sie bei Bestehen der Probezeit ein unbefristetes Arbeitsverhältnis erwarten.

 

  1. Echte Stunden Arbeitsverträge

Pflegende in der ambulanten Pflege werden auch gerne auf Minijob Basis oder 450 Euro Basis angestellt. Der Alltag in der ambulanten Pflege sieht dann aber auf die Stunden gesehen ganz anders aus. Überstunden und Mehrarbeit sind die Tagesordnung. Die Arbeitsverträge in der ambulanten Pflege sollten auf jeden Fall auch den richtigen Stundensatz enthalten. Auch hierbei sollte unbedingt an die Pflegenden gedacht werden, denn diese müssen ihren Lebensunterhalt bestreiten. Natürlich sollte auch die eigene Rentenvorsorge etc. nicht vergessen werden. Hierbei kann sich der Arbeitgeber in der ambulanten Pflege flexible Stunden Verträge zur Hilfe nehmen. Es sollte allerdings auch in regelmäßigen Abständen geprüft werden, ob der Stunden Vertrag noch aktuell ist. Natürlich können im Laufe der Zeit auch Anpassungen vorgenommen werden. Arbeitet zum Beispiel eine Pflegende anfangs nur 20 Stunden und möchte später aufstocken, sollte dies unbedingt berücksichtigt werden.

 

  1. Unflexible Arbeitszeiten sind out

Ja es gibt in der ambulanten Pflege auch Mitarbeiter, die aus familiären Gründen zum Beispiel erst später mit der Arbeit beginnen können. Für viele Arbeitgeber in der ambulanten Pflege ein NO Go und Auswahlkriterium in der Bewerber Phase. Geht es gerade dabei um alleinerziehende Mütter, die beispielsweise erst ab 7.30 eine Kinderbetreuung haben, sollte man sich eine flexible Arbeitszeitverteilung überlegen. Denn auch alleinerziehende Mütter können die besten Mitarbeiter werden. Hierbei sollte eine flexibel passende Lösung für alle Beteiligten gefunden werden. Ob die Mitarbeiterin nun die fehlenden Stunden im Home Office aufholt oder ihr Stunden vertrag angepasst wird, ist zweitrangig. Denn diese Mitarbeiterin merkt sofort, dass man ihre Arbeitskraft schätzt. Motivation pur! Gibt man auch diesen Mitarbeiterinnen eine Chance, hat man die besten Arbeitskräfte in seinem Team, auch wenn die Arbeitszeiten eben nicht so flexibel sind. Nichts desto trotz kann die Mitarbeiterin zu Ihren Zeiten eine herausragende Arbeit leisten.

 

  1. Stellenpläne in der ambulanten Pflege

Auch wenn geplante Stellen in der ambulanten Pflege eigentlich der Vergangenheit angehören sollten, halten sie sich tapfer. Natürlich zum Leidwesen der Mitarbeiter in der ambulanten Pflege. Als Arbeitgeber sollte man sich immer vor Augen halten, kann man eine Stellenbesetzung planen? Müssen Stellenausschreibungen erst gemacht werden, wenn Mitarbeiter wegen Überstunden krank sind? Diese Grundproblematik sollte unbedingt überarbeitet werden. In der ambulanten Pflege muss flexibel in der Mitarbeiter Planung gedacht werden. Ist absehbar, dass die eigenen Mitarbeiter die Überstunden und Mehrarbeit nicht mehr abdecken können, sollte sofort reagiert werden und neue Mitarbeiter gesucht werden. Auch Initiativ Bewerbungen sollten immer genau angesehen werden, auch wenn zu diesem Zeitpunkt eigentlich niemand gesucht wird. In einem persönlichen Gespräch kann man bereits Interesse zeigen und sich bei Bedarf bei dem Initiativ Bewerber melden.

 

Fehler vermeiden und Mitarbeiter schätzen

Wer den Pflegenotstand in der ambulanten Pflege bekämpfen möchte, sollte diese schwerwiegenden Fehler unbedingt vermeiden. Aber auch die eigenen Mitarbeiter, die vielleicht schon seit Jahren treu ihre Arbeit verrichten sollten ab und zu mal eine besondere Wertschätzung Ihres Arbeitgebers erhalten. Ob man nun die Mitarbeiter in der ambulanten Pflege mal mit einem Tank Gutschein überrascht oder einfach mal ein ehrliches Danke sagt, weil wieder Überstunden abgedeckt worden sind, bleibt jedem selbst überlassen. Wer in der ambulanten Pflege ein perfekt strukturiertes Team haben möchte, sollte sich für das Wohlergehen seiner Mitarbeiter einsetzen. Auch ein offenes Ohr kann manchmal wahre Wunder verbringen. Soll die Teamfähigkeit und der Zusammenhalt gestärkt werden, bietet sich ein Betriebsinterner Ausflug an. Gemeinsame Aktivitäten vom Arbeitgeber und den Mitarbeitern schaffen Vertrauen und stärken das Selbstwertgefühl der Mitarbeiter. Gerade in der ambulanten Pflege sollte Menschlichkeit auch dem Personal entgegen gebracht werden.

 

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