Fliegen mit Rollstuhl

In die Ferne reisen ist ein Traum, den viele Menschen haben und sich in ihrem Urlaub auch ermöglichen. Einfach weit weg sein, die Wärme genießen und eine neue Kultur kennen lernen. Je weiter, desto besser, denn auch wenn Urlaub im eigenen Land durchaus seine Vorteile besitzt, haben ferne Länder doch ihren eigenen Reiz. Die Welt ist heutzutage am besten mit dem Flugzeug zu erreichen und fliegen wird immer praktischer und kostengünstiger. Doch wer in einem Rollstuhl sitzt, muss sich oft zweimal überlegen, welches Urlaubsziel er wählt. Nicht alle Orte sind für immobile Menschen geeignet. Dass jedoch trotz Rollstuhls verreist werde kann, zeigen immer bessere Angebote verschiedener Reiseunternehmen.

 

Theorie und Praxis: Fliegen mit Rollstuhl

Betrachtet man die Rechtslage in Deutschland und in der Europäischen Union, gibt es kein Gesetz, welches vorsieht, dass Flugkabinen oder Flughäfen barrierefrei sein müssen oder zu mindestens besondere Hilfestellungen für immobile Menschen anbieten sollen. Allerdings darf keine Fluggesellschaft eine Person mit gültigem Flugticket ausschließen, nur weil sie eine Behinderung hat oder im Rollstuhl unterwegs ist. Es kann jedoch vorkommen, dass zwei schwerbehinderte Menschen mit Rollstuhl sich für einen Flug angemeldet haben, dann darf eine Fluggesellschaft eine Person für diesen Flug ablehnen. Damit muss die Airline Möglichkeiten zur Verfügung stellen, die es Menschen mit Rolli erlaubt einen Flug anzutreten.
In der Praxis sollte man mindestens eine Woche vorher bei der Fluggesellschaft anrufen und Bescheid geben, dass man immobile ist und eventuell Hilfe beim Passieren des Fliegers benötigt. Somit hat das Flughafenpersonal die Möglichkeit den Flieger über eine Rampe boarden zu lassen und ihn nicht auf einen Außenstehplatz zu stellen.

 

Beförderung des Rollstuhls

Wie mit Rollstuhl das Check-in, die Sicherheitsüberprüfung und das Boarding abläuft, ist von Flughafen zu Flughafen und von Airline zu Airline unterschiedlich. Auf einigen Flughäfen dürfen Rolli-Fahrer mit ihren eigenen Rollstuhl bis in die Maschine fahren, wohingegen auf anderen Flughäfen der eigene Rolli am Check-in abgegeben werden muss und gegen einen flughafeneigenen Stuhl eingetauscht wird. Dies ist eine reine Sicherheitsmaßnahme. Welche Variante angewendet wird, sollte bereits vorher abgesprochen werden. Ferner sollten Rolli-Fahrer darauf achten, dass sie ihren Rollstuhl nicht als Extra-Gepäck, sondern als medizinisches Gerät anmelden, um Extrakosten zu vermeiden. Dasselbe gilt auch für Rollstuhlhilfen wie Toilettenstühle und Treppenraupen. Elektrische Rollstühle müssen aus Sicherheitsgründen eine Trockenbatterie besitzen, sonst werden diese nicht mitgenommen.

Mitnahme einer Begleitperson

Je nach Grad der Behinderung verlangen Fluggesellschaften, dass eine Begleitperson mitkommt. Besonders bei Menschen mit einer schweren Behinderung ist es oft erforderlich, dass eine Begleitperson mitkommt. Diese kann im Notfall schnell eingreifen und weiß, was zu tun. Auch kann sie der immobilen Person bei Toilettengängen helfen, da das Boardpersonal meistens unerfahren ist. Ob eine Begleitperson erforderlich ist, sollte rechtzeitig erfragt werden. Einige Fluggesellschaften bieten diesen sogar Flüge zu vergünstigten Konditionen an.

 

Im Flieger

Im Flieger angekommen, gibt es keine weiteren Hürden für den Rollstuhlfahrer. Nachdem er seinen Sitzplatz erreicht hat, wird der Rolli im Gepäckraum verstaut und erst nach der Landung wieder zum Eigentümer gebracht. Die meisten Flugzeugtoiletten sind auch behindertengerecht, doch auch diese sollte unbedingt vor dem Antritt der Reise geklärt werden. Vorher sollte auch abgesprochen werden, welche Medikamente und eventuelle Injektionen mit an Board müssen. Ein Bescheid vom Arzt ist dabei immer hilfreich.
 

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