Qualitätsmangel erklärt: Regelmäßig wird die Qualität der Leistungen von ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen bewertet. Werden bei dieser Qualitätsprüfung Fehler, falsche Routinen oder ein falscher Umgang mit den Patienten aufgedeckt, wird von einem Qualitätsmangel gesprochen. Bei der Qualitätsprüfung werden vier Bereiche unter die Lupe genommen: die pflegerische und medizinische Versorgung, der soziale Umgang, die Betreuung von psychisch Kranken oder Patienten mit einer neurologischen Erkrankung (z. Bsp. Demenz) und das Wohnen, die Verpflegung und die Hygiene als vierter Bereich. Falls eine Einrichtung Qualitätsmängel aufweist, stellt die Prüfinstitution eine Frist, bis zu der die Mängel beseitigt werden müssen und vollzieht eine Wiederholungsprüfung. Werden Mängel nicht beseitigt, verlieren die Pflegeeinrichtungen ihren Anspruch auf eine finanzielle Unterstützung und müssen schließen.

 

<<< Zurück zum Lexikon Pflege >>>

Die Pflegeberatung ist eine fachliche Beratung, die sich mit allen pflegespezifischen Fragen beschäftigt. Dabei wird sowohl über die Antragsstellung, über Einrichtungen und Umbaumaßnahmen bis hin zu Zusatzleistungen informiert. Das Besondere an der Pflegeberatung ist, dass seit 2009 jeder Pflegebedürftige und die Angehörigen von Pflegebedürftigen rechtlich einen Anspruch auf eine Pflegeberatung haben, um über die unterschiedlichen Möglichkeiten von Pflegeleistungen zu informieren und bei der Suche nach einer passenden Pflege zur Seite zu stehen. Dazu wurden spezielle Pflegestützpunkte eingerichtet, die jedoch noch nicht in allen Bundesländern umgesetzt wurden.

<<< Zurück zum Lexikon Pflege >>>

Integrierte Versorgung beschreibt ein Konzept der Pflege, das aus stationärer und ambulanter Pflegeleistungen besteht. Das Konzept wurde entwickelt, weil es häufig zu Überschneidungen der Kompetenzen und Leistungen der beiden Pflegebereichen kam und die Aufgabenteilung nicht klar abgesprochen war. Mittels einer integrierten Versorgung sollen sich Krankenhäuser, Pflegedienste und Rehabilitationsinstitutionen besser Austauschen und die Qualität der Pflege verbessern. Seit 2004 dürfen Krankenkassen und Pflegeerbringer Verträge eingehen, sodass die integrierte Versorgung verbessert und die Inanspruchnahme gestiegen ist.

<<< Zurück zum Lexikon Pflege >>>

Eine Tagespflege kümmert sich ausschließlich am Tag um die zu pflegende Person. In der Nacht kommt der Pflegebedürftige zurück in seine eigenes zu Hause und wird dort betreut. Bei der Tagespflege steht die Gestaltung des normalen Alltages im Vordergrund. Je nach Pflegestufe werden die Patienten beim Einkaufen oder Tischdecken eingebunden, nehmen an sportlichen Aktivitäten teil oder können an Ausflügen mitmachen. Auch alle Grundpflegemaßnahmen, die am Tage gebraucht werden, wie Toilettengänge und Medikamentenverabreichung werden von der Tagespflege durchgeführt.

<<< Zurück zum Lexikon Pflege >>>

Die Palliativpflege bezieht sich auf die Pflege eines Menschen, der sich aufgrund seiner gesundheitlichen Situation im letzten Lebensabschnitt befindet. Ziel dieser Pflegeform ist es, die Lebensqualität auch noch in der Endzeit durch fachgerechte Betreuung und Fürsorge zu erhalten. Dabei sollen vor allem Schmerzen gelindert und psychische Belastungen verringert werden. Häufig spielen die Angehörigen und die engsten Freunde bei der Palliativpflege eine große Rolle, da hierbei schwerpunktartig auf die besonderen Wünsche des Patienten eingegangen werden soll. Weil sich diese Pflegeform an die persönlichen Wünsche des Patienten orientiert, beinhaltet sie weder spezielle lebensverlängernde, noch lebensverkürzende Praktiken.

<<< Zurück zum Lexikon Pflege >>>

Bei einer Dauerpflege wird die pflegebedürftige Person rund um die Uhr versorgt und betreut. Hierbei ist der Patient aufgrund von geistigen oder körperlichen Krankheiten nicht mehr in der Lage alleine zu leben und bei nahezu allen Tagesabläufen auf die Hilfe von einem Dritten angewiesen. Eine Dauerpflege ist auch in der häuslichen Umgebung möglich. Meistens teilen sich dann ein Familienangehöriger und eine Pflegeorganisation die Pflege des Patienten.

<<< Zurück zum Lexikon Pflege >>>

Ambulanter Pflegedienst erklärt: Bei der ambulanten Pflege wird der Patient, im Gegensatz zur stationären Pflege, in seiner häuslichen Umgebung gepflegt. Neben einem Familienmitglied kommt dabei täglich ein- oder mehrmals eine Pflegekraft oder ein ehrenamtlicher Helfer und unterstützt die Versorgung des Pflegebedürftigen. Versicherte Pflegebedürftige haben laut Sozialgesetzbuch einen Anspruch auf ambulante Krankenpflege durch Fachkräfte und Leistungszuschüsse, wobei der Gesetzgeber zwischen Grund- und Behandlungspflege unterscheidet.

<<< Zurück zum Lexikon Pflege >>>