Apallisches Syndrom bezeichnet das Wachkoma. Schwere Schädigungen im Gehirn, die den Ausfall von bestimmten Hirnregionen oder einen Gesamtausfall des Großhirns als Folge haben, führen zu einem Wachkoma. Der Patient ist wach, jedoch hat er kein Bewusstsein und kann mit seiner Umgebung nur sehr begrenzt kommunizieren. Das apallische Syndrom wird häufig durch ein Schädel-Hirn-Trauma hervorgerufen. Allerdings können auch Schlaganfälle, Sauerstoffmangel des Gehirns, Hirntumore oder neurodegenerative Erkrankungen ein Wachkoma erzeugen. Der Patient ist in diesen Fällen auf eine Vollzeitpflege angewiesen.

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Rheuma ist ein Oberbegriff für chronische Erkrankungen an den Muskeln, Knochen, Bändern und Sehnen, wobei bis zu 400 verschiedene Rheumaarten unterschieden werden. Die Gemeinsamkeit aller Krankheitsbilder liegt in einer Störung des Immunsystems, wodurch die körpereigenen Strukturen der Gelenke und Knochen angegriffen werden, was zu Schmerzen und Bewegungseinschränkungen führen kann. Die Mehrheit der Erkrankten sind ältere Menschen, doch auch Kinder und Erwachsene können an Rheuma erkranken. Die Ursachen von Rheuma sind bisher nicht erkannt. Rheuma wird medikamentös und auch physiotherapeutisch behandelt.

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Multiple Sklerose (MS) ist eine autoimmune Erkrankung des zentralen Nervensystems, die von Taubheitsgefühlen und Lähmungen begleitet ist. MS tritt meistens in Schüben und vermehrt zwischen der Pubertät und dem 40. Lebensjahr auf. Die Ursachen von MS sind bis heute nicht geklärt, aus diesem Grund sind auch mit therapeutischen Maßnahmen nur schwer Erfolge herbeizuführen. Meistens werden neurologische Therapien vorgenommen, wobei die Medizin sich darauf konzentriert den Patienten so lange wie möglich ein selbstständiges Leben zu ermöglichen. Nichtsdestotrotz sind die meisten MS-Patienten schon als junge Erwachsene auf eine Pflege angewiesen.

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Die Aphasie ist eine Sprachstörung, keine Sprechstörung, die aufgrund einer Schädigung der dominanteren Gehirnhälfte, bei Rechtshändern also die linke Hirnhälfte. Meistens tritt eine Aphasie nach einer Erkrankung des oder im Nervensystem auf und wird erst nach der Wiedergewinnung der Sprachkompetenzen erkannt. So leiden Menschen, die einen Schlaganfall, ein Hirntrauma, Tumore oder auch eine Vergiftung überstanden haben, oft an einer Aphasie. Symptome dieser Störung sind Schwierigkeiten beim Sprechen, Verstehen, Schreiben oder lesen einer Sprache, jedoch nicht des Sprechens. Trotzdem helfen logopädische Therapien und aber auch körperliche Aktivitäten bei der Überwindung der Aphasie.

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Tremor erklärt: Dieser Fachbegriff bezeichnet das ungewollte und rhythmische Zittern von Muskeln. Allerdings gibt es einen natürlichen Tremor, den alle Menschen haben und der nicht mit dem Tremor zu verwechseln ist, der durch eine Erkrankung entsteht. Parkinsonpatienten leiden oft an Tremor. Theoretisch kann das Zittern jedoch überall auftreten, das der Körper überall Muskeln hat.

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Alzheimer, eigentlich Morbus Alzheimer, ist die häufigste Form der Demenz und eine Nervenkrankheit, bei der Nervenzellen absterben und schädliche Eiweißablagerungen im Gehirn auftreten. Die Ursache von Alzheimer ist noch Unklar und damit sind auch die Behandlungsmöglichkeiten beschränkt und konzentrieren sich auf die Erhaltung der geistigen Leistungsfähigkeit. Alzheimerpatienten leiden zunächst unter Erinnerungsstörungen, später unter Stimmungsschwankungen und Orientierungsproblemen. Das Vergessen von Alltagspraktiken kann so gravierend werden, dass es lebensgefährlich für den Patienten wird. Alzheimerpatienten sind meisten auf eine Pflegehilfe, wenn nicht sogar auf eine stationäre Pflege angewiesen.

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