Dies ist ein Teil der Sozialhilfe, der eine weitere Unterstützung zur Pflegehilfe darstellt. Allerdings ist die Hilfe zur Pflege eine bedarfsorientierte Leistung, die sich nach den finanziellen Mitteln des Pflegebedürftigen richtet und meistens nur dann greift, wenn eine Pflegemaßnahme erforderlich ist, die eigenen Mittel jedoch nicht ausreichen. Mit der Einführung der Pflegeversicherung 1995 wurde auch die Hilfe zur Pflege reformiert. Allerdings werden nicht nur geldliche, sondern auch materielle und personelle Unterstützungen von der Hilfe zur Pflege zur Verfügung gestellt. Wer eine Hilfe zur Pflege beantragen möchte, muss sich an den jeweiligen landesspezifischen überörtlichen Träger der Sozialhilfe wenden.

<<< Zurück zum Lexikon Pflege >>>

Mobile Altenpflege stellt einen Oberterminus für die häusliche Pflege, die häusliche Hospizarbeit und die ambulante Pflege. Wie der Name schon sagt, handelt es sich dabei um Pflegepersonal, das zum Pflegebedürftigen nach Hause kommt und dort die Pflegeleistungen verrichtet. Eine wichtige Voraussetzung ist je nach Pflegestufe natürlich eine pflegegerechte Wohnung, damit eine fachgerechte Pflege stattfinden kann. Viele Pflegebedürftige nehmen die mobile Altenpflege in Anspruch, um besonders in den letzten Tagen ihres Lebens in einer vertrauten Umgebung zu sein. Eine besondere Komponente der mobilen Altenpflege sind ehrenamtliche Helfer, die nicht immer ausschließlich Grundpflegemaßnahmen leisten, sondern auch soziale Kontakte und individuelle Unterhaltungen bieten.

<<< Zurück zum Lexikon Pflege >>>

Unter Verhinderungspflege versteht man eine Unterstützung der Pflegekassen, wenn der pflegende Angehörige vorübergehend an der Pflege des Pflegebedürftigen verhindert ist, weil er selbst erkrankt ist oder Erholung braucht. Die Pflegekassen beteiligen sich dann an die Kosten, die benötigt werden, um den Pflegebedürftigen zu versorgen, wobei maximal 48 Tage im Jahr eine Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden kann. Zudem darf der pflegende Angehörige erst diese Leistung beantragen, wenn er sich mindestens 6 Monate am Stück um die pflegebedürftige Person in ihrem Haushalt gekümmert hat.

Bei privaten Pflegepersonen, aus dem persönlichen Umfeld, kann es natürlich auch mal vorkommen, dass sie verhindert sind. Das kann z.B. durch Krankheit oder durch Urlaub der Fall sein. In diesem Fall besteht ggf. ein Anspruch auf die sog. Verhinderungspflege. In diesem Fall übernimmt die Pflegeversicherung die Pflegekosten für eine Zeit von bis zu sechs Wochen im Jahr. Die Verhinderungspflege besteht allerdings nur dann, wenn der Betroffene zuvor mindestens sechs Monate lang gepflegt wurde und eine Pflegestufe festgestellt wurde.

<<< Zurück zum Lexikon Pflege >>>

Pflegestufe erklärt: Der Grad der Pflegebedürftigkeit eines Patienten lässt sich mittels der Bestimmung einer Pflegestufe messen. In Deutschland unterscheidet man vier verschieden Pflegestufen, die von 0 bis III reichen, wobei Pflegebedürftige mit der Pflegestufe 0 wenig Unterstützung im Alltag brauchen und Patienten der dritten Pflegestufe rund um die Uhr und sogar nachts auf Hilfe angewiesen sind. Bei der Einschätzung für die Einstufung in eine Pflegestufe werden vier Kategorien betrachtet.

Bei Pflegebedürftigen kann der Pflegeaufwand von Person zu Person stark variieren. Aus diesem Grund wird der Pflegeaufwand nach Pflegestufen eingeteilt. Die Einteilung nach Pflegestufen geschieht aufgrund des zeitlichen Umfangs der nötigen Pflege pro Tag. Bei der Pflegestufe I (erhebliche Pflegebedürftigkeit) benötigt der Pflegebedürftige mindestens 90 Minuten Pflege am Tag, wovon 45 Minuten auf die Grundpflege fallen. Die Pflegestufe II (schwere Pflegebedürftigkeit) ist erreicht, wenn von 180 Minuten Pflege mindestens 120 Minuten auf die Grundpflege fallen. Die höchste Pflegestufe ist die Pflegestufe III (schwerste Pflegestufe). Dabei fallen mindestens 240 Minuten täglich auf die Grundpflege, während die gesamte tägliche Verpflegung mindestens 300 Minuten in Anspruch nimmt. Ein Teil davon muss regelmäßig nachts zwischen 22 und 6 Uhr anfallen. Bei noch höherem Pflegeumfang kommen entsprechende Sonderleistungen dazu.

<<< Zurück zum Lexikon Pflege >>>