Das Wachkoma, auch Appalisches Syndrom genannt, ist eine neurologische Erkrankung und charakterisiert sich durch den vollständigen Verlust des Bewusstseins und der Kommunikationsfähigkeit, obwohl der Körper und das Gehirn „wach“ sind. Meistens wird ein Wachkoma bei der Schädigung des Gehirns, bei Sauerstoffmangel oder einem Schädel-Hirn-Trauma hervorgerufen. Patienten im Wachkoma werden zunächst auf der Intensivstation betreut, ernährt und beatmet, wobei in sechs verschiedenen Phasen versucht wird, die Patienten wieder zu rehabilitieren und zu mobilisieren.

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Unter Verhinderungspflege versteht man eine Unterstützung der Pflegekassen, wenn der pflegende Angehörige vorübergehend an der Pflege des Pflegebedürftigen verhindert ist, weil er selbst erkrankt ist oder Erholung braucht. Die Pflegekassen beteiligen sich dann an die Kosten, die benötigt werden, um den Pflegebedürftigen zu versorgen, wobei maximal 48 Tage im Jahr eine Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden kann. Zudem darf der pflegende Angehörige erst diese Leistung beantragen, wenn er sich mindestens 6 Monate am Stück um die pflegebedürftige Person in ihrem Haushalt gekümmert hat.

Bei privaten Pflegepersonen, aus dem persönlichen Umfeld, kann es natürlich auch mal vorkommen, dass sie verhindert sind. Das kann z.B. durch Krankheit oder durch Urlaub der Fall sein. In diesem Fall besteht ggf. ein Anspruch auf die sog. Verhinderungspflege. In diesem Fall übernimmt die Pflegeversicherung die Pflegekosten für eine Zeit von bis zu sechs Wochen im Jahr. Die Verhinderungspflege besteht allerdings nur dann, wenn der Betroffene zuvor mindestens sechs Monate lang gepflegt wurde und eine Pflegestufe festgestellt wurde.

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Pflegestufe erklärt: Der Grad der Pflegebedürftigkeit eines Patienten lässt sich mittels der Bestimmung einer Pflegestufe messen. In Deutschland unterscheidet man vier verschieden Pflegestufen, die von 0 bis III reichen, wobei Pflegebedürftige mit der Pflegestufe 0 wenig Unterstützung im Alltag brauchen und Patienten der dritten Pflegestufe rund um die Uhr und sogar nachts auf Hilfe angewiesen sind. Bei der Einschätzung für die Einstufung in eine Pflegestufe werden vier Kategorien betrachtet.

Bei Pflegebedürftigen kann der Pflegeaufwand von Person zu Person stark variieren. Aus diesem Grund wird der Pflegeaufwand nach Pflegestufen eingeteilt. Die Einteilung nach Pflegestufen geschieht aufgrund des zeitlichen Umfangs der nötigen Pflege pro Tag. Bei der Pflegestufe I (erhebliche Pflegebedürftigkeit) benötigt der Pflegebedürftige mindestens 90 Minuten Pflege am Tag, wovon 45 Minuten auf die Grundpflege fallen. Die Pflegestufe II (schwere Pflegebedürftigkeit) ist erreicht, wenn von 180 Minuten Pflege mindestens 120 Minuten auf die Grundpflege fallen. Die höchste Pflegestufe ist die Pflegestufe III (schwerste Pflegestufe). Dabei fallen mindestens 240 Minuten täglich auf die Grundpflege, während die gesamte tägliche Verpflegung mindestens 300 Minuten in Anspruch nimmt. Ein Teil davon muss regelmäßig nachts zwischen 22 und 6 Uhr anfallen. Bei noch höherem Pflegeumfang kommen entsprechende Sonderleistungen dazu.

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Die Pflegebedürftigkeit ist ein Zustand, indem der Betroffene alltägliche Aufgaben aufgrund unterschiedlicher Einschränkungen nicht mehr in vollem Umfang erledigen kann. Dies kann sowohl an geistigen, körperlichen und seelischen Krankheiten, als auch an Behinderungen liegen. Als alltägliche Aufgaben werden hierbei gesetzlich die Bereiche Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftliche Versorgung angesehen. Die Schwere der Pflegebedürftigkeit wird in Deutschland anhand von Pflegestufen gekennzeichnet.

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Unter Intensivpflege zählen alle Pflegeleistungen, bei denen Intensivmedizin zum Einsatz kommt. Intensivpflege wird aus diesem Grund meistens auf der Intensivstation betrieben. Pflegebedürftige, die auf eine Intensivpflege angewiesen sind, leiden meistens dauerhaft oder nach einer Operation unter gestörte Organfunktionen, die lebensgefährlich werden könnten, wie Atmungs- oder Herzreislaufstörungen. Aber auch Komapatienten brauchen Intensivpflege sowie Menschen, die aufgrund eines Schockes nicht alleine leben können, beziehungsweise bei denen lebenswichtige Funktionen aussetzen.

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Die Palliativpflege bezieht sich auf die Pflege eines Menschen, der sich aufgrund seiner gesundheitlichen Situation im letzten Lebensabschnitt befindet. Ziel dieser Pflegeform ist es, die Lebensqualität auch noch in der Endzeit durch fachgerechte Betreuung und Fürsorge zu erhalten. Dabei sollen vor allem Schmerzen gelindert und psychische Belastungen verringert werden. Häufig spielen die Angehörigen und die engsten Freunde bei der Palliativpflege eine große Rolle, da hierbei schwerpunktartig auf die besonderen Wünsche des Patienten eingegangen werden soll. Weil sich diese Pflegeform an die persönlichen Wünsche des Patienten orientiert, beinhaltet sie weder spezielle lebensverlängernde, noch lebensverkürzende Praktiken.

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Bei einer Dauerpflege wird die pflegebedürftige Person rund um die Uhr versorgt und betreut. Hierbei ist der Patient aufgrund von geistigen oder körperlichen Krankheiten nicht mehr in der Lage alleine zu leben und bei nahezu allen Tagesabläufen auf die Hilfe von einem Dritten angewiesen. Eine Dauerpflege ist auch in der häuslichen Umgebung möglich. Meistens teilen sich dann ein Familienangehöriger und eine Pflegeorganisation die Pflege des Patienten.

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