Seniorendienst erklärt: Seniorendienste unterscheiden sich von Pflegedienste, dass sie weniger eine pflegeorientierte als eine allgemeine Unterstützung bei der Bewältigung des Alltages für Senioren anbieten. Seniorendienste sind generell im Dienstleistungssektor angesiedelt und helfen bei der Betreuung zu Hause: Unterstützung im Haushalt, bei den Einkäufen, den Toilettengänge, der Hygiene, aber auch bei individuellen Wünschen des Senioren. So können auch pflegetechnische Maßnahmen in Anspruch genommen oder Kulturausflüge organisiert werden. Unter bestimmten Umständen kann ein Patient Zuschüsse für die Kosten des Seniorendienstes bekommen.

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Reha erklärt: Eine medizinische Rehabilitation ist im Unterschied zu einer Kur eine Pflegemaßnahme, die getroffen wird um nach einer Krankheit oder einem Unfall die komplette Gesundheit des Patienten wieder herzustellen. Eine Reha kann stationär oder ambulant stattfinden. Das Ziel einer Reha ist die den Patienten seine vollständige Selbstständigkeit zurückzugeben und drohende Behinderungen, die eine Folge der Erkrankung sein können vorzubeugen, sowie chronische Leiden zu mindern. Ferner soll mit einer Reha eine Pflegebedürftigkeit vorgebeugt und einen Wiedereinstieg in das Berufsleben ermöglicht werden.

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Die rechtliche Betreuung ist die rechtliche Unterstützung eines Volljährigen, wenn dieser aufgrund von zum Beispiel gesundheitlichen Umständen rechtliche Angelegenheiten nicht alleine klären kann oder möchte. Dabei wird der Person einen Betreuer zugeteilt, der unter gerichtlicher Aufsicht die Vertretungsperson nach außen repräsentiert, jedoch dem Willen der Person, die ihn bestellt hat, unterworfen ist. Trotz einer rechtlichen Betreuung ist die Vertrags- und Wahlfähigkeit der Person nicht eingeschränkt, allerdings besteht die Möglichkeit ein Einwilligungsvorbehalt einzuräumen, sodass die Person keinen Vertrag ohne die Zustimmung seines Betreuers absolvieren kann. Besonders ältere Personen, deren körperliche und geistige Gesundheit schrittweise nachlässt, nehmen eine rechtliche Betreuung gerne in Anspruch.

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Die Patientenverfügung ist die schriftliche Vorausverfügung einer Person, die bereits in frühen Jahren abgeschlossen wird und dann in Kraft tritt, wenn die Person ihren eigenen Willen aufgrund von gesundheitlichen Umständen nicht mehr äußern kann. Meistens beinhaltet eine Patientenverfügung die Bestimmung über medizinische Eingriffe und die Verweigerung lebenslänglicher Maßnahmen. Wer eine Patientenverfügung verfasst, der muss nach deutschem Recht nicht nur volljährig, sondern auch einwilligungsfähig sein. Zudem muss eine Patientenverfügung in Schriftform zum Beispiel beim Notar vorlegen und mit seiner Unterschrift oder dem Handzeichen des Notars gültig gemacht werden. Allerdings sind mündliche Verfügungen unter bestimmten Umständen und mehreren Zeugen nicht automatisch ungültig. Neben einer Patientenverfügung kann auch eine Vorsorgevollmacht angeschlossen werden. Ein wichtiges Thema ist zudem das Testament.

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Mehrgenerationshäuser erklärt: Ein Mehrgenerationenhaus ist eine Wohnform, in der Personen unterschiedlicher Generationen zusammen wohnen. Meistens sind es Familien, die ihre Eltern zu sich nehmen, um ihnen beim Alltag zu helfen, sodass Personen aus drei Generationen unter einem Dach wohnen. Allerdings gibt es auch nicht-familiäre Wohngemeinschaften, die als Verein oder privat Wohnraum und gegenseitige Unterstützung für Menschen aus verschiedenen Generationen anbieten. Solche Wohnprojekte liegen gerade im Trend und sind besonders bei noch relativ selbstständigen Senioren und Familien, bei denen die Großeltern weit weg wohnen, beliebt.

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Das Betreute Wohnen beschreibt Wohnsituationen für Menschen, mit zusätzlichen Bedürfnissen, aufgrund bestimmter Krankheiten und Alter. Die Art der Betreuung und der Einrichtung können dabei stark variieren und richten sich nach den jeweiligen Bedürfnissen der betroffenen Person. Das betreute Wohnen empfiehlt sich vor allem für Menschen, die noch nicht zwangsläufig in ein Pflegeheim müssen und das auch nicht wollen, allerdings auch nicht mehr ganz ohne Hilfe klar kommen.

Dies ist eine also eine Wohnform, die verschiedene Lebens- und Alltagsunterstützung für Menschen mit verschiedenen Hilfebedürfnissen anbietet. Am geläufigsten ist das betreute Wohnen für ältere Menschen, die Hilfe im Alltag brauchen, sonst jedoch selbstständig und ohne aufwendigere Pflegemaßnahmen leben können. Betreutes Wohnen soll größtmögliche Autonomie gewährleisten, deshalb ist die rechtliche Betreuung nicht automatisch Teil dieser Wohnform. Neben Senioren, gibt es auch betreute Wohnformen für Menschen mit körperlicher oder geistlicher Behinderung, Jugendliche oder Obdachlose, sodass je nach Wohnform eine Vielzahl von Pädagogen, Pflegekräfte, Ärzte oder Psychologen arbeiten.

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