Eine vollstationäre Pflege umfasst im Unterschied zu einer teilstationären Pflege das ganztägige Wohnen und Leben, sowie die komplette medizinische und pflegerische Versorgung in einer Pflegeeinrichtung. Meisten empfiehlt es sich Menschen, die bereist die Pflegestufe III erreicht haben, vollstationär unterzubringen, da hier besser und effektiver auf ihre Bedürfnisse eingegangen werden kann. Die Kosten der Unterbringung und Versorgung werden zum Teil bis komplett von den Kranken- und Pflegekassen übernommen. Neben der Grund- und Bedarfspflege werden in vollstationären Einrichtungen auch Freizeitgestaltungsmöglichkeiten und kirchliche Betreuungsformen angeboten.

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Unter dem Begriff Träger versteht man den Verband oder dem Betreiber einer sozialen Einrichtung, wie ein Alten- oder Pflegeheim. Der Träger kümmert sich um all die verwaltungsspezifischen Angelegenheiten, die Beschaffung der finanziellen Mittel und ist der Arbeitgeber der Pflegeeinrichtungen. Zumeist fungiert der Träger auch als erster Ansprechpartner, wenn ein Heimplatz oder eine Pflegeleistung gesucht wird. Viele Träger unterhalten mehrere zum Teil unterschiedliche soziale Einrichtungen. In Deutschland wird zwischen öffentlichen Trägern und freien Trägern unterschieden.

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Eine Seniorenresidenz ist eine Wohneinrichtung für ältere Menschen, die neben einfaches Wohnen auch bestimmte Pflegeleistungen anbieten. Aufgrund ihres gehobenen Stils, sind sie meistens teurer als herkömmliche Alten- und Pflegeheime und erinnern an Hotels. Seniorenresidenzen bieten nicht nur komplettes Wohnen an, sondern auch Kurzzeit- und Tagespflegen und Grund- wie Bedarfspflegeleistungen. Die Pflegeleistungen können bei den Pflegekassen gelten gemacht werden, die Wohnkosten einer Seniorenresidenz jedoch nicht. Einige Seniorenresidenzen haben sich auch spezialisiert und bieten zum Beispiel umfassende Demenzpflege an.

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Qualitätsmangel erklärt: Regelmäßig wird die Qualität der Leistungen von ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen bewertet. Werden bei dieser Qualitätsprüfung Fehler, falsche Routinen oder ein falscher Umgang mit den Patienten aufgedeckt, wird von einem Qualitätsmangel gesprochen. Bei der Qualitätsprüfung werden vier Bereiche unter die Lupe genommen: die pflegerische und medizinische Versorgung, der soziale Umgang, die Betreuung von psychisch Kranken oder Patienten mit einer neurologischen Erkrankung (z. Bsp. Demenz) und das Wohnen, die Verpflegung und die Hygiene als vierter Bereich. Falls eine Einrichtung Qualitätsmängel aufweist, stellt die Prüfinstitution eine Frist, bis zu der die Mängel beseitigt werden müssen und vollzieht eine Wiederholungsprüfung. Werden Mängel nicht beseitigt, verlieren die Pflegeeinrichtungen ihren Anspruch auf eine finanzielle Unterstützung und müssen schließen.

 

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Pflegeheim erklärt: Pflegeheime sind Institutionen, die sich um die Pflege von Menschen kümmern. Häufig wird der Begriff als Synonym für Altenheime verwendet, obwohl ein Pflegeheim auch junge Menschen, die auf die Hilfe von Pflegern angewiesen sind, aufnehmen kann. Dabei wird unter vollstationären (eine 24 Stunden Pflege) und teilstationäre (nur Tages- oder Nachtpflege) unterschieden. Neben der Grundpflege bieten Pflegeheime auch spezielle Bedarfspflegeleistungen, sowie diverses Freizeitangebot an, weshalb die meisten Pflegeheime gleichzeitig auch (Alten-)Wohnheime sind.

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Wenn Pflegebedürftiger eine Vollzeitpflege in Anspruch nimmt, braucht er meistens rund um die Uhr eine Betreuung. Eine Vollzeitpflege ist jedoch keine stationäre Pflege, sondern eine ambulante Maßnahme, sodass der Patient in seinen eigenen vier Wänden bleibt. Die zu pflegenden Person lebt dabei mit im Haushalt und ist, wenn es sich nicht um einen Angehörigen handelt, nur für die Pflege des Patienten angestellt. Neben der Grundpflege müssen also auch Haushalts- und Behandlungspflegeleistungen erbracht werden. Oft übernehmen aus finanziellen Gründen osteuropäische Pflegekräfte die Vollzeitpflege einer Person und können auch schon für nur 24 Stunden engagiert werden.

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Von einer Langzeitpflege spricht man, wenn die pflegebedürftige Person nicht mehr ohne Hilfe leben kann, beziehungsweise länger als 90 Tage auf Pflegehilfe angewiesen ist. Die Langzeitpflege unterscheidet zwei Phasen, wobei die zweite Phase nach genau einem Jahr Pflege beginnt. Patienten mit chronischen oder nicht zu heilenden Krankheiten wie Alzheimer sind oft auf eine Langzeitpflege angewiesen. Diese wird meistens in Pflegeheimen und stationär durchgeführt.

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Ein Heimplatz bezeichnet eine Wohnung oder ein Zimmer in einem Alten- beziehungsweise Pflegeheim. Wenn die pflegebedürftige Person nicht zu Hause gepflegt werden kann oder möchte, bietet sich der Aufenthalt in einem Altenheim an. Allerdings sollte sich rechtzeitig um einen Heimplatz gekümmert werden, da viele Alten- und Pflegeheime Wartelisten haben. In einem Altenheim wird in den meisten Fällen eine Vollpension angeboten, dementsprechend hoch sind auch die Kosten für einen Heimplatz.

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Den Schwerbehindertenausweis erhalten Menschen, deren Grad der Behinderung nach deutschem Recht 50 oder höher ist. Der Grad der Behinderung muss von einem Facharzt festgestellt werden, wobei der Ausweis selbst bei der landesspezifischen Behörde beantragt werden muss. Dieser Ausweis ist der offizielle Nachweis, dass ein Mensch an einer schwerwiegenden Behinderung leidet und ihm aus diesem Grund Nachteilsausgleiche zustehen. Inhaber dieses Ausweises stehen besondere Rechte bei Arbeitsverhältnissen und Besteuerungen zu.

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Die rechtliche Betreuung ist die rechtliche Unterstützung eines Volljährigen, wenn dieser aufgrund von zum Beispiel gesundheitlichen Umständen rechtliche Angelegenheiten nicht alleine klären kann oder möchte. Dabei wird der Person einen Betreuer zugeteilt, der unter gerichtlicher Aufsicht die Vertretungsperson nach außen repräsentiert, jedoch dem Willen der Person, die ihn bestellt hat, unterworfen ist. Trotz einer rechtlichen Betreuung ist die Vertrags- und Wahlfähigkeit der Person nicht eingeschränkt, allerdings besteht die Möglichkeit ein Einwilligungsvorbehalt einzuräumen, sodass die Person keinen Vertrag ohne die Zustimmung seines Betreuers absolvieren kann. Besonders ältere Personen, deren körperliche und geistige Gesundheit schrittweise nachlässt, nehmen eine rechtliche Betreuung gerne in Anspruch.

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Die Palliativpflege bezieht sich auf die Pflege eines Menschen, der sich aufgrund seiner gesundheitlichen Situation im letzten Lebensabschnitt befindet. Ziel dieser Pflegeform ist es, die Lebensqualität auch noch in der Endzeit durch fachgerechte Betreuung und Fürsorge zu erhalten. Dabei sollen vor allem Schmerzen gelindert und psychische Belastungen verringert werden. Häufig spielen die Angehörigen und die engsten Freunde bei der Palliativpflege eine große Rolle, da hierbei schwerpunktartig auf die besonderen Wünsche des Patienten eingegangen werden soll. Weil sich diese Pflegeform an die persönlichen Wünsche des Patienten orientiert, beinhaltet sie weder spezielle lebensverlängernde, noch lebensverkürzende Praktiken.

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Mehrgenerationshäuser erklärt: Ein Mehrgenerationenhaus ist eine Wohnform, in der Personen unterschiedlicher Generationen zusammen wohnen. Meistens sind es Familien, die ihre Eltern zu sich nehmen, um ihnen beim Alltag zu helfen, sodass Personen aus drei Generationen unter einem Dach wohnen. Allerdings gibt es auch nicht-familiäre Wohngemeinschaften, die als Verein oder privat Wohnraum und gegenseitige Unterstützung für Menschen aus verschiedenen Generationen anbieten. Solche Wohnprojekte liegen gerade im Trend und sind besonders bei noch relativ selbstständigen Senioren und Familien, bei denen die Großeltern weit weg wohnen, beliebt.

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