Sterbehilfe ist ein vieldeutiger Begriff und kann sowohl Hilfe zum, als auch Hilfe beim Sterben bezeichnen. Oft wird damit jedoch die Sterbebegleitung bezeichnet, da aktive Sterbehilfe in Deutschland verboten ist. Bei der Strebebegleitung sind meisten die Familie und je nach Religiosität ein Geistlicher anwesend, sodass der Patient beim Sterben nicht alleine gelassen wird. Eine Sterbebegleitung fängt an dem Punkt an, wenn der Patient aufgrund früherer Verfügungen keine lebensverlängernden Maßnahmen mehr wünscht und somit das Lebensende bald einsetzt. Die Sterbebegleitung ist für die Anwesenden oft eine große psychische Belastung.

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Die Palliativpflege bezieht sich auf die Pflege eines Menschen, der sich aufgrund seiner gesundheitlichen Situation im letzten Lebensabschnitt befindet. Ziel dieser Pflegeform ist es, die Lebensqualität auch noch in der Endzeit durch fachgerechte Betreuung und Fürsorge zu erhalten. Dabei sollen vor allem Schmerzen gelindert und psychische Belastungen verringert werden. Häufig spielen die Angehörigen und die engsten Freunde bei der Palliativpflege eine große Rolle, da hierbei schwerpunktartig auf die besonderen Wünsche des Patienten eingegangen werden soll. Weil sich diese Pflegeform an die persönlichen Wünsche des Patienten orientiert, beinhaltet sie weder spezielle lebensverlängernde, noch lebensverkürzende Praktiken.

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Die Patientenverfügung ist die schriftliche Vorausverfügung einer Person, die bereits in frühen Jahren abgeschlossen wird und dann in Kraft tritt, wenn die Person ihren eigenen Willen aufgrund von gesundheitlichen Umständen nicht mehr äußern kann. Meistens beinhaltet eine Patientenverfügung die Bestimmung über medizinische Eingriffe und die Verweigerung lebenslänglicher Maßnahmen. Wer eine Patientenverfügung verfasst, der muss nach deutschem Recht nicht nur volljährig, sondern auch einwilligungsfähig sein. Zudem muss eine Patientenverfügung in Schriftform zum Beispiel beim Notar vorlegen und mit seiner Unterschrift oder dem Handzeichen des Notars gültig gemacht werden. Allerdings sind mündliche Verfügungen unter bestimmten Umständen und mehreren Zeugen nicht automatisch ungültig. Neben einer Patientenverfügung kann auch eine Vorsorgevollmacht angeschlossen werden. Ein wichtiges Thema ist zudem das Testament.

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