Verhinderungspflege

Unter Verhinderungspflege versteht man eine Unterstützung der Pflegekassen, wenn der pflegende Angehörige vorübergehend an der Pflege des Pflegebedürftigen verhindert ist, weil er selbst erkrankt ist oder Erholung braucht. Die Pflegekassen beteiligen sich dann an die Kosten, die benötigt werden, um den Pflegebedürftigen zu versorgen, wobei maximal 48 Tage im Jahr eine Verhinderungspflege in Anspruch genommen werden kann. Zudem darf der pflegende Angehörige erst diese Leistung beantragen, wenn er sich mindestens 6 Monate am Stück um die pflegebedürftige Person in ihrem Haushalt gekümmert hat.

Bei privaten Pflegepersonen, aus dem persönlichen Umfeld, kann es natürlich auch mal vorkommen, dass sie verhindert sind. Das kann z.B. durch Krankheit oder durch Urlaub der Fall sein. In diesem Fall besteht ggf. ein Anspruch auf die sog. Verhinderungspflege. In diesem Fall übernimmt die Pflegeversicherung die Pflegekosten für eine Zeit von bis zu sechs Wochen im Jahr. Die Verhinderungspflege besteht allerdings nur dann, wenn der Betroffene zuvor mindestens sechs Monate lang gepflegt wurde und eine Pflegestufe festgestellt wurde.

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