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Gut organisiert: Der Umzug ins Pflegeheim

Wenn Sie für Ihren Angehörigen einen Platz im Pflegeheim reserviert haben, kann es sehr schnell gehen, dass Sie wegen eines freien Bettes angerufen werden. Dann ist es gut, wenn Sie sich rechtzeitig darauf vorbereitet haben.

Helfen Sie dem Personal, den Patienten kennenzulernen

Wichtig ist vor allem, dass Sie das Personal der Pflegeeinrichtung mit dem Patienten vertraut machen. Hierbei ist es hilfreich, schon vorab eine schriftliche Zusammenfassung anzufertigen. Sie könnten darin folgende Punkte aufnehmen:

  • Informationen über das Verhalten des neuen Bewohners – ist er eher aktiv oder passiv, gibt es Dinge oder Umstände, die ihn aufregen – oder er beispielsweise empfindlich, wenn jemand laut mit ihm spricht?
  • Bevorzugte Aktivitäten und Interessen
  • Vorlieben und Abneigungen bei Pflege und Ernährung, Nahrungsmittelallergien
  • Eine Liste der Familienmitglieder und Freunde, die zu Besuch kommen werden
  • Eine Zusammenfassung der persönlichen Geschichte – das Personal sollte ein möglichst vollständiges Bild davon erhalten, welchen Beruf der neue Bewohner hatte, wo er aufwuchs und was in seinem Leben wichtig war. Wenn der Patient beispielsweise häufig von Heinz spricht, ist es gut zu wissen, dass es sich dabei um den alten Schulfreund handelte. Gestalten Sie ein Album mit alten und neuen Bildern Ihres Angehörigen, seinen Familienmitgliedern und Freunden. Das kann ihm Sicherheit bieten, dem Personal wiederum einen Anknüpfpunkt zur Kommunikation.

Einleben braucht Zeit

Für Menschen mit Demenz kann ein Umzug möglicherweise eine traumatische Erfahrung sein. Es kann sehr hilfreich sein, wenn vertraute Menschen über einen längeren Zeitpunkt anwesend sind. Falls möglich, sollten dies zwei Personen sein – eine, die sich um die organisatorischen Belange kümmert, eine weitere, die ganz für den neuen Bewohner da ist. Wie lange Sie vor Ort bleiben, hängt von der Situation und selbstverständlich auch Ihren zeitlichen Möglichkeiten ab. Zum Beispiel kann Ihr Angehöriger sich nach dem Umzug tagsüber unauffällig, nachts aber ängstlich verhalten. In diesem Fall sollte jemand über Nacht dableiben.

Sicherlich werden Veränderung und Anpassung an ein neues Zuhause gerade bei an Demenz erkrankten Menschen immer von einem gewissen Unbehagen begleitet sein. In dieser Zeit ist es nicht ungewöhnlich, das die Bewohner die Nahrung verweigern, sich nicht an Aktivitäten beteiligen, nachts unruhig sind oder mehrmals täglich fragen, wann sie wieder heim dürfen. Manche äußern ihre Gefühle durch ungerechtfertigte Anschuldigungen gegen das Pflegepersonal bzw. die Einrichtung oder sie verlangen entschieden, nach Hause gebracht zu werden.

Wenn Sie zu Besuch sind, ist es sehr schwer, sich das anzuhören. Am besten ist es dann, den pflegebedürftigen Angehörigen Ihrer Liebe zu versichern und zu versuchen, seine Aufmerksamkeit auf ein anderes Thema oder eine Aktivität zu lenken. Versuchen Sie nicht, „vernünftig“ mit ihm zu sprechen.

Normalerweise sind Anschuldigungen gegen die Einrichtung ein Spiegelbild der Orientierungslosigkeit und Verwirrung des neuen Bewohners. Allerdings ist es sehr wichtig, dass Sie sie an Pflegepersonal und Führungskräfte herantragen, um sicherzustellen, dass Ihr Angehöriger auf eine professionelle und freundliche Weise behandelt wird.
 

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