Homöopathie

Häusliche Pflege bei Multipler Sklerose

Die Pflege von an Multipler Sklerose erkrankten Menschen stellt pflegende Familienmitglieder vor ganz besondere Herausforderungen. Diese chronisch-entzündliche Erkrankung des Zentralen Nervensystems verläuft in Schüben und weist ein äußerst komplexes Krankheitsbild auf. Nach wie vor ist eine Heilung nicht möglich. Die zunehmende Behinderung und Pflegebedürftigkeit der Patienten im Verlauf der Krankheit bringt dadurch nicht zuletzt eine starke psychische Belastung mit sich.

Die meisten schwer erkrankten MS-Patienten werden zu Hause von ihren Angehörigen gepflegt. Ihr größter Wunsch ist es, so lange wie möglich selbstständig und eigenverantwortlich handeln zu können. Wie Sie Ihrem Angehörigen dabei helfen und welche Unterstützung Sie dabei in Anspruch nehmen können, erfahren Sie hier.

Informationen und Austausch

Es ist nicht zu leugnen: Die Pflege eines MS-Patienten kann außerordentlich belastend sein. Deshalb ist es wichtig, dass Sie für sich selbst nach Informationen und Unterstützung, eventuell auch den Austausch mit ebenfalls pflegenden Angehörigen von MS-Patienten suchen. Eine gute Adresse stellt hierfür der Bundesverband der Deutschen Multiplen Sklerose Gesellschaft e. V. dar. Sie finden ihn unter der Internetadresse https://www.dmsg.de.

Begleitung statt Abhängigkeit

Binden Sie Ihren Angehörigen entsprechend seinen vorhandenen Fähigkeiten aktiv in die Pflege mit ein. Das Konzept der „aktiven Pflege“ dient dazu, das Selbstwertgefühl und den seelischen Zustand des Patienten zu stabilisieren sowie dessen Lebensqualität zu erhalten oder zu verbessern.

Pflegekonzepte für einzelne MS-Symptomfelder

Je nachdem, welche Symptomatik ein Patient hauptsächlich entwickelt, stehen verschiedene Pflegekonzepte zur Verfügung. Häufig treten im Verlauf der Krankheit Spastiken auf, die u. a. ein regelmäßiges, möglichst tägliches Bewegungstraining, besondere Aufmerksamkeit bei der Lagerung des Patienten und den Einsatz von Kinästhetik erforderlich machen. Koordinationsstörungen wie z. B. Zittern oder Ataxie können medikamentöse und ergotherapeutische Maßnahmen nötig machen. Ebenfalls sehr häufig tritt eine Inkontinenz von Blase und/oder Darm auf, die zusätzlich eine schwere psychische Belastung für den Patienten darstellt.

Schmerzen sowie das Fatigue-Syndrom gehören ebenfalls zu den vielfach auftretenden Symptomen, werden allerdings erst seit kurzem als MS-Symptomatik anerkannt und finden nun endlich entsprechende Beachtung.

Informationen zu den Pflegekonzepten erhalten Sie ebenfalls bei der DMSG.

Die psychische Komponente

Alle der genannten Symptom-Felder können sich bei Anspannung, Ängsten, (Zeit-)Druck und Stress deutlich verschlechtern. Das macht die Planung des Pflegealltags mit genügend „Luft“ für Flexibilität an unvorhergesehen kritischen Tagen mit stärkeren Schmerzen oder einer Verschlechterung eines anderen Symptoms wichtig.
 

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