Hilfen für die pflegenden Angehörigen

Die Pflege eines Angehörigen kann sowohl körperlich als auch seelisch äußerst belastend sein. Das ist ganz besonders dann der Fall, wenn der zu Pflegende unter Demenz leidet. Die Neuorganisation des eigenen Alltags an sich ist schon kein Kinderspiel – wollen doch Arbeit, Kinder, der eigene Haushalt und die zusätzliche Aufgabe des Pflegens unter einen Hut gebracht werden. Nicht selten leiden pflegende Angehörige deshalb irgendwann unter Depressionen oder kämpfen gegen das sogenannte Burn-out an.

Welche Hilfen Ihnen zur Verfügung stehen, damit es möglichst gar nicht erst so weit kommt, sehen Sie in der folgenden Kurzübersicht.

Ambulante Unterstützung

Hilfe bei der häuslichen Pflege muss nicht immer genehmigungspflichtig oder teuer sein. Erkundigen Sie sich in Ihrer Gemeinde nach Nachbarschaftshilfen und Hauspflegevereinen. Auf ehrenamtlicher Basis oder gegen eine geringe Aufwandsentschädigung erhalten Sie so Unterstützung bei einzelnen pflegerischen Aufgaben.

Stundenweise externe Betreuung

In vielen Städten und Gemeinden bieten Wohlfahrtsverbände und die Alzheimer-Gesellschaften Betreuungsgruppen an. Betreut werden diese Gruppen von Ehrenamtlichen sowie einer Fachkraft. Für die Patienten stellt das eine anregende Abwechslung im Alltag dar. Für den pflegenden Angehörigen ist es eine regelmäßig wiederkehrende Entlastung – Zeit, die Sie für sich selbst nutzen können.

Einrichtungen zur Tagespflege

Die Tagespflege ermöglicht es Ihnen beispielsweise, während der Woche normal arbeiten zu gehen sowie Familie und Haushalt versorgen zu können. Am Abend und an den Wochenenden befindet sich der Patient in seinem heimischen und gewohnten Umfeld. Ihre Pflegeversicherung gibt Ihnen Auskunft, welche Einrichtungen in Ihrer Umgebung zur Verfügung stehen und für die Tagespflege Ihres Angehörigen geeignet sind.

Beratungsstellen und Selbsthilfegruppen

Seine eigenen Sorgen und Nöte aussprechen zu können, sich selbst wichtig zu nehmen und Rat und Hilfe zu suchen, stellt eine große Erleichterung dar.

Hier bieten Beratungsstellen (z. B. der Alzheimer-Gesellschaften) nicht nur konkrete Beratung hinsichtlich des jeweiligen Krankheitsbildes des Pflegebedürftigen und zu rechtlichen Fragen, sondern auch Aufklärung über Unterstützungsangebote. Vielfach sind zudem persönliche Einzelgespräche oder der Online-Austausch mit Psychologen und Seelsorgern möglich.

Der regelmäßige Besuch einer Selbsthilfegruppe unter der Leitung eines Psychologen gibt Ihnen die Möglichkeit des Austauschs mit Menschen, die einer ähnlichen Aufgabe gegenüberstehen. In diesem geschützten Rahmen finden Sie den Raum, über Ihre Gefühle und Ängste zu sprechen und Wege der Verarbeitung aufgezeigt zu bekommen.
 

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