Bild pflegemarketing.org Pflegerin und ältere Patientin Arm in Arm

Interview- Pflegekräfte antworten (Teil 4):

pflegemarketing: Hallo und vielen Dank für das Interview! Stell dich doch bitte einmal vor: Wer bist du und was machst du?
Aysel: Meine Name ist Aysel aus Frankfurt am Main. Tätig seit 3 Jahren als exam. Freiberufliche Kinderkrankenschwester in der ambulanten Intensivversorgung von beatmeten Kindern.

 

pflegemarketing: Wie bist du zur Pflege gekommen? Welche Ausbildung hast du abgeschlossen?
Aysel: 1995 Examen als Kikra in der Uniklinik FFM abgeschlossen. Hatte zuvor 1jähriges Soziale Fachschule gemacht und mein Interesse der Kinderkrankenpflege wuchs.

 

pflegemarketing: Wie lange arbeitest du insgesamt schon in der Pflege?
Aysel: Seit Beendigung meines Examens.

 

pflegemarketing: Wie kam es zur Entscheidung für den Pflegeberuf? Hast du deine Berufswahl je bereut?

Aysel: Nein bereut niemals. Gerade später in meiner Laufbahn habe ich gemerkt das mir viele  Sachen leichter fielen aufgrund meiner lernintensiven Ausbildung.

 

pflegemarketing: Hat sich irgendetwas im Laufe deines Berufslebens verändert?
Aysel: Ja , ich habe nochmalig den drang gehabt mehr zu wissen. Aus dem Grund habe ich dann nochmalig Informatik mit Schwerpunkt Gesundheitsinformatik studiert. Auch habe ich 3 Jahre in diesem Bereich gearbeitet. Allerdings sind meine sozialen Skills stärker ausgeprägt als dass sie Zufrieden in der Wirtschaft existieren können. Deswegen habe ich mich entschlossen als freiberufliche Kraft in die Pflege wieder einzusteigen.Was ich gar nicht bereue. Bin seit 2014 als freiberufliche Kraft im Rhein-Main Gebiet unterwegs.

 

pflegemarketing: Hast Du dich weiterentwickelt? Von deinen Tätigkeiten dazugelernt?
Aysel: Lernen hört nie auf .. deswegen ist es gerade wichtig in dem häuslichen Bereich dazuzulernen. Ich habe stets Weiterbildungen. Zur Zeit mache ich den Pflegeexperten.

 

pflegemarketing: Welche Erfahrungen haben dich im Job am stärksten geprägt?
Aysel: Eigentlich alles 🙂

 

pflegemarketing: In welchen Situationen findest du deinen Job schwierig?
Aysel: In dem Konflikt mit der Ethik. Wenn ich merke dass dies nicht mehr ethisch vertretbar ist, gebe ich den Auftrag ab.

 

pflegemarketing: In welchen Situationen macht Dir deine Arbeit am meisten Spaß?
Aysel: Bei schulbegleitungen. Wenn der Patient Spass hat an seinem Leben.

 

pflegemarketing: Was magst du am Pflegeberuf?
Aysel: Die Arbeit mit Menschen. Auch wenn die Angehörigen anstrengend sein können, ist es doch eine Herausforderung sich denen zu stellen und demensprechend sich weiterzubilden um die Kommunikation zu gewährleisten.

 

pflegemarketing: Was magst du weniger am Pflegeberuf?
Aysel: Die Gegebenheiten. Damit meine ich das drumherum. Das ist der Grund warum ich in die Freiberuflichkeit ging. Ich habe diverse Pflegedienste vorher ausprobiert um festzustellen, dass sie sich alle ähneln. Es wird sobald man erfahren ist, mehrere Patienten einem gegeben. Und das für meistens nur 1-2 Euro mehr die Stunde. Ausserdem ist es schwierig als fest angestellte die Therapien so auszuführen wie man es gerne machen würde. Wegen ständigem Patientenwechsel und Neuaufnahmen. Desweiteren sind klar strukturierte Hierarchien wo man sich unterordnen muss und ständig den Druck zu spüren bekommt.

 

pflegemarketing: Hast du Ratschläge für jüngere Kollegen?
Aysel: Ich habe die letzte Zeit oft gemerkt , dass jüngere Kollegen sich zu uberschätzen. Sobald sie eine  Situation gemeistert haben wächst der Ego. Und da würde ich sagen, vorsicht ist geboten. Es kann immer etwas passieren. Deswegen würde ich sagen , sich bewusst zu werden dass man noch am Anfang des Berges steht.

 

pflegemarketing: Kannst Du noch was von den jüngeren Kollegen lernen?
Aysel: Definitiv. Es gibt immer neue Standards. Auch wenn viele Standards meiner Meinung nach keinen Sinn machen und ich mich frage ob die Leute nix zu tun haben J Dennoch kann man drüber Diskutieren und gucken.

 

pflegemarketing: Wie ist die Erfahrung in der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Generationen (Kollegen)?

Aysel: Gut. Ich lerne und gebe gerne weiter. Gerade in der kinderkrankenpflege sind die älteren Generationen auch offen.

Was wünschst du Dir für dein weiteres Berufsleben? Das die Zusammenarbeit mit seriösen Pflegediensten wächst.

 

pflegemarketing: Welche Herausforderungen siehst du im Pflegeberuf? Was sollte besser werden?
Aysel: Es werden immer mehr pflegeeinrichtungen für beatmete Kinder aufgebaut. Meine Befürchtigung ist, dass die Kinder eher in solche Einrichtungen kommen sollen da es die Krankenkassen günstiger kommen als zuhause. Ich hoffe dass wir trotzdem die Qualität erhalten können.

 

pflegemarketing: Vielen Dank für deine Zeit! LG und Danke.
 

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