Schule

Kind mit Behinderung – Schule

Die richtige Schule

Auch die Kleinen werden einmal groß und müssen lesen, schreiben und rechnen lernen. Doch die Wahl der richtigen Schule für ihr Kind mit Einschränkungen stellt viele Eltern vor großen Herausforderungen. Wie kommt mein Kind zur Schule? Wird es sich dort zurechtfinden? Was bringen die Inklusionsklassen? Welche Angebote biete die Schule? Gibt es eine Nachmittagsbetreuung? Mit ihren Fragen und Sorgen rund um die Einschulung und den Schulalltag fühlen sich die Eltern oft alleine gelassen. Hilfe bieten jedoch verschiedene Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen. Unser Beitrag soll einen ersten Überblick über den Schulalltag für Kinder mit einer Behinderung geben.

 

Die verschiedenen Schultypen

Laut den UN-Konventionen zu Rechten von Menschen mit Behinderungen ist es jedem frei gestellt, welche Schulart er oder sie sich aussucht. Somit können Eltern frei wählen, ob sie ihre Kinder auf eine normale Grundschule, eine Förderschule oder auf eine Integrationsschule schicken möchten. Wer sich unsicher ist, ob sein Kind mit den gestellten Anforderungen der gewählten Schule über oder unterfordert ist, sollte sich Rat bei einem Schularzt oder einer sozialen Einrichtung holen.
Inklusionsklassen

Der Unterschied zwischen einer integrativen Schule und einer Förderschule sind, dass in integrativen Schulen das Konzept der Inklusion umgesetzt wurde: Hier lernen Kinder mit und ohne Einschränkungen zusammen und unterstützen sich gegenseitig. Somit soll mehr Akzeptanz für Kinder mit besonderen Ansprüchen geschaffen werden und behinderte Kinder beim Lernen gefördert werden. Dazu wird ein Extra-Lehrer zur Verfügung gestellt, der auf besondere Bedürfnisse eingeht. Der Lehrer hat mehr eine begleitende als eine lehrende Funktion, da von allen Schülern viel Selbstständigkeit verlangt wird. Kritiker sehen in diesem Konzept einen Nachteil für alle Schüler, weil die Kinder mit Behinderung überfordert sein könnten und somit nichts aus dem Unterricht mitnehmen und die Kinder ohne Einschränkungen zu wenig Förderung kriegen, beziehungsweise in jungen Jahren schon zu sehr auf sich selbst gestellt sein müssen.

Die Länder fördern den Ausbau von integrativen Schulen. Ob das eigene Kind sich in einer Inklusionsklasse zurechtfinden wird, hängt stark von der Persönlichkeitsentwicklung des Kindes ab und muss individuell von den Eltern und Pädagogen entschieden werden.

 

Förderschulen

Wie der Name bereits verrät, legen Förderschulen den Fokus auf eine Förderung der individuellen Bedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler. Auch hier wird eine Allgemeinbildung vermittelt, allerdings im Kontext von verschiedenen Förderschwerpunkten.

So werden unter anderem die geistigen, motorischen oder sozialen Fähigkeiten gefördert, der Fokus auf Sprache und Lernen gelegt oder Unterricht für Kinder mit autistischem Verhalten angeboten. Ist die Einschränkung des Kindes stark ausgeprägt, so lohnt sich auf jeden Fall im höheren Alter und bei der Wahl einer weiterführenden Schule die Anmeldung in einer Förderschule.

 

Angebote einer Schule

Neben dem Schultyp spielt auch das Angebot, dass eine Schule zu bieten hat eine große Rolle. Wer einer Vollzeitbeschäftigung nachgeht, der legt eventuell viel Wert auf eine Ganztagsschule oder eine Hortbetreuung nach dem Schulschluss.  Zudem sollten auch Informationen zum Verpflegungsangebot, wie dem Schulessen eingeholt werden und ob auf besondere Wünsche hinsichtlich Diäten oder Unverträglichkeiten eingegangen werden kann. Einige Schulen bieten zudem ein abwechslungsreiches Freizeitangebot im Rahmen einer Nachmittagsbetreuung an, das die Kinder nicht nur fördert, sondern ihnen meistens auch viel Freude bereitet. Denn nach fleißigem Rechnen, Lesen und Schreiben freuen sich alle, wenn beim Fußballspielen oder Basteln man die Seele baumeln lassen kann

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