Knigge fürs Büro

Den Vorgesetzen duzen oder nicht, auf dem Handy schnell die privaten Nachrichten checken, wenn man gerade auf einen Auftrag wartet und wie lange darf eine Kaffeepause sein? Sich im Büro und am Arbeitsplatz richtig zu Verhalten, ist nicht immer einfach. Schnell handelt man einmal unreflektiert, begeht ein Fauxpas und schon rutscht man eine Stufe tiefer auf der Beliebtheitsskala des Chefs.

Damit Sie dies künftig vermeiden können und auch bei Ihren Kollegen einen guten Eindruck hinterlassen, haben wir für Sie einen kleinen Büro-Knigge zusammengestellt. So werden Sie der Gentleman Ihres Unternehmens.

 

Darf ich meinen Vorgesetzten duzen?

Viele Chefinnen und Chefs sind heutzutage viel jünger als ihre Angestellten. Sie wirken sympathisch, offen und weltgewandt und haben meistens etwas von zielstrebigen Studenten mit ihren Hornbrillen und den trendigen Outfits. Die alten Chefs, in ihren gestärkten Hemden mit Bügelfalte, den strengen Blicken und unterkühlten Kommentaren, werden immer seltener, gerade in jungen Startup-Unternehmen. Heutzutage rutscht einen schnell das „Du“ heraus, besonders, wenn der Chef oder die Chefinnen zehn Jahre jünger ist als man selbst und eine kumpelhafte Art an den Tag legt. Dieses einnehmende Verhalten wird bewusst praktiziert, damit von Anfang an ein Vertrauensverhältnis zum Chef entsteht. Im normalen Leben bieten immer die Älteren den Jüngeren das Du an, doch im Büro wird sich nach der Hierarchie gerichtet. Egal wie jung und aktiv Ihr Chef wirkt, er bietet Ihnen das Du an und nicht Sie. Immer. Seien Sie auch vorsichtig mit altersspezifischen Kommentaren, diese können schnell falsch aufgenommen werden, auch wenn sie als Kompliment gemeint sind.

 

Darf ich auf der Arbeit mein privates Handy nutzen?

Der klassische Fall in nahezu jedem Büro: Im Meeting wird spätestens nach der ersten viertel Stunde das Smartphone hervorgeholt, über eine App Zeitung gelesen, bei Facebook gescrollt oder Emails beantwortet, insbesondere dann, wenn die besprochene Thematik nicht für die eigenen Abteilung bestimmt ist. Das Smartphone am Arbeitsplatz ist immer ein sensibles Thema. Mit dem Handy „spielen“, wirkt schnell unhöflich, selbst dann, wenn Sie es noch so unauffällig machen, denn die typische Smartphone-lese-Haltung erkennt mittlerweile jeder. Das Smartphone im Meeting ist ein absolutes No-Go. Das Handy ist bei Besprechungen immer auszuschalten. Ausnahmen sind natürlich wichtige Anrufe, diese sollten jedoch vorher angekündigt werden, damit alle Bescheid wissen, warum Sie plötzlich leise den Raum verlassen. Zu den Pausenzeiten die privaten Nachrichten checken ist natürlich erlaubt, könnte jedoch unhöflich auf die Kollegen wirken, denn die Pausenzeiten sind auch immer zum Socialising mit den Kollegen gedacht.

Der Dresscode für das Büro

In vielen Büros gibt es heutzutage eher einen lockeren Casual-Stil, ein einfaches Hemd, eine nicht zu ausgefallene Bluse, einen gut sitzenden Rock und es muss auch nicht immer die Anzughose sein, sofern die Kleidung dezent und gepflegt aussieht. Achten Sie auf unauffällige Farben und vermeiden Sie ausgefallene Muster, Markennamen oder Bilder auf Ihrer Kleidung. Sogar eine Krawatte muss nicht immer sein. Auch die Schuhe sollten geputzt und möglichst wenig Farbe haben. Achten Sie ferner auf eine gepflegte Bartkultur und für Frauen, auf eine seriöse Frisur und ein dezentes Makeup.

Je höher Sie auf der Karriereleiter stehen, desto wichtiger wird der Dresscode allerdings, dann ist eine Krawatte vielleicht doch essentiell und die Hochsteckfrisur geeigneter als ein Pferdeschwanz. Überprüfen Sie, ob Ihnen die Farbe oder Musterung Ihrer Kleidung steht, auch wenn diese gerade den aktuellen Trends entspricht, sonst besteht die Gefahr, dass Sie weniger ernst genommen werden, was besonders als Führungsperson schädlich sein könnte. Jogginghose und Turnschuhe sind hingegen niemals erlaubt, auch nicht am Welt-Jogginghosen-Tag.

 

Über das Sprücheklopfen und passende Kommentare

Wenn man bereits ein wenig länger im Büro arbeitet und seine Kolleginnen und Kollegen gut kennt, dann fällt man schnell ins Private, spricht kumpelhaft über intime Themen oder werte die Party vom Wochenende in der Büroküche aus. Seien Sie jedoch vorsichtig, welche Themen Sie vor wem diskutieren. Es mag weder Sie noch Ihrem Gesprächspartner stören, vor anderen über ein gewisses Thema zu reden, allerdings kennen nicht alle Kollegen Sie oder Ihren Gesprächspartner so gut und könnten sich ein schlechtes Bild von Ihnen machen. Das Büro ist immer noch ein offizieller Raum und private Themen sollten nur mit Vorsicht besprochen werden. Passen Sie auch mit lustigen Sprüchen oder witzigen Kommentaren auf, andere könnten Sie als frech einstufen. Heben Sie diese lieber für den Feierabend und bei einem Bier mit Ihren Freunden auf.

 

Muss ich mich bei allen Mitarbeitern vorstellen?

Ja, denn es gehört zum guten Ton. Selbst, wenn Sie nur für ein Kurzprojekt engagiert wurden und nur für eine sehr kurze Zeit im Unternehmen arbeiten. Im Idealfall stellt ein anderer Kollege Sie vor, wenn nicht, müssen Sie die Eigeninitiative ergreifen. Beim Vorstellen haben Sie die Chancen einen guten ersten Eindruck bei Ihren Kollegen zu hinterlassen und Sie vermeiden peinliche Begegnungen in der Pause oder in der Kantine. Das Hallo-Sagen ist das A und O der Höflichkeit, auch im Büro. Offenheit und ein gewisser Grad an Bekanntheit sorgen auch für eine entspannte Arbeitsatmosphäre. Und vergessen Sie nicht: Man sieht sich immer zweimal im Leben und beim zweiten Mal wird es noch unangenehmer, wenn man sich nicht vorgestellt hat.

 

Der Umgang mit den Kollegen

Ein höflicher Umgang ist die Grundlage für eine gute Teamarbeit. Vermeiden Sie Lästereien und Tratschen Sie nicht über andere Fehler – jeder hat sein eigenes Kreuz zu tragen und Sie

sind nicht mehr in der Schule. Falls Ihnen ein Fauxpas bei einem Ihrer Kollegen auffällt, ist es ratsam ihn dezent darauf hinzuweisen, bevor es der Chef macht, Sie würden sich auch darüber freuen.

Bleiben Sie stets höflich und neutral, auch wenn es Ihnen schwerfällt, weil Sie mit einem Kollegen nicht auf guten Fuß stehen. Reflektieren Sie Ihr Verhalten gegenüber der weiblichen Kollegenschaft. Sexistische Bemerkungen, anzügliches Flirten und Grabschereien sind ein absolutes No-Go und könnten Sie Ihren Job kosten. Vermeiden Sie jedoch auch Stereotypisierungen, indem Sie bestimmte Arbeitsprozesse als weiblich und männlich einstufen. Allerdings sind alte Klassiker, wie das Türaufhalten oder Frauen den Vortritt lassen, immer noch gern gesehen in der Damenwelt.

 

Die Facebookanfrage vom Chef annehmen?

Facebook ist ein heikles Thema, es ist ein soziales Netzwerk, dass eher dem privaten Vergnügen angehört und auf dem man sich trotzdem mit seinen Kollegen befreundet, beziehungsweise sogar mit dem Chef. Einige Chefs sind sehr aktiv auf Facebook, teilen vieles Private und alles Berufliche mit ihrer Facebook-Community, andere wiederum verhalten sich eher im Hintergrund.

Doch wenn der Chef Ihnen eine Freundschaftsanfrage schickt, müssen Sie diese annehmen, raten Experten. Er wird Ihnen jedoch keine Anfrage schicken, wenn er Sie nicht näher kennen würde und Sie nicht in einem vertrauenswürdigen Team zusammen arbeiteten. Das heißt jedoch nicht, dass Sie auch alles mit dem Chef teilen müssen. Facebook bietet seinen Nutzern mittlerweile die Option an, die Freunde in Listen einzusortieren und diesen nur einen begrenzten Zugang zu Statusupdates und Bildern zu gewähren. Auch bei Facebook sollten Sie Privates und Berufliches trennen, achten Sie auch darauf, bestimmte Bilder vor Ihren Kolleginnen und Kollegen zu verbergen. Die Bikinifotos aus dem letzten Südseeurlaub oder die Partybilder des feuchtfröhlichen Junggesellenabschieds sollten Sie nicht mit dem ganzen Unternehmen teilen.
 

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