Körperhygiene im Altenheim

Grundsätzlich unterscheidet sich die Körperpflege des älteren Menschen nicht von der jüngerer Menschen. Allerdings gewinnt diese im zunehmenden Alter immer mehr an Bedeutung, denn eine unzureichenden Hygiene kann bei Senioren zum Beispiel bakterielle Infektionen zur Folge haben.

Der Haut gilt dabei eine besondere Aufmerksamkeit, da diese im Alter schnell austrocknet und aufgrund dessen anfällig für Krankheiten ist. Bei der Reinigung ist darauf zu achten, dass die Haut entlastet und die Schutzfunktion nicht vorzeitig erschöpft wird. Daher sollte die Haut zwar sorgfältig, aber gleichzeitig auch schonend gewaschen werden.

Sobald die Menschen nicht mehr selbstständig für die eigene Körperpflege Sorge tragen können, übernehmen Pflegekräfte diese wichtige Aufgabe. Die notwendige Hilfestellung ist jedoch in Art und Umfang von Patient zu Patient immer unterschiedlich. Doch unabhängig vom Grad der Mobilität orientieren sich die täglichen Hygienemaßnahmen auch weiterhin an den individuellen Gewohnheiten und Vorlieben des Pflegebedürftigen. Die Intimsphäre des Patienten hat dabei die oberste Priorität. Im Zweifelsfall sollte bei der Körperpflege ein Sichtschutz eingesetzt werden, um die Privatsphäre zu wahren.

 

Die Ganzkörperpflege

Bei Pflegebedürftigen, die sich nicht mehr selbst waschen können, ist darauf zu achten, dass der Patient die Handlungen der Pflegekraft beobachten kann. Der Patient kann dabei auf einem Hocker Platz nehmen oder aber in einem Rollstuhl am Waschbecken sitzen. Bleibt der Pflegebedürftige bei der Körperhygiene im Bett, sollte der Oberkörper in eine erhöhte Position gebracht werden. Die Pflegekraft verwendet nach Möglichkeit in erster Linie Produkte des Patienten, um damit den persönlichen Wünschen nachzugehen. Schritt für Schritt werden bei der Reinigung immer nur die Körperregionen aufgedeckt, die gewaschen werden. So wird der Patient nicht unnötig entblößt und gleichzeitig das Schamgefühl respektiert. Das Waschen gestaltet sich für den Pflegebedürftigen viel angenehmer, wenn sowohl das Wasser als auch die Hände der Pflegekraft die richtige Temperatur haben. Um unnötige Unterbrechungen zu vermeiden, befinden sich alle notwendigen Utensilien am besten in unmittelbarer Reichweite. Bei Patienten mit einer Bewusstseinsstörung ist es ratsam, zunächst mit der Mundpflege zu beginnen. Dadurch werden die Pflegebedürftigen schneller wach und gleichzeitig kooperativer. Darüber hinaus empfiehlt es sich, beim Waschen einen leichten Druck in Richtung des Herzens auszuüben. So wird der Blutfluss gefördert und der Kreislauf in Schwung gebracht.

 

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