Mobil im Alter – 4 Tipps zur Anschaffung eines Elektromobils

Wenn die geliebten Spaziergänge immer kürzer ausfallen oder der Weg vom Einkaufen nach Hause immer beschwerlicher wird, kann ein Elektromobil für eine deutlich verbesserte Lebensqualität sorgen. Die große Auswahl an unterschiedlich ausgestatteten Modellen und die ebenso große Preisspanne machen die Entscheidung allerdings nicht leicht. Wichtige Kriterien stellen zudem die individuellen Bedürfnisse des Nutzers sowie die Frage nach einer eventuell möglichen Bezuschussung oder gar Kostenübernahme dar.

1. Die Modellwahl

Elektromobile gibt es für zahlreiche Anforderungen – für reine Fahrten auf Asphalt, geländegängige Modelle, Universalfahrzeuge, offen, überdacht oder ganz geschlossen. Es werden sogar Tandemmodelle mit zwei Sitzplätzen hintereinander angeboten. Die Höchstgeschwindigkeiten reichen von unter 6 bis zu 15 km/h. Ab 6 km/h benötigt man eine Versicherung wie für ein Mofa. Je nach Batterieleistung kann die Reichweite bis zu 60 km betragen. Allerdings ist die Leistung insgesamt stark abhängig vom Gewicht des Fahrers sowie der Zuladung.

Um zu prüfen, welches Modell in Frage kommt, sollte man unbedingt eine Probefahrt machen. Diese ist bei guten Händlern eine Selbstverständlichkeit.

2. Die Kosten

Preisgünstige, einfach ausgestattete Modelle gibt es ab rund 1.000 Euro. Je nach Modell und Ausstattungsvariante sind jedoch schnell auch 6.000 oder 7.000 Euro erreicht. Elektromobile mit besonderen Ausstattungsmerkmalen gehen auch schon einmal in den 5-stelligen Bereich. Hinzugerechnet werden müssen die Kosten für Wartung und Pflege, ggf. Versicherung, die Stromkosten (durchschnittlich ca. 1 Euro auf 100 km) sowie etwaige Reparaturkosten.

Elektromobile kann man auch gebraucht kaufen. Hier sollte – wie beim Autokauf auch – auf den Zustand und Wartungsstatus des Fahrzeugs geachtet werden. Andernfalls wird aus dem Schnäppchen schnell ein teures Elektromobil, das wegen anfallender Reparaturen immer wieder ausfällt.

Eine weitere Möglichkeit ist die Miete eines Fahrzeugs – eine gute Lösung beispielsweise für Menschen, deren Handicap vorübergehender Natur ist, etwa bei temporären Einschränkungen nach einem Unfall oder Schlaganfall.

3. Zuschussfähigkeit

Bei vom Arzt bestätigter medizinischer Indikation fallen Elektromobile in die Kategorie der von der Krankenkasse übernommenen oder bezuschussten Hilfsmittel. Dies gilt allerdings nur für Fahrzeuge bis 6 km/h Höchstgeschwindigkeit und auch nicht für sämtliche auf dem Markt befindlichen Modelle. Die Krankenkassen geben darüber Auskunft, welche Modelle eine Hilfsmittelnummer besitzen und übernommen oder bezuschusst werden können. Wer ein anderes Elektromobil kaufen möchte, sollte vorab klären, ob er die Summe dann vollständig selbst tragen muss oder lediglich die Mehrkosten.

4. Wartung und Reparaturen

Neben der normalen Pflege mit den passenden Reinigungsmitteln müssen Elektromobile regelmäßig gewartet werden. Die Wartungsintervalle variieren je nach Hersteller. Auch hierzu gibt der Händler Auskunft. Besonders wichtig ist die Frage, wie lang die Wartezeit bei eventuell anfallenden Reparaturen ausfällt. Bei nicht in Deutschland hergestellten Elektromobilen liegt diese oft höher. Das bedeutet, dass das Fahrzeug unter Umständen für Tage oder gar Wochen nicht zur Verfügung steht. Auch dies gilt es vorab mit dem Händler zu klären.
 

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