Nervennahrung – die richtige Ernährung

Nervennahrung – die richtige Ernährung im stressigen Alltag ist besonders wichtig. Denn: Wer viel Stress im Büro hat und trotzdem seine freie Zeit genießen möchte, beziehungsweise sich in der Freizeit um so wenig wie möglich kümmern will, der muss Abstriche mache – ohne Frage. Viele verzichten deshalb auf aufwendiges Kochen und bestellen ihr Abendbrot lieber bei einem Lieferservice oder holen sich etwas auf die Hand. Doch gerade in stressvollen Zeiten, sollte man besonders auf eine ausgewogene und gesunde Ernährung achten.

Was ist Stress?

Im Stress schüttet der Körper die Hormone Adrenalin, Kortisol und Noradrenalin aus, sodass wir in Alarmbereitschaft gesetzt werden und schneller reagieren und arbeiten können. Jedoch bewirken diese Hormone auch einen gesteigerten Bluthochdruck, einen erhöhten Blutzuckerspiegel, der für ein häufigeres Hungergefühl sorgt und einen schnelleren Herzschlag – unser Körper arbeitet also auf Hochtouren und braucht mehr Nährstoffe als an normalen Tagen. Damit man nicht schnell ausgelaugt ist, sollte man bewusst bestimmte Lebensmittel meiden und andere dafür umso häufiger essen. Stress schwächt zudem das Immunsystem, womit das Risiko ansteigt, krank zu werden.

Warum essen wir ungesund?

Doch warum essen wir meistens so ungesund, wenn wir viel Stress haben? Der Körper verlangt nach einer Belohnung für die anstrengende Zeit, deshalb greifen wir abends nach der Arbeit zur Schokolade, öffnen eine Tüte Chips oder gönnen uns ein Stück Kuchen in der Pause, es gibt uns ein gutes Gefühl. Zwar schüttet unser Körper beim Essen von Schokolade Serotonin aus, allerdings hält das gute Gefühl nur kurzzeitig an und wir greifen schnell zum nächsten Stück. Letztendlich überkommt uns jedoch das schlechte Gewissen oder wir werden langsam dick.

 

Eigentlich braucht unser Körper keinen Extrazucker, wir nehmen genügend Kohlenhydrate durch andere Lebensmittel auf und Obst ist süß genug. Zucker stresst unseren Körper noch mehr, da er viel Energie braucht, um ihn zu verarbeiten. Wir werden schneller erschöpft, kraftlos und fühlen uns ausgelaugt. Dasselbe gilt übrigens auch für viele Fertiggerichte, da diese eine Menge unnatürliche Stoffe beinhalten, wie Geschmacksverstärker und Konservierungsstoffe oder künstliche Aromen. Jedoch soll niemandem sein Stück Schokolade verwehrt werden oder den selbstgebackenen Kuchen der Oma, in stressigen Zeiten sollte nur besonders auf eine gesunde Ernährung geachtet werden, da oxidativer Stress viele Gesundheitsprobleme hervorrufen kann, wie Kopfschmerzen, Magenkrämpfe, Herzschmerzen und längerfristig sogar Krebs oder Herzprobleme verursachen könnte.
Es ist natürlich allgemein bekannt, dass man auf ausreichend Schlaf und genügend Ruhepausen zwischendurch achten soll, jedoch reden wir hier auch nicht von dem Normalfall, sondern von einem stressigen Alltag. Dennoch sollte man sich an ein paar Ernährungsregeln halten, um den Körper den Alltag zu erleichtern.
Essen Sie regelmäßig. Überlegen Sie sich am besten schon früh, wann Sie Zeit für eine Mittagspause haben und wann zwischendurch kleine Pause für einen Snack eine da ist. Essen Sie nicht beim Arbeiten, sondern nehmen Sie sich ein bisschen Zeit dafür. Wenn Sie kochen, sollten Sie gleich mehrere Portionen kochen und einfrieren, so sparen Sie später Zeit, weil Sie die einzelnen Portionen nur noch auftauen brauchen. Diese können Sie auch bequem in einer Tupperdose mit zur Arbeit nehmen. Wenn es mal schnell gehen muss, greifen Sie lieber zu Nüssen, Obst und Gemüse und nicht zu Schokoriegeln oder Keksen, meiden Sie im Stress ungesunde Fette und Zucker. Smoothies sind auch eine gute Alternative zu herkömmlichen Snacks, sie sind schnell püriert und in eine Flasche abgefüllt zum Mitnehmen geeignet.

Gesundes Essen bei Stress

Doch es gibt auch einige Lebensmittel, die unseren Körper im stressigen Alltag helfen, unseren Geist stärken und unsere Nerven entspannen, nicht umsonst nennt man diese auch gerne „Nervennahrung“. Diese Lebensmittel unterstützen mit bestimmten Vitaminen und Mineralien nicht nur unsere Nerven, sondern schützen auch die Zellen vor den freien Radikalen, die bei oxidativem Stress entstehen und häufig auch Krebs verursachen. Doch welche sind diese Lebensmittel?
Sie sollten darauf achten Lebensmittel zu essen, die viel Magnesium, Kalium und die Vitamine C, B, und E aufweisen, sowie gegen freie Radikale wirken. Magnesium, Kalium und verschiedene B-Vitamine fördern ein gesundes Nervensystem und Vitamin C und Zink stärken das Immunsystem, welches im Stress meistens angegriffen ist. Vitamin E beugt gegen die Zellschädigung durch die freien Radikale und oxidativen Stress vor und gesunde Fette helfen bei der Spaltung und Aufnahme der Vitaminen und Mineralien. Am besten kann unser Körper die Inhaltstoffe in natürlicher Form aufnehmen, deshalb sollten Sie Nahrungsergänzungsmittel, wie Vitaminpräparate eher meiden.

Gemüse, Hülsenfrüchte, Obst gegen Stress

Essen Sie viel grünes Blattgemüse, wie Spinat, Mangold oder Rucola. Diese enthalten nicht nur gute Inhaltstoffe für die Nerven, sondern zum Beispiel auch Eisen und Phosphor gegen Müdigkeit und Abgeschlagenheit. Achten Sie bei der Zubereitung Ihrer Gerichte auf die Verwendung von gesunden Fetten, die viele Omega-3-Fettsäuren enthalten. Diese finden Sie in Fisch, Distel- und Mandelöl und Avocados. Gesunde Fettsäuren helfen nicht nur bei der Aufnahme der Vitamine und Mineralen, sondern auch bei der Bekämpfung der freien Radikale. Nüsse haben nahezu alle Mineralien und Vitamine, die ein Körper braucht, greifen Sie also häufiger mal zu einer puren Nussmischung. Ferner regen Nüsse den Stoffwechsel an und führen zu einem fitten Körpergefühl.

 

Bei Obst sollten Sie sich an Bananen, Sanddorn, Beeren, Birnen und Zitrusfrüchten, wie Clementinen oder Grapefruits halten. Bananen haben zusätzlich die Aminosäure Tryptophan, die in Serotonin umgewandelt wird. Diese Obstsorten besitzen neben Magnesium und Kalium auch viel Vitamin C und Zink für das Immunsystem und guten Eigenschaften für den Zellschutz des gesamten Körpers.

Die besten Gemüsesorten für stressige Zeiten sind Paprika, Brokkoli, Erbsen und Kürbis. Wussten Sie, dass eine Paprika doppelt so viele Vitamine hat, wie eine Zitrone? Zudem wird ihr Karotin, welches der Paprika die rote Farbe verleiht, in Vitamin A umgewandelt und stärkt das Immunsystem. Brokkoli und Paprika zählen zu den gesündesten Gemüsesorten, weil sie sehr reich an Mineralien und Vitaminen sind, die der Körper einfach aufnehmen kann und gegen das Erschöpfungsgefühl helfen. Wer es ein bisschen pikanter mag, der darf gerne Ingwer in seine Gerichte geben. Ingwer belebt den Geist, erfrischt den Körper und regt mit seinen ätherischen Ölen Kreislauf und Stoffwechsel an. Zudem wirkt er sich positiv auf Zellschutz und das Immunsystem aus. Sie sollten das Gemüse möglichst roh essen, da die Hitze viele gute Eigenschaften zerstört.

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Doch auch Hülsenfrüchte, wie Linsen, Naturjoghurt, am besten mit Beeren oder Zitrusfrüchte und Getreide wie Hafer, Dinkel und Amarant sollten unbedingt im Speiseplan mit eingebaut werden. Wer früh mit einem Müsli startet, profitiert gleich doppelt: kerniges Müsli, das am besten selbst gemischt wurde, hat nicht nur viele gute Stoffe in sich, sondern gibt den Körper lange Energie, da es langsamer verdaut wird.

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Essensvorlieben sind Gewöhnungsfrage. Wer sich dazu zwingt länger auf Fastfood und Schokolade zu verzichten, der wird auch irgendwann keinen Appetit mehr auf beides haben, auch wenn es am Anfang schwer ist. Doch Sie werden schnell merken, dass der Verzicht auf das ungesunde Essen Sie fitter und belastbarer machen wird und Sie besser mit Stress umgehen können.

 

Neben einem gesunden Essen, sollten Sie trotz Stress regelmäßig einen Ausgleich haben, treiben Sie Sport, gehen Sie Ihrem Hobby nach oder treffen Sie sich mit Ihren Freunden. Mit den richtigen Lebensmitteln können Sie allerdings schon viel zur Stressbekämpfung beitragen.
 

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