Neues Jahr – Neuer Job?

Neues Jahr – Neuer Job? Die Mehrheit der Berufstätigen hat schon einmal über einen Jobwechsel nachgedacht. Die Gründen für einen Jobwechsel können verschiedene sein: Neben dem Umzug in eine neue Stadt, weil der Partner einen neuen Beruf ergriffen hat, liegen die Ursachen für die Suche nach einer neuen Stelle meistens in der Unzufriedenheit mit dem alten Job. Entweder fordert der alte Job einen nicht mehr genug und man möchte sich weiterentwickeln, oder das Gehalt stimmt mit den eigenen Qualifikationen nicht mehr überein. Einige möchten jedoch auch ein wenig zurücktreten und suchen nach einem Beruf, bei dem Sie weniger arbeiten müssen und mehr Zeit für Ihre Familie haben, andere wollen sich noch einmal ganz neu orientieren und etwas anderes ausprobieren. In ernsteren Fällen könnte jedoch auch ein zu hoher Arbeitsdruck und Mobbing Gründe für einen Jobwechsel sein.

Reflektieren Sie

Wenn Sie schon häufiger mit den Gedanken eines Jobwechsels gespielt haben, sollten Sie die Frage des Jobwechsels gezielter angehen und Ihren aktuellen Job einmal genauer unter die Lupe nehmen. Stellen Sie für sich persönlich fest, wie zufrieden Sie in Ihrem aktuellen Job sind und ob Sie Ihren Ansprüchen entsprechend gefördert werden. Bietet Ihre Arbeitsstelle Ihnen Weiterbildungsmöglichkeiten, gäbe es Aufstiegschancen für Sie und wie Sicher ist Ihre Stelle? Schätzen Sie auch Ihr Gehalt realistisch zu Ihrer Verantwortung und Ihren Arbeitsweg ein, denn Anfahrtszeit ist unentgeltliche Arbeitszeit. Bewerten Sie jedoch auch das soziale Umfeld: Wie ist Ihr Verhältnis zum Chef und zu Ihren Kollegen und wieviel Freizeit erlaubt der Job Ihnen.

Es mit Veränderungen probieren

Bevor Sie sich nach etwas neuem umschauen, sollten Sie erst einmal mit Ihrem Arbeitgeber sprechen. Geben Sie Ihm, aber auch Ihrem Team, die Chance etwas zu verändern, bezüglich Gehalt, Aufstiegschancen und das Klima im Büro. Schauen Sie sich auch mal in anderen Abteilungen Ihres Unternehmens um und sprechen Sie mit dem zuständigen Personalverantwortlichen. Wenden Sie sich auch an Ihren Chef, wenn es Probleme im Team gibt, manchmal kann eine Führungsperson diese lösen.

Jobwechsel planen

Wenn Sie zum Schluss kommen, dass ein Jobwechsel das geeignetste für Sie ist, dann sollten Sie einen Jobwechsel strategisch umsetzen. Überstürzen Sie nichts, sondern stellen Sie einen Plan auf. Definieren Sie, wo Sie sich in zehn Jahren sehen wollen was Sie von dem neuen Job hinsichtlich der Aufgaben und der Verantwortung erwarten. Setzen Sie sich auch bewusst eine Untergrenze Ihrer Gehaltsvorstellungen. Haben Sie jedoch nicht zu hohe Anforderungen an Ihren neuen Job, einen hundertprozentig perfekten Arbeitsplatz werden Sie kaum finden, Sie müssen eher hinnehmen einige Bedürfnisse zurückzustellen.

Eckdaten für den neuen Job definieren

Erst wenn die Eckdaten zu den Vorstellungen von Ihrem neuen Job stehen, sollten Sie gezielt suchen, denn nun wissen Sie, nach was Sie suchen wollen.
Planen Sie den Wechsel in einen neuen Job gut. Vielleicht ist es nötig die eine oder andere Weiterbildung zu absolvieren, vielleicht müssen Sie sogar eine komplette Umschulung machen. Zwar wird dafür meistens Ihre komplette Freizeit in Anspruch genommen, doch es ist ja nur für eine kurze Zeit und der Nutzen ist sehr hoch. Personaler sehen gerne aktuelles Engagement im Lebenslauf. In manchen Fällen lohnt es sich auch einen Karriereberater hinzuzuholen. Ein Experte weiß eventuelle genau, nach was Sie suchen und könnte Ihnen eine Menge Zeit und Stress ersparen. Außerdem geben Karriereberater auch gute Hinweise zu Bewerbungen, Lebensläufen und Interviews, sie haben die gegenwärtigen Trends gut im Blick.

Halten Sie den Markt im Blick

Ferner sollten Sie die derzeitige Entwicklung des Arbeitsmarktes im Blick haben, wenn gerade Ihre Fachrichtung weniger gesucht wird, müssen Sie sich wohl damit abfinden ein oder zwei Jahre zu warten, ehe Sie den Beruf wechseln können. Versuchens Sie es jedoch auch mit Initiativbewerbungen, das zeigt, dass Sie sich wirklich für ein Unternehmen und eine Stelle begeistern. Kündigen Sie erst, wenn Sie die neue Stelle schriftlich sicher haben, zum einen stärkt eine feste Anstellung Ihre Verhandlungsposition, da Sie trotz einer sicheren Anstellung sich umgucken, zum anderen wissen Sie nie, wann Sie Ihrer alten Stelle wirklich den Rücken kehren können.

Wissen ist macht – informieren Sie sich

Informieren Sie sich auch genau über Ihren neuen Arbeitgeber: Wie hat sich das Unternehmen in der Vergangenheit bezüglich Personalfragen verhalten, gab es häufige Wechsel, passt die Unternehmensphilosophie zu Ihnen? Belesen Sie sich im Internet zu dem Unternehmen und googlen Sie auch nach Defiziten. Spielen Sie eventuelle Missstände nicht hinunter, denken Sie immer daran, dass in der Zukunft vielleicht Sie die Person sind, die unter den schlechten Bedingungen leiden muss.

Stärken Sie Ihre Qualitäten

Obwohl ein Jobwechsel in einigen Fällen angebracht, wenn nicht sogar wünschenswert ist, haben viele Menschen Angst den Schritt zu wagen. Hierbei hilft es sein Selbstbewusstsein zu stärken. Kennen Sie Ihre Stärken und Qualitäten und machen Sie sich bewusst, welchen Wert Sie für Ihr Unternehmen hätten und welche Erfahrungen und Routinen Sie mitbringen könnten. Schätzen Sie realistisch das Risiko ab, welches Sie eingehen. Ein Jobwechsel ist auch immer eine Kosten-Nutzen-Analyse. Nur Sie wissen, was Ihnen wichtiger ist und was eher vernachlässigt werden kann. Nur wenn der Nutzen deutlich überwiegt, sollten Sie die Chance ergreifen, ohne später die Entscheidung zu bereuen. Allerdings gibt es immer ein paar Risiken, die Sie nicht vorher sehen können. Wenn Sie zum Beispiel aufgrund von Mobbing den Arbeitsplatz wechseln, könnte es sein, dass auch das neue Team intrigant und eine schlechte Büroatmosphäre auch hier der Alltag ist.

Der Jobwechsel

Bedenken Sie auch, dass ein Jobwechsel Ihr privates Leben verändern kann. Der neue Arbeitgeber verlangt eventuell, dass Sie mehr Überstunden machen, vielleicht haben Sie künftig eine andere Arbeitszeit oder müssen häufiger auch an den Wochenenden mal arbeiten. Der Arbeitsweg könnte länger sein oder Provisionen fallen weg. Möglicherweise müssen Sie sich ein Büro teilen, oder einer gewissen Kleiderordnung gehorchen.

Die Gehaltsfrage

Ein wichtiger Punkt ist natürlich das Gehalt. Sie sollten sich über Ihre Gehaltsvorstellungen unbedingt Gedanken machen. Schätzen Sie dafür realistisch Ihre Fähigkeiten ein, bewerten Sie sich selbst jedoch nicht zu gering. Gerade Frauen neigen dazu ihre Qualifikationen für unter Wert zu verkaufen. Auch hier ist es ratsam einen Blick in das Internet zu werfen, einen Experten zu fragen oder verschieden Angebote zu vergleichen, um ein Bild von einem fairen Einkommen zu haben.

Aller Anfang ist schwer

Haben Sie keine Angst vor eventuellen Rückschlägen und Misserfolgen in der Anfangsphase. Jedes Unternehmen hat seine eigene Unternehmenskultur, deshalb sind Startschwierigkeiten ganz normal. Lassen Sie sich davon nicht beunruhigen und fragen Sie lieber etwas häufiger nach am Anfang, es wird Ihnen keine Übel nehmen, denn jeder hat einmal neu angefangen. Sehen Sie einen neuen Beruf lieber als Chance, zeigen Sie hier Ihre Qualifikationen, die Sie auf Ihrer alten Arbeit nicht beweisen konnten.

Planen Sie, Reflektieren Sie und legen Sie los

Ein Jobwechsel sollte gut durchdacht sein. Haben Sie immer vor Augen, was Sie erwarten und wo Sie sich in zehn Jahren sehen. Lassen Sie jedoch auch Ihre finanzielle und private Situation nicht aus den Augen. Wenn Sie nach einem Jobwechsel Finanz- oder Eheprobleme bekommen, haben Sie vielleicht eine bessere Position, eventuell mehr Geld, aber bestimmt kein glücklicheres Leben. Vergessen Sie nicht, dass ein erneuter Wechsel wieder mit viel Anstrengungen und Zeit verbunden wäre. Doch sehen Sie eine neue Stelle als eine Chance und lassen Sie sich nicht verunsichern, wenn auf Anhieb nicht alles stimmt. Ein Berufswechsel könnte Sie in Ihrer Karriere weiterbringen und neue Möglichkeiten eröffnen. Verlassen Sie sich auf Ihre Qualifikationen und seien Sie optimistisch, Ihr Traumberuf wartet vielleicht schon lange auf Sie.

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