Bild pflegemarketing.org Frau bringt einem im Bett liegenden Mann, Wasser

Palliativpflege zuhause – Hilfe bei der Sterbebegleitung

Einen geliebten Menschen in seinen letzten Monaten, Wochen oder Tagen zu begleiten, ihm ein würdevolles Sterben in seiner gewohnten Umgebung zu ermöglichen, ist vielen pflegenden Angehörigen ein großes Anliegen. Und ebenso ist es der größte Wunsch der meisten schwersterkrankten Patienten, die Geborgenheit des eigenen Zuhauses und der Familie nicht verlassen zu müssen.

Die Sterbebegleitung bringt emotionale Hochs und Tiefs mit sich – auf beiden Seiten. Die Palliativpflege dient deshalb nicht nur den Bedürfnissen des Sterbenden, sondern schließt auch die Unterstützung der Angehörigen mit ein.

Was die Palliativpflege beinhaltet

Bei der Palliativpflege geht es um die ganzheitliche Betreuung des Patienten und der Angehörigen. Durch medizinische Maßnahmen werden dem Patienten die Schmerzen so weit wie möglich genommen. Hier geht es nicht um eine Verlängerung des Lebens, sondern darum, die verbleibende Zeit so angenehm und lebenswert wie möglich zu gestalten.

Zur ganzheitlichen Pflege zählen u. a. die optimale Schmerzbehandlung, die pflegerische Versorgung entsprechend den Bedürfnissen des Patienten sowie der Angehörigen, erleichternde Maßnahmen wie Massagen, Entspannungsübungen usw., Ablenkung durch Beschäftigung mit schönen Dingen, Vorlesen, Spiele oder Basteln, die psychologische Betreuung der Betroffenen sowie die Trauerbegleitung und Hilfe bei der Trauerbewältigung.

Wenn Sie sich entscheiden, eine professionelle Palliativpflege in Anspruch zu nehmen, können Sie als pflegender Angehöriger sicher sein, alles für Ihr Familienmitglied zu tun – und erhalten in dieser emotional so schwierigen Zeit selbst alle Unterstützung, die Sie benötigen.

Wer führt Palliativpflege durch?

Zahlreiche Pflegedienste haben sich auf die Palliativpflege zuhause spezialisiert. Erkundigen Sie sich bei der Pflegekasse nach einem Dienst in Ihrer Nähe oder recherchieren Sie im Internet. Falls die Bedingungen für die Sterbebegleitung zuhause zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht mehr optimal sein sollten, stehen stationäre Palliativpflegemöglichkeiten in Krankenhäusern oder Hospizen zur Verfügung.

Wer trägt die Kosten für die Palliativpflege?

Die Kosten für die Palliativpflege übernimmt die Krankenkasse, sofern eine Verordnung des Arztes vorliegt. Sie müssen die Kostenübernahme bei der Kasse beantragen. Hilfestellung erhalten Sie dabei durch die Sozialstation des Krankenhauses, den Pflegedienst oder die Palliativstation.

Wichtig ist zudem, sofort die richtige Pflegestufe zu beantragen. Für den Fall, dass die Begutachtung durch den medizinischen Dienst nicht mehr vor dem Ableben Ihres Angehörigen stattfinden konnte, kann die Anerkennung der Pflegestufe dennoch nachträglich nach Aktenlage beantragt werden.
 

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