Schulprojekte in Altenheimen

In vergangenen Zeiten lebten oftmals drei Generationen unter einem Dach. Der stetige Kontakt zwischen Kindern und alten Menschen gehörte in vielen Haushalten zum Alltag und war eine Selbstverständlichkeit. Heutzutage werden diese Begegnungen zwischen Jung und Alt immer seltener. Die Lebenswelten der Generationen haben wenig Berührungspunkte. Doch dieser Situation kann man mit Offenheit und frischen Ideen schnell Abhilfe schaffen.

Schüler bringen sich mit ihren Talenten ein

So gibt es heutzutage viele Schulprojekte und Arbeitsgemeinschaften, die das Miteinander zwischen Alt und Jung fördern. Dazu gehört natürlich auch der regelmäßige Besuch eines Altenheims. Inhalte dieser Projekte können ganz unterschiedlicher Natur sein. Bei einigen Aktionen, die von Schülern und Lehrern durchgeführt werden, steht die Interaktion im Vordergrund, während oftmals auch einfach ein Konzert gegeben oder eine Vorlesestunde abgehalten wird. Die Möglichkeiten sind nahezu unbegrenzt. Lehrer und Pflegekräfte beobachten dabei häufig, dass die Hemmschwelle der Schüler zu Beginn recht groß ist. Im Umgang mit den Senioren wirken sie anfangs unsicher. Doch sobald sie die ersten positive Rückmeldungen der Bewohner erhalten, ist der Bann meist gebrochen.

 

Musik verbindet

Musik verbindet Generationen. Daher bietet es sich an, Musikklassen der benachbarten Schulen, die Gelegenheit zu geben, ihre Lieder im Rahmen eines kleinen Konzerts zu präsentieren. Menschen jedes Alters freuen sich über beschwingte Melodien und mitreißende Rhythmen. Sie lenken vom Alltag ab und wecken Erinnerungen an vergangene Zeiten. Die Schüler können die Bewohner zudem ermuntern, bei bekannten Liedern in den Gesang einzustimmen. Das verschafft ein Gemeinschaftsgefühl und baut die Barrieren zwischen den Generation im Nu ab. Fast noch mehr Möglichkeiten bietet das Theater. Schüler können das Altenheim zu einem Theatersaal verwandeln und ihr eigenes Stück aufführen oder aber die Bewohner in das Theaterspiel einbeziehen. Bei derartigen Projekten ist die Unterstützung eines Theaterpädagogen zu empfehlen. Die Profis wissen genau, wie sie die Lebenserfahrungen der Senioren in das Stück einbinden können. Das gemeinsame Üben stellt einen engen Kontakt zwischen Alt und Jung her. Die Teilnehmer lernen dabei die unterschiedlichen Ausdrucksformen der anderen Generation kennen. Das Highlight für alle Teilnehmer ist natürlich die Premiere des Stückes, zu der natürlich alle Verwandten eingeladen werden.

 

Eine andere Form der Interaktion ist die Betreuung einer einzelnen Person bei verschiedenen Aktivitäten. Dabei bilden jeweils ein Schüler und ein Bewohner ein Paar. Zusammen wird zum Beispiel „Mensch ärgere dich nicht“ gespielt, die Osterdekoration gebastelt oder Kuchen gebacken. Auch hier profitieren nicht nur die Senioren von der Hilfestellung der Jüngeren. Oftmals teilen die Bewohner mit ihren Gesellschaftern beim gemeinsamen Zeitvertreib ihren großen Wissensschatz. Aufgrund der großen Lebenserfahrung gibt es daher auch viele Projekte, bei denen die älteren Menschen als Mentor fungieren und mit guten Ratschlägen zur Seite stehen. In Bezug auf Freundschaften, Schullaufbahn oder Berufswahl können die Senioren hilfreiche Tipps geben, denn einige Lebensweisheiten aus vergangenen Jahrzehnten sind tatsächlich heute noch aktuell.

 

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