Seelsorge für das Pflegeheim

Seelsorge für das Pflegeheim: Eine gute Pflege hat das Ziel, dem Pflegebedürftigen ein würdevolles Leben bis zum Schluss zu ermöglichen. Doch zu einer guten Pflege zählen nicht nur die körperlichen und medizinischen Bedürfnisse zu befriedigen, sondern auch die geistigen Wünsche zu erfüllen, wenn dies möglich ist. Dies beinhaltet die Möglichkeit einen Seelsorger zu kontaktieren, damit dieser mit dem Erkrankten vertraulich reden und ihm ökumenischen Beistand leisten kann. Besonders ältere Menschen besinnen sich gerne auf ihre Religion zurück und finden Beistand und zum Teil Hilfe in ihr. Deshalb engagieren auch viele nicht-kirchliche Pflegeheime Seelsorger, die den Bewohnern oft eine bedeutende mentale Unterstützung geben.

 

Was machen Seelsorger?

Heutzutage werden kirchliche Seelsorger nicht mehr nur zum Sterbebett gerufen, sondern begleiten die Menschen meistens die ganze Zeit im Pflegeheim. Oft sind sie feste Mitarbeiter des Hauses und werden von der Kirche aus angestellt. Zu ihren Aufgaben zählen natürlich die klassischen Tätigkeiten von Geistlichen: Das Abhalten von Gottesdiensten, die Salbung von Kranken und Sakramentenspende. Daneben organisieren sie christliche Veranstaltungen wie Bibelrunden oder statten Bewohner von Heimen bei Bedarf Einzelbesuche ab. Die meisten derzeitigen Seelsorger besitzen eine Ausbildung als Pflegefachkraft, sodass sie neben ihren religiösen Tätigkeiten auch den allgemeinen Pflegebetrieb unterstützen.

 

Wer hat ein Anrecht auf einen Seelsorger?

Prinzipiell haben alle Bewohner des Pflegeheims ein Recht auf eine christliche Fürsorge, auch wenn sie aus der Kirche ausgetreten sind oder sogar einer anderen Konfession angehören. Seelsorger setzen sich da ein, wo sie gebraucht werde, dabei fragen natürlich besonders oft christliche Bewohner nach einen, jedoch kommen auch immer wieder Anfragen von Pflegebedürftigen mit einem anderen Glauben. Oft geht es dabei weniger um die Inhalte der einen oder anderen Religion, sondern vielmehr um einen religiösen Rat und Beistand als Kontrast zu einer weltlichen Sicht. Viele ältere Menschen suchen auch einen Vertrauten, um noch vor ihrem Ableben über besondere Angelegenheiten sprechen zu können, die ihnen auf den Herzen liegen. Ein Seelsorger behandelt jeden Menschen mit der gleichen Würde, eine Eigenschaft, die im normalen Alltag bei älteren Menschen meistens untergeht.

Kann man einen Seelsorger auch nach Hause bestellen?

Auch das ist möglich. Wenn die pflegebedürftige Person zu Hause gepflegt wird und nicht mehr in der Lage ist ohne größere Umstände das Haus zu verlassen, statten Seelsorger auch private Besuche ab. Um diese regelmäßig in Anspruch nehmen zu können, empfiehlt sich jedoch immer offiziell einer Konfession zugehörig zu sein. Oft bestellen Angehörige auch Seelsorger für Pflegebedürftige, die geistig nicht mehr fit sind, weil sie ihr ganzes Leben lang religiös gewesen waren. Wer auf seinem Sterbebett noch einmal seinen Geistlichen des Vertrauens sehen möchte, sollte sich frühzeitig darum kümmern, damit im Fall der Fälle der Geistliche auch kurzfristig verfügbar ist.

 

Seelsorge für Angehörige

Geistliche in Pflegeheimen kümmern sich nicht nur um die Bewohner des Heimes, sondern auch um ihre Angehörigen. Viele Familienmitglieder suchen in schweren Phasen geistlichen Rat und wenden sich daher oft an den Seelsorger des Heimes. Besonders wenn der Geistliche häufiger von dem Pflegebedürftigen aufgesucht wurde, besprechen auch die Angehörigen ihre Ängste und Sorgen, aber auch ihre Schuldgefühle mit ihm. Viele Seelsorger bieten zudem an im Fall einer Beerdigung, einen Gottesdienst für den Verstorbenen abzuhalten.

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