Sturzprophylaxe – Eine wichtige Prophylaxe

“Vorsicht bitte fallen Sie nicht hin!”

Sicherlich ist jedem dieser Satz schon mehrfach in irgendeiner Form begegnet. Besonders alte Menschen sind von Stürzen betroffen. Im Alter sind die Knochen brüchiger es reichen schon kleinste Mengen an Druck aus, um eine Fraktur oder andere Verletzung zu bekommen.

In Pflegeeinrichtungen gibt es mittlerweile feste Pflegestandards zur Sturzprophylaxe, auch Expertenstandards genannt. Sie sind eine Art “Roter Faden” an den sich jeder halten muss. Gleichzeitig erhalten durch die Standards generell neue Mitarbeiter eine sofortige Information zur Arbeitsweise.

Grundsätzlich müssen Pflegekräfte zunächst das Sturzrisiko erkennen und einschätzen können. Dies wird dann in einem Sturzerfassungsbogen vermerkt. Eine mögliche Hilfe zur Erfassung der Daten können auch die Angehörigen bieten.

Wie kann man Stürze bei alten Menschen vermeiden

Stabilisation der Muskulatur

Eine wichtige Maßnahme, um Stürze zu vermeiden, ist die Stabilisation der Muskulatur im Alter. Zum einen kann dies durch Physiotherapie erzielt werden. Aber auch durch tägliche Spaziergänge und Bewegungsangebote (z.B. Sitzgymnastik) wird eine Kräftigung der Muskulatur erzielt.

Ganz wichtig sind auch bestimmte Maßnahmen zur Anpassung im Umfeld des älteren Menschen. In Pflegeeinrichtungen existieren dafür genaue gesetzliche Vorgaben. Bestimmte Maßnahmen können aber durchaus in der Häuslichkeit ebenfalls ihre Umsetzung finden.

Sturzgefahren erkennen und minimieren

Es ist notwendig Sturzgefahren in der näheren Umgebung des älteren Menschen, zu beseitigen. Dazu zählen beispielsweise Teppichkanten oder Vorleger im Badezimmer. Es ist ebenfalls wichtig Warnhinweise bei nassen Böden zu vermerken. Die Beleuchtung muss ausreichend und Lichtschalter gut erreichbar sein, denn häufig passieren Stürze in schlechten Lichtverhältnissen.

Haltegriffe

Sehr sinnvoll sind Haltegriffe im Bad, Toilette und Flur. Die Nutzung von Gehhilfen in Form von Rollatoren ist ebenfalls eine Möglichkeit Stürzen vorzubeugen. Dabei gilt es jedoch zu beachten, dass diese Hilfsmittel regelmäßig gewartet werden müssen und auf den Bewohner angepasst sein sollen.

Hüftprotektoren

Eine weitere Option sind sogenannte Hüftprotektoren, das ist eine Art Abpolsterung zum Schutz von Stürzen. Außerdem ist ein Notrufsystem innerhalb des Hauses sehr wichtig. Der Bewohner muss durch einen kleinen Aufwand in der Lage seine Hilfe zu holen.

Stürze dokumentieren

Sollte es zu einem Sturz gekommen sein, ist es die Aufgabe der Pflegefachkraft genau Dokumentation in Form eines Sturzprotokolls zu führen. Gegebenenfalls eine Fotodokumentation erstellen bzw. durch eine ärztliche Vorstellung Frakturen und andere Verletzungen auszuschließen. Achten Sie als Angehöriger auch auf blaue Flecken und fragen Sie Ihren Angehörigen, wenn keine Pflegekraft im Raum ist. Verlangen Sie auch mögliche Protokolle, wenn Sie ganz sicher gehen wollen und bestehen Sie darauf! Es gibt immer wieder schwarze Schafe – aber darunter darf die Gesundheit Ihres lieben Verwandten niemals leiden!
 

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