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Niemand sitzt gerne im Rollstuhl. Mit steigendem Alter wird die Wahrscheinlichkeit, eines Tages im Rollstuhl zu landen, allerdings stets größer. Sei es durch eine Verletzung oder einfach nur durch Schwäche. Da der Rollstuhl in diesem Fällen ein langfristiger Begleiter wird, sollte bei der Auswahl besser genau hingeguckt werden. So gehen Sie sicher, dass Sie auch langfristig mit Ihrem Rollstuhl zufrieden sind, es bequem haben und vor allem auch für Ihre Sicherheit gesorgt ist. Auf die folgenden Punkte sollten Sie bei der Auswahl besonders achten.

 

Elektrisch oder Manuell?

Normalerweise reicht ein Manueller Rollstuhl völlig aus. Es kann allerdings sein, das der Betroffene Schwierigkeiten hat, einen Manuellen Rollstuhl zu bedienen. Schließlich erfordert es etwas Armarbeit. In diesem Fall oder wenn diese Situation absehbar ist, sollte daher ein elektrischer Rollstuhl in Erwägung gezogen werden.

 

Maße

Ein Rollstuhl sollte möglichst bequem sein. Daher müssen die Maße unbedingt zu dem Benutzer passen.

 

Breite: In der Sitzbreite solle sich der Benutzer nicht eingequetscht fühlen, aber auch nicht hin und her rutschen können.

 

Tiefe: Bei der Tiefe sollten Sie gemütlich an der Rückenlehne sitzen, ohne dass Sie zu weit mit Ihren Kniekehlen über die Sitzfläche heraus ragen. Die Kniekehlen sollten allerdings auch nicht an der Sitzkante reiben.

 

Rückenlehne: Die Höhe der Rückenlehne sollte genug Platz zum bewegen der Schulterblätter lassen, um den Rollstuhl optimal bedienen zu können.

 

Höhe: Bei der Sitzhöhe sollte Ihnen erlaubt sein, mit den Füßen über den Boden zu laufen. Sie sollten allerdings bequem sitzen, wenn die Füße auf den Fußrasten stehen.

 

Das Gewicht

Das Gewicht entscheidet maßgeblich über die Mobilität mit Ihrem Rollstuhl. Zum einen kann ein leichter Rollstuhl besser bewegt werden, wenn Sie drin sitzen, zum anderen lässt sich ein leichter Rollstuhl besser Transportieren, wenn Sie z.B. im Auto sitzen. Viele Rollstühle haben auch abnehmbare Teile. So lässt sich das Gewicht je nach Situation etwas anpassen.

 

Bremsen

Die normalen Bremsen eines Rollstuhls sind nur für den festen Stand gedacht. Wie bei einer Handbremse im Auto. Es wird nämlich davon ausgegangen, dass der Benutzer mit seinen Händen bremst. Es gibt allerdings auch Modelle mit zusätzlichen Bremsen. Das eignet sich z.B., wenn die Person geschoben werden muss, damit der Schiebende besser bremsen kann.

 

Lagerung & Transport

Auch im Rollstuhl sitzen Sie nicht den ganzen Tag. Bei Transporten müssen Sie z.B. in den Autositz wechseln. Damit es in solchen Situationen nicht zu kompliziert wird, sollte der Rollstuhl möglichst klein gemacht werden können. Faltbare Rollstühle sind hierfür bestens zu empfehlen und abnehmbare Teile machen den Vorgang ebenfalls etwas leichter.

 

Kippschutz

Ein Kippschutz verhindert, das der Rollstuhl nach hinten umkippt und sollte daher unbedingt dabei sein. Für gewöhnlich kann der Kippschutz abgenommen werden, wenn der Rollstuhl von einer anderen Person gesteuert wird, damit dies etwas angenehmer ist.

 

Wenn Sie diese Punkte beachten, können Sie bei der Auswahl Ihres Rollstuhls nicht mehr viel falsch machen. Bei besonderen Bedürfnissen sollten Sie sich aber am besten genauer Beraten lassen.

Mit zunehmendem Alter wird vor allem ein Thema, das vorher nur wenig Beachtung gefunden hat, immer ernstzunehmender. Dabei handelt es sich um das Thema Stürze. Mit steigendem Alter steigt nämlich nicht nur die Wahrscheinlichkeit, hinzufallen. Ein Sturz kann auch wesentlich schwerwiegendere Folgen nach sich ziehen. Daher ist es grundsätzlich besser, aktiv Vorsorge zu betreiben und nicht auf den Tag zu warten, an dem es soweit ist. Hier finden Sie ein paar Tipps, mit denen Sie sich sowohl vor Stürzen, als auch vor den Folgen schützen können.

 

Halten Sie sich fit

Natürlich fühlen wir uns mit steigendem Alter nicht mehr ganz so danach, uns zu bewegen. Dabei ist das gerade jetzt sehr wichtig. Denn durch gezieltes Kraft- und Ausdauertraining sorgen Sie nicht nur für einen schöneren Körper. Sie wirken damit vor allem auch Gleichgewichtsstörungen, Gangunsicherheiten und Mobilitätsproblemen entgegen.

 

Alleine durch die weitere Schulung Ihres Gleichgewichtssinnes, lassen sich viele Stürze bereits im vorhinein verhindern. Sollte es doch einmal zu einem Sturz kommen, sinkt die Wahrscheinlichkeit ernsthafter Verletzungen ebenfalls enorm.

 

Achten Sie auf eine gesunde und vollwertige Ernährung

Fitness ist natürlich nicht alles. Ihr Körper benötigt selbstverständlich auch eine passende Ernährung um Muskeln zu bilden und aufrecht zu erhalten. Dafür benötigt er vor allem Proteine, aber auch Kohlenhydrate um die Muskeln nach einem Training wieder mit Energie zu versorgen. Fette sind auch von hoher Wichtigkeit für Ihren Körper. Nehmen Sie aber möglichst viele ungesättigte und weniger gesättigte Fettsäuren zu sich.

 

Außerdem sollte Ihr Körper mit ausreichend Mikronährstoffen versorgt werden. Wenn Sie bei einem Magen-Darm Infekt schonmal an einen Tropf mussten, wissen Sie bestimmt wie schnell man sich wieder energiegeladen fühlt, wenn man mit Elektrolyten versorgt wird. Nehmen Sie zu wenig Mikronährstoffe zu sich, dann mangelt es an Energie und Stürze sind vorprogrammiert. Essen Sie daher viel Obst, Gemüse, Nüsse, Eier, Fisch und natürlich auch etwas Fleisch.

 

Lassen Sie regelmäßig Ihre Augen und Ohren überprüfen

Unsere Fähigkeit, Gleichgewicht zu halten und uns in Situationen, bei denen es zu Stürzen kommen kann, korrekt entgegen zu bewegen, hängt maßgeblich von einer korrekten Funktion unserer Augen und Ohren ab. Wie Sie sicherlich wissen, sind unsere Ohren nicht nur zum hören, sondern auch für unser Gleichgewicht zuständig. Finden sich hier Schäden, kann es logischerweise leichter zu Stürzen kommen.

 

Bei einer australischen Studie wurde eine Hälfte der Testpersonen (Brillenträger) dazu angehalten, für einen Zeitraum von 13 Monaten eine Einstärkbrille zu tragen. Diese Gruppe stürzte in diesem Zeitraum um 40 Prozent weniger, als die Gruppe, die Ihre normale Brille benutzte. Dies zeigt, dass auch unsere Augen einen großen Einfluss auf Stürze haben können. Lassen Sie Ihre Augen und Ihr Gehör daher regelmäßig überprüfen.
Natürlich kann es trotz dieser Tipps immernoch zu Stürzen kommen. Verwenden Sie daher auch Hilfsmittel, wie z.B. einen Handstock, Aufstehhilfen, Gleitschutz und Handgriffe. Auch ein Treppenlift kann Ihnen mehr Sicherheit in Ihr Heim bringen.