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Je nach Pflegestufe kann das alltägliche Leben sehr stark eingeschränkt sein. Da ist jede Hilfe recht. Zum Glück entwickelt sich unsere Technik mit rasanter Geschwindigkeit weiter. So stehen uns ständig neue Möglichkeiten offen, die unser Leben erleichtern und uns Aufgaben abnehmen.

 

Eine nicht ganz so neue Technologie, die allerdings immer einfacher und bezahlbarer wird, ist die Haussteuerung. Diese lässt sich heutzutage nämlich schon komplett von Ihrem Smartphone aus erledigen. Dabei haben Sie eine ganze Reihe an Möglichkeiten.

 

Licht & Fenstersteuerung

In vielen Häusern gibt es Zimmer, in denen die Lichtschalter nicht an der passenden Stelle sind. Steht ein Pflegebedürftiger im dunkeln auf und hat nicht direkt einen Lichtschalter zur Hand, dann kann das leicht zu Unfällen führen. Das gleiche gilt für Fenster und Schalousinen, die nur schwer zu erreichen sind. Hier können Sie ganz leicht Abhilfe schaffen. Denn mit ein paar Modifikationen lässt sich all dies ganz einfach über Ihr Smartphone steuern.

 

Alarmanlage

Sicherheit ist sehr wichtig. Viele Menschen setzen daher heutzutage auf eine Alarmanlage. Diese lässt sich ebenfalls ganz bequem auch aus der Entfernung über Ihr Smartphone steuern. Sollte es zu einem Einbruch kommen, dann werden Sie direkt benachrichtigt und können sogar direkt per Livevideo sehen, was zuhause los ist.

 

Türsteuerung

Heutzutage müssen Sie nicht extra aufstehen, wenn jemand an Ihrer Tür klingelt. Sie können direkt auf Ihrem Smartphone sehen, wer Sie besuchen möchte, mit demjenigen sprechen und auch die Tür öffnen. Ideal, wenn Sie eine große Wohnung haben und sich nicht mehr so gut bewegen können.

 

Stromsteuerung

Gerne vergisst man mal den Strom oder auch einzelne Geräte auszuschalten, wenn man das Haus verlässt. Fällt es einem dann erst ein, wenn man schon unterwegs ist, kann das ärgerlich und teils auch gefährlich sein. Mit der Haussteuerung per Smartphone können Sie den Strom und einzelne Geräte auch aus der Ferne über das Internet ausschalten.

 

Herdsteuerung

Eine besondere Gefahr bei eingeschalteten Geräten stellt der Herd dar. Viele Hausbrände werden durch eingeschaltete Herde verursacht und somit sollten Sie besonders, wenn Sie zur Vergesslichkeit neigen, vorsorgen. Per App lässt sich Ihr Herd dabei auch ausschalten, wenn Sie unterwegs sind. Es gibt allerdings auch Lösungen, bei denen sich der Herd automatisch ausschaltet, wenn Sie eine Zeit lang nicht in der Küche sind.

 

Die Möglichkeiten werden ständig mehr und Ihr Leben somit immer einfacher und sicherer. Was für junge Menschen noch als Luxus erscheint, kann Ihnen im Alter sehr wichtige Dienste erweisen. Bleiben Sie daher stets auf dem neusten Stand.

Der Begriff “Wachkoma” oder auch apallisches Syndrom ist häufig in den Medien ein Thema und wirft viele Fragen auf. Eine ganz genaue Definition lässt sich sehr schwer finden.

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Haustiere für Pflegebedürftige: Der Hund ist der beste Freund des Menschen, heißt es im Volksmund. Doch auch andere Tiere bringen viele Freude und Leben in den Alltag von älteren oder pflegebedürftigen Menschen. Wer mit Tieren aufgewachsen ist und in seinem Leben immer mal wieder ein Haustier hatte, der möchte natürlich auch im Alter, beziehungsweise wenn die Gesundheit nachlässt, nicht auf sie verzichten. Braucht man auch nicht, eher im Gegenteil: Haustiere können viel zum Wohlbefinden des Erkrankten beitragen.

 

Gesundheitlicher Nutzen von Haustieren

Viele Studien haben schon etliche Male nachgewiesen, dass Tiere den Menschen gesund und fit halten und auch die sozialen Kompetenzen stärken. Wer sich um ein Tier kümmert, der hat das Gefühl gebraucht zu werden und zugleich eine Aufgabe im Leben. Viele alte Menschen fühlen sich häufig überflüssig und wissen nichts mit sich anzufangen, besonders wenn ihre Gesundheit ihnen viele Grenzen setzt. Sich um jemanden zu kümmern, macht glücklich, außerdem wird beim Streicheln von Tieren ein Hormon ausgeschüttet, dass ein Wohlfühlgefühl auslöst.
In anderen Studien wurde bereits nachgewiesen, dass Senioren, die sich um Tiere kümmern fitter sind, weniger an Depressionen leiden, seltener Schlafprobleme und Herz-Kreislauf-Krankheiten bekommen und aufgrund der Stärkung der sozialen Kompetenzen, dem Leben gegenüber positiver eingestellt sind.

 

Struktur im Alltag

Ein Haustier gibt Struktur im Alltag, da es regelmäßig gefüttert, sein Käfig gereinigt und bei einem Hund auch regelmäßig mit ihm raus gegangen werden muss. Strukturen helfen uns, unser Leben und damit unseren Alltag zu organisieren. Auch Pflegebedürftige haben ihre Freude und ihren Nutzen an Haustieren. Je nachdem welche Pflegestufe sie erreicht haben, können sie sich noch ganz oder zu mindestens teilweise um das Tier kümmern. Und selbst, wenn bereits das Kümmern um das eigene Leben sehr schwer fällt, ist ein Tier ein guter und vor allem treuer Freund bis zum Lebensende.
Hunde sind sehr geeignete Haustiere, wenn der Pflegebedürftige noch relativ selbstständig leben kann. Bei Gassi-gehen mit dem Hund kommt man nicht nur raus an die frische Luft, sondern bewegt sich täglich.

 

Hund, Katze, Maus – das richtige Tier

Die beliebtesten Haustiere der Deutschen sind Katzen, auf Platz zwei liegen Hunde und auf Platz drei Vögel. Ferner ist jeder vierte Herrchen oder jedes vierte Frauchen über sechzig. Doch welches Tier passt zu dem oder der Erkrankten? Wer viel zu Hause sein muss oder sogar eine Gehbehinderung vorweist, für den ist die Katze oder ein Vogel am geeignetsten, da ein Hund viel mehr Aufmerksamkeit und aus diesem Grund auch viel mehr Kraft braucht als die anderen beiden Tierarten. Generell sollte niemals ein ganz junges Tier, das noch keine Erziehung hat bei einem Pflegebedürftigen einziehen. Eine Person, die selber regelmäßig fremde Hilfe braucht, sollte mit einem Tier so wenig Arbeit wie möglich haben, weshalb junge und auch Tiere mit einer schwierigen Vergangenheit nicht in Frage kommen. Wer sich für einen Hund entscheidet, sollte eine Rasse wählen, die als ruhig und ausgeglichen gilt. Da die Mobilität bei Pflegebedürftigen meist vermindert ist, sind verspielte Hunde oder jene, die viele Auslauf brauchen, keinen passenden Begleiter. Potenzielle Besitzer sollten sich vor dem Kauf des Tieres gründlich über Haltung und Pflege informieren, damit weder Tier noch Herrchen, beziehungsweise Frauchen am Ende enttäuscht ist.

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Obwohl die Behandlungsmethoden immer moderner und sanfter werden, haben viele Menschen Angst vor dem Zahnarzt. Fast jeder hasst das Geräusch eines Bohrers und macht nur notgedrungen einen Termin für die nächste Kontrolle. Der Weg zum Zahnarzt wird noch mühseliger, wenn die eigene Mobilität eingeschränkt ist. Doch eine regelmäßige Zahnuntersuchung ist unumgänglich – schließlich spielt die Zahngesundheit in jedem Alter eine große Rolle.

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pflegemarketing: Hallo und vielen Dank für das Interview! Stell dich doch bitte einmal vor: Wer bist du und was machst du?
Aysel: Meine Name ist Aysel aus Frankfurt am Main. Tätig seit 3 Jahren als exam. Freiberufliche Kinderkrankenschwester in der ambulanten Intensivversorgung von beatmeten Kindern.

 

pflegemarketing: Wie bist du zur Pflege gekommen? Welche Ausbildung hast du abgeschlossen?
Aysel: 1995 Examen als Kikra in der Uniklinik FFM abgeschlossen. Hatte zuvor 1jähriges Soziale Fachschule gemacht und mein Interesse der Kinderkrankenpflege wuchs.

 

pflegemarketing: Wie lange arbeitest du insgesamt schon in der Pflege?
Aysel: Seit Beendigung meines Examens.

 

pflegemarketing: Wie kam es zur Entscheidung für den Pflegeberuf? Hast du deine Berufswahl je bereut?

Aysel: Nein bereut niemals. Gerade später in meiner Laufbahn habe ich gemerkt das mir viele  Sachen leichter fielen aufgrund meiner lernintensiven Ausbildung.

 

pflegemarketing: Hat sich irgendetwas im Laufe deines Berufslebens verändert?
Aysel: Ja , ich habe nochmalig den drang gehabt mehr zu wissen. Aus dem Grund habe ich dann nochmalig Informatik mit Schwerpunkt Gesundheitsinformatik studiert. Auch habe ich 3 Jahre in diesem Bereich gearbeitet. Allerdings sind meine sozialen Skills stärker ausgeprägt als dass sie Zufrieden in der Wirtschaft existieren können. Deswegen habe ich mich entschlossen als freiberufliche Kraft in die Pflege wieder einzusteigen.Was ich gar nicht bereue. Bin seit 2014 als freiberufliche Kraft im Rhein-Main Gebiet unterwegs.

 

pflegemarketing: Hast Du dich weiterentwickelt? Von deinen Tätigkeiten dazugelernt?
Aysel: Lernen hört nie auf .. deswegen ist es gerade wichtig in dem häuslichen Bereich dazuzulernen. Ich habe stets Weiterbildungen. Zur Zeit mache ich den Pflegeexperten.

 

pflegemarketing: Welche Erfahrungen haben dich im Job am stärksten geprägt?
Aysel: Eigentlich alles :-)

 

pflegemarketing: In welchen Situationen findest du deinen Job schwierig?
Aysel: In dem Konflikt mit der Ethik. Wenn ich merke dass dies nicht mehr ethisch vertretbar ist, gebe ich den Auftrag ab.

 

pflegemarketing: In welchen Situationen macht Dir deine Arbeit am meisten Spaß?
Aysel: Bei schulbegleitungen. Wenn der Patient Spass hat an seinem Leben.

 

pflegemarketing: Was magst du am Pflegeberuf?
Aysel: Die Arbeit mit Menschen. Auch wenn die Angehörigen anstrengend sein können, ist es doch eine Herausforderung sich denen zu stellen und demensprechend sich weiterzubilden um die Kommunikation zu gewährleisten.

 

pflegemarketing: Was magst du weniger am Pflegeberuf?
Aysel: Die Gegebenheiten. Damit meine ich das drumherum. Das ist der Grund warum ich in die Freiberuflichkeit ging. Ich habe diverse Pflegedienste vorher ausprobiert um festzustellen, dass sie sich alle ähneln. Es wird sobald man erfahren ist, mehrere Patienten einem gegeben. Und das für meistens nur 1-2 Euro mehr die Stunde. Ausserdem ist es schwierig als fest angestellte die Therapien so auszuführen wie man es gerne machen würde. Wegen ständigem Patientenwechsel und Neuaufnahmen. Desweiteren sind klar strukturierte Hierarchien wo man sich unterordnen muss und ständig den Druck zu spüren bekommt.

 

pflegemarketing: Hast du Ratschläge für jüngere Kollegen?
Aysel: Ich habe die letzte Zeit oft gemerkt , dass jüngere Kollegen sich zu uberschätzen. Sobald sie eine  Situation gemeistert haben wächst der Ego. Und da würde ich sagen, vorsicht ist geboten. Es kann immer etwas passieren. Deswegen würde ich sagen , sich bewusst zu werden dass man noch am Anfang des Berges steht.

 

pflegemarketing: Kannst Du noch was von den jüngeren Kollegen lernen?
Aysel: Definitiv. Es gibt immer neue Standards. Auch wenn viele Standards meiner Meinung nach keinen Sinn machen und ich mich frage ob die Leute nix zu tun haben J Dennoch kann man drüber Diskutieren und gucken.

 

pflegemarketing: Wie ist die Erfahrung in der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Generationen (Kollegen)?

Aysel: Gut. Ich lerne und gebe gerne weiter. Gerade in der kinderkrankenpflege sind die älteren Generationen auch offen.

Was wünschst du Dir für dein weiteres Berufsleben? Das die Zusammenarbeit mit seriösen Pflegediensten wächst.

 

pflegemarketing: Welche Herausforderungen siehst du im Pflegeberuf? Was sollte besser werden?
Aysel: Es werden immer mehr pflegeeinrichtungen für beatmete Kinder aufgebaut. Meine Befürchtigung ist, dass die Kinder eher in solche Einrichtungen kommen sollen da es die Krankenkassen günstiger kommen als zuhause. Ich hoffe dass wir trotzdem die Qualität erhalten können.

 

pflegemarketing: Vielen Dank für deine Zeit! LG und Danke.
 

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pflegemarketing: Hallo und vielen Dank für das Interview! Stell dich doch bitte einmal vor: Wer bist du und was machst du?

Kirsten: Kirsten , 41 Jahre stecke mitten in der Ausbildung zur ex. Altenpflegerin

 

pflegemarketing: Wie bist du zur Pflege gekommen? Welche Ausbildung hast du abgeschlossen?

Kirsten: Nach 5 Wochen Praktikum hab ich mich zur Ausbildung entschlossen

 

pflegemarketing: Wie lange arbeitest du insgesamt schon in der Pflege?

Kirsten: 9 Monate

 

pflegemarketing: Wie kam es zur Entscheidung für den Pflegeberuf? Hast du deine Berufswahl je bereut?

Kirsten: Nach 22 Jahren in einem anderen Job wollte ich einfach eine Veränderung

 

pflegemarketing: Hat sich irgendetwas im Laufe deines Berufslebens verändert?

Kirsten: Das Hochgefühl vom Anfang ist einer leichten Resignation gewichen. Als Azubi wird man verheizt

 

pflegemarketing: Hast Du dich weiterentwickelt? Von deinen Tätigkeiten dazugelernt?

Kirsten: Ich mache immer noch mehr als meine Kollegen und nutze dafür auch meine Pausen oder den Dienstschluss

 

pflegemarketing: Welche Erfahrungen haben dich im Job am stärksten geprägt?

Kirsten: Das Kollegen einem das Leben und den Job echt schwer machen

 

pflegemarketing: In welchen Situationen findest du deinen Job schwierig?

Kirsten: Wenn man einfach zu wenig Zeit für die Bewohner hat und wenn Vorschriften mehr zählen als Menschlichkeit

 

pflegemarketing: In welchen Situationen macht Dir deine Arbeit am meisten Spaß?

Kirsten: Wenn Patienten sich freuen mich zu sehen. Wenn selbst Demente mich nach 4 Wochen noch mit Namen ansprechen und mich umarmen

 

pflegemarketing: Was magst du am Pflegeberuf?

Kirsten: Das Lächeln und die Dankbarkeit

 

pflegemarketing: Was magst du weniger am Pflegeberuf?

Kirsten: Zeitvorgaben

 

pflegemarketing: Hast du Ratschläge für jüngere Kollegen?

Kirsten: Hört den Leuten einfach mal zu

 

pflegemarketing: Wie ist die Erfahrung in der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Generationen (Kollegen)?

Kirsten: Ich komme zum Glück mit jedem klar….einige lass ich näher an mich als andere

 

pflegemarketing: Was wünschst du Dir für dein weiteres Berufsleben?

Kirsten: Das ich weiter mit einem Lachen zur Arbeit gehen kann

 

pflegemarketing: Welche Herausforderungen siehst du im Pflegeberuf? Was sollte besser werden?

Kirsten: Man sollte den Menschen sehen und nicht nur Zeit und Vorschriften

 

 

pflegemarketing: Vielen Dank für deine Zeit! LG und Danke.

 

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Fragen:

pflegemarketing: Hallo und vielen Dank für das Interview! Stell dich doch bitte einmal vor: Wer bist du und was machst du?

Conny: „Hallo ich bin Sr. Constance oder Conny, was Sie sich leichter merken können.“ Mit diesem Satz stell ich mich jedem neuen Patienten vor.

Ich arbeite derzeit im Wichernkrankenhaus des evangelischen Johannesstift in Berlin. Ein Fachkrankenhaus für geriatrische Reha. Auf meiner Station gibt es eine Abteilung für palliative Pflege.

 

pflegemarketing: Wie bist du zur Pflege gekommen? Welche Ausbildung hast du abgeschlossen?

Conny: Wie ich zur Pflege gekommen bin, ohje, lange her :-)

Ab der 4. Schulklasse war ich „Junger Sanitäter“ (heute heisst das Jugendrotkreuz) Später hab ich dann aktiv im Sanitätsdienst den Katastrophenschutzes in meiner Heimatstadt Köthen mitgearbeitet – ehrenamtlich. Da war die Entscheidung schon in die Wiege gelegt, was ich später mal lernen will.

Ich hab von 1994 bis 1998 meine Ausbildung zur (damals hiess es noch so) staatlich examinierten Krankenschwester gemacht, in Halle (Saale). Beruflich hab ich mich dann eher für Altenpflege entschieden und hab viele Jahre in Pflegeheimen gearbeitet.

 

pflegemarketing: Wie lange arbeitest du insgesamt schon in der Pflege?

Conny: Mit kurzzeitigen Unterbrechungen aus privaten Gründen.

 

pflegemarketing: Wie kam es zur Entscheidung für den Pflegeberuf? Hast du deine Berufswahl je bereut?

Conny: Nein, ich habs nie bereut, auch wenns Tage gab, wo mich alles angekotzt hat.

 

pflegemarketing: Hat sich irgendetwas im Laufe deines Berufslebens verändert?

Conny: Da hat sich so einiges verändert. Gesetze, Berufsbezeichnung, Hierarchien wurden kleiner. Und natürlich ich selbst hab mich verändert / weiterentwickelt.

 

pflegemarketing: Hast Du dich weiterentwickelt? Von deinen Tätigkeiten dazugelernt?

Conny: Definitiv ja. Ich hab Menschen kennen- und auch lieben gelernt. Ich hab viele Menschen sterben sehen und mich im Nachhinein gefragt, was hätte ich tun können? Hab ich alles getan, damit es Ihnen gut ging auf dem letzten Weg? Ich hab Kollegen beobachtet, wie sie mit kranken Menschen umgehen. Viele hab ich bewundert, und gedacht – das will ich auch so machen. Also hab ich mich entschieden Validation zu lernen. Ich hab mich dazu entschieden in der palliativen Pflege zu arbeiten. Ich habe junge Menschen begleitet während der Ausbildung, habe gesehen wie verunsichert sie zum Teil sind, ergo hab ich Praxisanleiter gelernt.

Ich lerne jeden Tag etwas dazu, und wenn ich merke, dass ich mir nicht mehr 100% sicher bin in dem was ich tue, weil man ja doch einiges vergisst, was man lange nicht getan / gebraucht hat – dann frische ich es auf bzw. lerne es eben nochmal neu. Auch von Azubis kann man noch lernen.

 

pflegemarketing: Welche Erfahrungen haben dich im Job am stärksten geprägt?

Conny: Grenzsituationen in allen Formen und Farben. Kollegen, die kurz vorm ausrasten sind in schwierigen Situationen und kurz vor Gewaltanwendung stehen – bei sowas kann ich nicht tatenlos zusehen, das prägt einen, wenn auch nicht gerade positiv.

 

Abgestumpftheit. Sichtbar vor allem in Dienstübergaben: Frau X war nix, hat geschlafen. Herr Y ist ja tot. Und Frau Z hat geschlafen. Kommt gut sowas nach 2 Wochen Urlaub mal beiläufig zu erfahren, nachdem man den Menschen schon einen langen Zeitraum begleitet hat.

 

Heimbewohner, die geweint haben, als ich Ende letzten Jahres gesagt habe, dass ich gekündigt habe, weil ich wieder im KH arbeiten will. Ein Zeichen, dass sie mich doch mögen und ich ein Teil ihres Lebens (gewesen) bin.

 

Kleinigkeiten wie z.B. eine Beschwerde eines Patienten über eine Kollegin. Zitat: „Sie soll uns doch helfen gesund zu werden und nicht helfen zu funktionieren, wie sie es möchte.“

 

pflegemarketing: In welchen Situationen findest du deinen Job schwierig?

Conny: Wenn Patienten unkooperativ bzw. nicht einsichtig und man immer wieder das gleiche erzählen muss (nicht ohne Schuhe aufstehen, bitte klingeln usw.) sind bzw. Angehörige nicht das gleiche wollen wie der Patient.

 

4-Bett-Zimmer. Bett 3 klingelt, spricht kaum deutsch, also Hände und Füsse zur Kommunikation benutzen. Bett 4 spricht sehr laut dazwischen. Und hinter mir Bett 1 und 2 versuchen Bett 4 zu übertönen und zu beruhigen, damit ich mich auf Bett 3 konzentrieren kann.

 

pflegemarketing: In welchen Situationen macht Dir deine Arbeit am meisten Spaß?

Conny: Ich bin ein Workaholic. Je mehr Arbeit, umso wohler fühle ich mich J

Ich mag kleine Erfolgserlebnisse. Das Lächeln eines Patienten, dass mir DANKE sagen soll. Eine gut gelaufene Praxisanleitung mit einem Schüler der doch solche Prüfungsangst hatte. Ein Küsschen auf die Wange als Dank für saubere Fingernägel J

 

pflegemarketing: Was magst du am Pflegeberuf?

Conny: Ein wenig Leid gelindert und schon fühl ich mich auch gut. Ja ich weiss, Helfer-Syndrom J

 

pflegemarketing:Was magst du weniger am Pflegeberuf?

Conny: Am Beruf selbst gibt’s nix zu meckern, eher an den Klischees, die immer wieder breitgetreten werden. Ich habe mal jemanden kennengelernt, dem hab ich erzählt, dass ich Krankenschwster gelernt hab, und dass ich im Altenheim arbeite. Seine Frage: „Und wieso in die Altenpflege abgerutscht?“ Nix abgerutscht, bewusst gewählt. Und wer das nicht versteht, dem wünsche ich, dass er nie alt wird und Hilfe braucht.

 

Ich mag es nicht, wenn Patienten und Angehörige uns als Sklaven / Zimmermädchen usw. ansehen. Respektlosigkeiten alleine im Umgangston/der Anrede verbitte ich mir.

 

pflegemarketing: Hast du Ratschläge für jüngere Kollegen?
(Wenn du gerade ausgelernt bist – an Schüler, die sich für die Pflege interessieren.)

Conny: Ein Satz aus meiner Lehrzeit, der mich bis heute begleitet: „Mach es genauso, wie du es auch haben möchtest.“ Überlegt euch genau, wie ihr behandelt werden möchtet, wie ich angesprochen werden möchtet und genauso lebt es auch.

 

pflegemarketing: Kannst Du noch was von den jüngeren Kollegen lernen?

Conny: Ja, definitiv. Schulzeit ist lange her, also rein fachlich gesehen kann ich von Azubis noch was lernen. Und auch wenn es Tage gibt, die mich ankotzen, kann ich mich von der Motivation mit der die Azubis und die jüngeren Kollegen an die Arbeit rangehen, anstecken lassen und wieder erkennen, wieso ich diesen Beruf so liebe.

 

pflegemarketing: Wie ist die Erfahrung in der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Generationen (Kollegen)?

Conny: Es geht nix über 30 Jahre Berufserfahrung in Kombination mit frischem Schulwissen. Beides ergänzt sich prima. Seh ich täglich auf Arbeit.

 

pflegemarketing: Was wünschst du Dir für dein weiteres Berufsleben?

Conny: Dass ich nie vergesse, wieso ich diesen Beruf gewählt habe J

 

pflegemarketing: Welche Herausforderungen siehst du im Pflegeberuf? Was sollte besser werden?

Conny: Personalschlüssel sollten überdacht werden. Es geht nicht an, dass 38 Pat. Von 4 PK und 1 PFK oder noch weniger betreut werden, nur weil sie alle Pflegestufe 1 haben, aber doch sehr viel Zeit beanspruchen, weil sie u.a. auch dement sind.

Heimaufsicht und MDK und wie die ganzen Institutionen heissen sollten mehr praxisbezogen denken und arbeiten, es sollte Individuallösungen geben. Wir sollten auch mal über Staatsgrenzen hinaus sehen, wie unsere Nachbarn das so regeln. Z.B. Schweiz.

Zusammenwerfen der Ausbildungen von allen Pflegeberufen ohne Unterschiede der Fachrichtungen? Der letzte Schrott.

 

pflegemarketing: Hast du noch etwas, was du uns mitteilen möchtest?

Conny: Wünsch euch allen, dass ihr in Zukunft gesund bleibt und rüstig im Alter. Wenn ihr dann doch mal Hilfe brauch, dann wünsche ich Euch liebevolle Menschen, die euch begleiten und nicht alleine lassen.

 

pflegemarketing: Vielen Dank für deine Zeit!

 

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Fragen:

pflegemarketing: Hallo und vielen Dank für das Interview! Stell dich doch bitte einmal vor: Wer bist du und was machst du?

Nadine: Ich bin Nadine, 21 und arbeite in einer Rehaklinik im neurologischen Bereich

 

pflegemarketing: Wie bist du zur Pflege gekommen? Welche Ausbildung hast du abgeschlossen?

Nadine:Ich habe während meine Schulzeit ein Praktikum gemacht, das hat mir sehr gefallen.

Ich bin Gesundheits – und Krankenpflegerin

 

pflegemarketing: Wie lange arbeitest du insgesamt schon in der Pflege?

Nadine: Ich habe von 2012-2015 meine Ausbildung gemacht und arbeite nun ca. ein dreiviertel Jahr als Exam. Pflegekraft

 

pflegemarketing: Wie kam es zur Entscheidung für den Pflegeberuf? Hast du deine Berufswahl je bereut?

Nadine: Ich liebe die Arbeit am Menschen, ich brauche Aktion und Bewegung, möchte aber auch Menschen helfen. Nein habe ich nicht!

 

pflegemarketing: Welche Erfahrungen haben dich im Job am stärksten geprägt?

Nadine: Mich hat sehr der Tot geprägt und auch schwere Krankheiten, wie Menschen damit umgehen.

 

 

pflegemarketing: In welchen Situationen findest du deinen Job schwierig?

Nadine: Wenn Patienten nicht mehr leben möchten. Und auch viele Angehörige, die denken sie wissen was richtig ist.

 

pflegemarketing: In welchen Situationen macht Dir deine Arbeit am meisten Spaß?

Nadine: Wenn ich Fortschritten bei meinen Patienten sehe und wenn sie sagen das man für den Beruf geschaffen ist.

 

pflegemarketing: Was magst du am Pflegeberuf?

Nadine: Viele neue Leute kennenlernen und auch ihre Lebensgeschichte zu hören.

 

pflegemarketing: Was magst du weniger am Pflegeberuf?

Nadine: Personalmangel

 

pflegemarketing: Hast du Ratschläge für jüngere Kollegen?

Nadine: Seit immer respektvoll zu euren Patienten!

 

pflegemarketing: Wie ist die Erfahrung in der Zusammenarbeit mit unterschiedlichen Generationen (Kollegen)?

Nadine: Bei uns ist es echt schön. Alle verstehen sich gut. Leider kenne ich auch andere Seite, wo ältere Kollegen uns jüngere nicht respektieren.

 

pflegemarketing: Was wünschst du Dir für dein weiteres Berufsleben?

Nadine: Mehr Personal

 

pflegemarketing: Welche Herausforderungen siehst du im Pflegeberuf? Was sollte besser werden?

Nadine: Eine Herausforderung werden die Patienten sein. Sie werden immer anspruchsvoller.

Mehr Zeit bräuchten wir für die Patienten.

 

pflegemarketing: Vielen Dank für deine Zeit!

 

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Eine große Gefahr bei festliegenden oder an den Rollstuhl gebundenen Patienten ist die Ausbildung eines Druckgeschwürs, in der Fachsprache „Dekubitus“ genannt. Grunderkrankungen wie Infektionen oder Diabetes erhöhen das Dekubitus-Risiko noch.

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Wenn die geliebten Spaziergänge immer kürzer ausfallen oder der Weg vom Einkaufen nach Hause immer beschwerlicher wird, kann ein Elektromobil für eine deutlich verbesserte Lebensqualität sorgen. Die große Auswahl an unterschiedlich ausgestatteten Modellen und die ebenso große Preisspanne machen die Entscheidung allerdings nicht leicht. Wichtige Kriterien stellen zudem die individuellen Bedürfnisse des Nutzers sowie die Frage nach einer eventuell möglichen Bezuschussung oder gar Kostenübernahme dar.

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Basale Stimulation – Ein Konzept in der Pflege: Während meiner Arbeit als Heilerziehungspfleger arbeitet ich eine lange Zeit auf einer neurologischen Frührehabilitationsstation für Kinder, Jugendliche und Junge Erwachsene. Im Rahmen meiner Facharbeit zum Thema “Wachkoma” begegnete mir auch das Konzept der Basalen Stimulation.

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Bewegung ist in jedem Alter wichtig. Gymnastik ist ein regelrechter Jungbrunnen. Denn wer sich ein Leben lang fit hält, profitiert auch im hohen Alter davon. Bewegung stärkt die einzelnen Muskelgruppen und hilft dabei, lange beschwerdefrei und mobil zu bleiben.

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