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Ganz gleich, ob Sie sich plötzlich der Aufgabe gegenübersehen, ein Familienmitglied auf lange Sicht zu pflegen, oder ob Sie sich aufgrund einer sich anbahnenden Pflegebedürftigkeit im Vorfeld mit dem Thema der häuslichen Pflege befassen – die gute Organisation des Pflegealltags stellt nicht nur sicher, den Bedürfnissen des Patienten gerecht zu werden. Sie hilft Ihnen auch dabei, trotz der zusätzlichen Anforderungen gesund zu bleiben.
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Welche Pflegestufe, welche Voraussetzung? – Wir klären Sie auf. Wenn nicht mehr alles alleine klappt, sich die Gesundheit schneller verschlechtert hat, als gedacht oder ein nicht vorgesehenes Ereignis eintrat, dass einen zum Pflegefall macht, sollte man sich schnell über die Beantragung von Pflegehilfe Gedanken machen. Nach deutschem Recht ist die Pflegversicherung seit 1995 Bestandteil der Sozialversicherung und somit eine Pflichtversicherung. Pflegebedürftig sind jedoch nicht nur ältere Menschen, sondern können auch junge Frauen und Männer sein, bei denen eine körperliche oder psychische Behinderung vorliegt.

Kategorien der Einstufung

Ob und inwiefern eine Person Hilfe- und Pflegebedürftig ist, lässt sich an ihrer Selbstständigkeit in den vier Bereichen Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftliche Versorgung messen. Zur Körperpflegen zählen hierbei das eigenständige Waschen, Duschen oder Baden, die Zahnpflege, das Kämmen und Rasieren sowie das eigenständige Benutzen der Toilette. Im Bereich Ernährung sind Personen Hilfe- oder Pflege-bedürftig, wenn sie sich nur sehr schwer oder gar nicht mehr alleine ernähren können, beziehungsweise große Schwierigkeiten in der Nahrungsaufnahme haben. Zur Mobilität zählen Faktoren wie selbständiges Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, An- und Auskleiden aber auch einfacherer Bewegungsprozesse wie Gehen und Stehen, Treppensteigen und natürlich das Finden der eigenen Wohnung. Doch auch Einschränkungen in der alltäglichen Hauswirtschaft können eine Person schon als Pflegefall identifizieren, wenn diese nicht mehr alleine einkaufen und kochen, seine Wohnung sauber halten, seine Wäsche waschen oder sich und seine Wohnung warm halten kann.

Die Pflegestufen

Wie stark die Pflegebedürftigkeit aussieht, wird mithilfe von vier verschiedenen Pflegestufen ermittelt. Die Pflegestufe 0 trifft für Menschen zu, die zwar Hilfe im Alltag bei der Versorgung, Hygiene und Hauswirtschaft brauchen, bei denen jedoch noch nicht von „erheblichen Einschränkungen“ die Rede ist. Meistens reicht in solchen Fällen eine einfache Betreuung, wie es häufig bei Menschen vorkommt, die im Anfangsstadium der Demenz sind.

Die Pflegestufe I

Die Pflegestufe 1 charakterisiert sich durch eine „erhebliche Beeinträchtigung“ im Alltag bei den vier Bereichen. Wer bei der Körperpflege, der Mobilität und der Grundversorgung zu mindestens einer Tageszeit und bei mindestens zwei Aufgaben Hilfe braucht, wird in die Pflegestufe 1 eingestuft. Zudem ist die Person täglich circa 90 Minuten auf die Hilfe von einer anderen Person angewiesen.

Die Pflegestufe II

Die Pflegestufe II trifft auf jene Menschen zu, die mindesten zu drei Tageszeiten Hilfe bei der Bewältigung ihres Alltags brauchen und im Schnitt 180 Minuten am Tag auf diese Hilfe angewiesen sind.

Die Pflegestufe III

In der Pflegestufe III ist der Patient nicht mehr ohne fremde Hilfe überlebensfähig, diese ist die schwerste Pflegebedürftigkeit. Die Person braucht rund um die Uhr, also auch nachts Betreuung und braucht circa 5 Stunden am Tag Hilfe, um den Alltag zu bewältigen.

Was kommt nach der Einstufung?

Die Unterstützung und Pflege kann unterschiedlich aussehen und richtet sich auch nach den Wünschen des Patienten und der Familie, sowie nach den finanziellen Mitteln. Wer die Pflegestufe I oder II hat, kann ambulant zu Hause oder in einem Pflegeheim betreut werden. Liegt die Pflegestufe III vor, ist es jedoch immer geraten eine professionelle Pflegeeinrichtung aufzusuchen, denn meistens schafft die Familie den zeitlichen Mehraufwand nicht.

Obwohl es in Deutschland eine gesetzliche Pflegeversicherung gibt, reicht diese finanzielle Quelle in den meisten Fällen nicht aus. Daher sollte man bereits früh eine zusätzliche Versicherung hinsichtlich der Pflege abschließen.
 

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