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Rechtlicher Betreuer – Aufgaben und Pflichten: Ältere Menschen, insbesondere wenn deren Gesundheitszustand schrittweise nachlässt, fühlen sich mit der Bewältigung ihrer bürokratischen Angelegenheiten oft überfordert. Doch gerade dann gilt es, viel zu klären. Die meisten Menschen denken erst ziemlich spät an ihr Testament, ihre Patientenverfügung oder an Anträge für Kranken- und Pflegekassen und wissen oft nicht, wie sie diese angehen sollen. Hinzu kommt, dass sich das deutsche Recht in den letzten fünfzehn Jahren hinsichtlich zu Pflegefragen oft geändert hat, alle Änderungen natürlich online aufrufbar sind, die Mehrheit der über 65-Jährigen jedoch nicht sicher im Umgang mit den modernen Medien ist. Ferner stellen das Juristendeutsch und die langen und detaillierten Abhandlungen der Gesetze eine weitere Herausforderung dar.

 

Aus diesem Grund entscheiden sich viele Senioren mit Pflegestufe für die Inanspruchnahme eines rechtlichen Betreuers, der ihnen bei allen juristischen Fragen unterstützt.

 

Was ist ein rechtlicher Betreuer?

Ein rechtlicher Betreuer ist eine Person, die als gesetzlicher Vertreter eines Patienten dient, der aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes zeitweilig oder dauerhaft nicht in der Lage ist seine rechtlichen Angelegenheiten alleine zu klären. Ein rechtlicher Betreuer kann nur für eine volljährige und eigentlich geschäftsfähige Person agieren. Er leistet dieser rechtliche Unterstützung und ist dem Willen des Patienten unterworfen. Die Auswahl des geeigneten Betreuers liegt in den Händen des Betreuungsgerichtes, wobei dieses jedoch auf die Wünsche des Patienten eingeht. Mit einer Betreuungsverfügung hat der Patient sogar direkten Einfluss auf die Wahl und kann sich für oder gegen eine Person aussprechen. In den meisten Fällen werden Angehörige oder Sozialarbeiter, aber mitunter auch Rechtsanwälte rechtliche Betreuer.

 

Wann bekommt man eine rechtliche Betreuung?

Ob eine Person aufgrund ihres gesundheitlichen Zustandes eine rechtliche Betreuung braucht oder nicht, entscheidet das Betreuungsgericht, welches ein Teil des Amtsgerichtes ist. Wenn ein Patient jedoch noch geistig fit ist, darf nur er einen Antrag auf eine juristische Unterstützung stellen. Wenn eine rechtliche Betreuung genehmigt wird, dann ist diese zunächst für ein halbes Jahr angesetzt. Danach wird erneut überprüft, ob eine rechtliche Betreuung immer noch notwendig ist. Wenn ja, wird eine sogenannte endgültige Betreuung angeordnet, die alle sieben Jahre regelmäßig überprüft wird. Allerdings kann auch auf Anregung des Betreuers oder des Betreuten die vorzeitige Aufhebung der rechtlichen Betreuung beantragt werden. Da der Betreuer dem Willen des Patienten verpflichtet ist und zum Teil wichtige rechtliche Entscheidungen für ihn tätigt, hat der Patient auch die Möglichkeit Klage gegen die Entscheidungen des Betreuers zu erheben.

 

Welche Aufgaben hat der rechtliche Betreuer?

Die Aufgaben eines rechtlichen Betreuers können unterschiedlich aussehen und müssen aus diesem Grund eindeutig definiert werden. Häufig werden die Aufgaben von dem Betreuungsgericht festgelegt und stehen im Betreuungsausweis. Auch wenn ein Patient einen rechtlichen Betreuer in Anspruch nimmt, ist seine Geschäftsfähigkeit nicht eingeschränkt und er kann weiterhin Verträge abschließen. Jedoch kann das Gericht oder der Patient selbst ein Einwilligungsvorbehalt unterschreiben, sodass der Patient keinen Vertrag ohne die Zustimmung seines Betreuers schließen kann.
Der rechtliche Betreuer kümmert sich laut § 1902 BGB neben gerichtlichen auch um nichtgerichtliche Fragen, wie Bankgeschäfte, Wohnungsangelegenheiten oder Krankenkassenkorrespondenzen. Einmal im Jahr muss der Betreuer einen Jahresbericht an das zuständige Gesetz abliefern. Der Betreuer unterliegt der ständigen Kontrolle des Betreuungsgerichtes, allerdings können auch Angehörige Beschwerden beim Gericht einreichen.

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Pflegestufe und Verreisen? In diesem Beitrag wollen wir Ihnen die Möglichkeiten des Verreisens trotz Pflegestufe aufzeigen und wie sehr Sie davon profitieren können, einmal die eigenen vier Wände zu verlassen.

 

Pflegestufe und alles ist anders?

Wenn Menschen eine Pflegestufe erreicht haben, dann müssen sie ihr Leben komplett umkrempeln. Viele Hobbies und geliebte Traditionen müssen aufgegeben oder stark abgewandelt werden. Für viele Leute ist das eine große psychische Belastung, da besonders im Seniorenalter die meisten Menschen sich noch einmal ausprobiert und eine neue Leidenschaft oder eine neue Sportart entdeckt haben, die sie nun zum Teil nicht mehr ausüben können. Auf was Sie aber nicht verzichten müssen, wenn Sie oder Ihr Partner zum Pflegefall geworden sind, ist das Reisen. Mittlerweile gibt es so viele Reiseanbieter, die sich auf die unterschiedlichsten Bedürfnisse von älteren Menschen angepasst haben, dass selbst mit einer höheren Pflegestufe ein Verreisen möglich ist.

 

Ab in die Ferne

Das fast wichtigste beim Reisen: Sie müssen sich überlegen wohin Sie wollen. Sind Sie eher der Bergtyp oder bevorzugen Sie das Meer? Wollen Sie auch eine Stadt erleben oder reicht Ihnen die entspannende Einsamkeit des Landes? Seien Sie bei Ihren Vorstellungen jedoch realistisch, denn wenn Sie Knieprobleme haben, fallen Wanderungen mit steilen Anstiegen weg, genauso wie tropische Auslandsreisen. Wenn Sie Pflegestufe II oder III erreicht haben und mehrmals am Tag jemanden brauchen, der Ihnen bei alltäglichen Dingen hilft, müssen Sie auch damit rechnen, dass der Reise ein wenig teuer wird und einige geliebte Orte in der Auswahl wegfallen können, weil es dort kein Hotel gibt, dass Pflegeurlaub anbietet. Es bietet sich immer an, in das nächste Reisebüro vorbeizuschauen oder bei der Krankenkasse nach einem Katalog für Pflegereisen oder Kuren zu fragen. Sie werden überrascht sein, wie viele schöne Orte und Unterkünfte sich genau auf Ihren Bedürfnissen spezialisiert haben.

 

 

Welche Art von Reise stell ich mir vor?

Wenn Sie wissen, wo Sie hinwollen, dann sollten Sie sich überlegen, wie Sie sich Ihre Reise vorstellen. Wenn Sie einfach nur den Ort und die Umgebung genießen wollen, vormittags spazieren gehen und nachmittags viel lesen, jedoch keine speziellen Behandlungen brauchen oder möchten, dann reicht es, wenn Sie ein ganz normale Reise mit Ihren speziellen Pflegefeature machen. Möchten Sie jedoch auch Ihrer Gesundheit etwas Gutes tun, ein paar spezielle Behandlungen mitnehmen oder an der eine oder anderen Physiotherapiestunde teilnehmen, dann sollten Sie sich überlegen, ob Sie nicht mit Ihren Arzt und Ihrer Krankenkasse sprechen und eine Kur beantragen. Der Vorteil: Sie kriegen finanzielle Zuschüssen und einen auf Sie abgestimmtes Programm. Der Nachteil: Sie werden wahrscheinlich weniger Freizeit und Freiheiten bei den Ausflügen und Essenswünschen haben, als bei einer privaten Reise. Erholung ist jedoch bei beiden Varianten garantiert.

 

 

Alleine, zu zwei oder in der Gruppe

Wer bereits eine höhere Pflegestufe erreicht hat, der kann fast unmöglich alleine Reisen und muss entweder seinen Partner oder eine Pflegehilfe mitnehmen. Überlegen Sie sich jedoch gut, ob Sie nicht ein bisschen mehr Geld ausgeben und Ihrem Partner auch die Chance geben sich ein paar Tage Erholung zu gönnen, da das Pflegen einer Person schwere körperliche und psychische Arbeit ist. Ferner stellen auch viele Hotels, die Urlaube für Menschen mit Pflegeansprüchen anbieten, ihr eigenes Pflegepersonal zur Verfügung. Auch diese Pfleger und Schwestern sind voll ausgebildete und erfahrenen Helfer, die Ihnen Tag und Nacht zur Seite stehen.

 

Eine andere Möglichkeit wäre es in einer Gruppe zu verreisen. Immer mehr Stiftungen und Träger bieten Gruppenreisen für Menschen mit Pflegestufen an. Dabei kümmern sich die Reiseveranstalter um ein abwechslungsreiches Programm und eine spezielle Betreuung. Die Gruppen sind oft gemischt, sodass verschiedene Menschen mit verschiedenen Pflegestufen mitreisen können. Immer mehr Senioren bevorzugen Gruppenreisen, denn hier lernen Sie nicht nur Menschen mit ähnlichen oder gleichen Einschränkungen, sondern oft auch neue Freunde kennen.

 

 

Wie wohnen unterwegs?

Die Frage nach der Unterbringung beschäftigt viele Menschen fast am meisten. Doch seien Sie beruhigt, wenn Sie eine Reise gebucht haben, die sich speziell Ihren Bedürfnissen widmet, dann ist die Unterbringung auch ihren Ansprüchen gerecht und besitz speziell Betten mit Aufstehhilfen, Notrufknopf und Halterungen zur Geh- und Stützhilfe an den Wänden. Wer in einen Pflegeheim wohnt, sollte auch einmal bei der Zentrale nach Unterkünften des Trägers fragen. Viele Träger und Stiftungen besitzen bereits Ferienheime für Senioren an beliebten Urlaubsorten. Meistens sind es ganz normale Alten- oder Pflegeheime, die zu verschiedenen Zeiten von verschiedenen Heimen genutzt werden können. Dies ist meistens die kostengünstigste Wohngelegenheit für die Urlauber der Stiftung. Zudem ist für eine An- und Abreise gesorgt.

 

 

Transport

Nun bleibt die Frage, wie Sie am besten zu Ihrem Urlaubsort kommen. Wenn Sie mit einem Träger oder Ihrem Seniorenheim verreisen, dann ist für einen Transport oft gesorgt. Falls Sie sich jedoch für eine Kur oder eine private Reise entschieden haben, müssen Sie oft alleine zu dem Urlaubsort hinfahren. Am praktischsten ist es natürlich, wenn Sie der Partner oder ein Familienmitglied zum Reiseort bringt, beziehungsweise wieder abholt, da Sie sich nicht an bestimmten Abfahrtzeiten halten müssen, sondern ganz entspannt losfahren können. Viele Kurhotels und Pflegepensionen bieten jedoch auch einen Transportservice gegen ein kleines Entgelt an. Informieren Sie sich darüber am besten vor dem Antritt Ihrer Reise. Überlegen Sie sich auch, wie lange Sie unterwegs seien wollen oder können. Vielleicht lohnt es sich, einen Tag einen Zwischenstopp einzulegen und einen ganzen Tag Pause zu machen, damit die Strapazen der Reise nicht zu groß sind und auch Ihrer Begleitung weniger Stress hat.

 

 

Mögliche Freizeitgestaltung

Wie ein Pflegeurlaub aussehen könnte, hängt von dem Urlaubsort Ihrer Wünsche ab. Wer sich ein paar Tage Urlaub am Meer gönnt, der wird natürlich viel am Strand sein und maritime Ausflüge, wie Bootstrips, Besuche in Fischräuchereien oder Wattwanderungen mitmachen. In den Bergen werden Wanderungen oder Ausflüge zu bestimmten Tälern auf dem Plan stehen. Der Vorteil bei beiden Orten: Die Technik und die Angeboten haben sich mittlerweile so entwickelt, dass selbst Menschen mit der dritten Pflegestufe Seeluft schnuppern können und Menschen mit einer Gehbehinderung trotzdem auf die Spitze eines Berges gelangen.

 

Ansonsten achten die Anbieter und Träger auf viel Ruhe, Entspannung und Gruppendynamiken. Man kann sich eine Gruppenreise einer Stiftung fast wie eine Klassenfahrt zu Kinderzeiten vorstellen. Neben Kutschfahrten und Spielenachmittagen, stehen auch Lagerfeuerabende, Stadtausflüge und je nach Bedarf Spiel- und Sportübungen und Physiotherapien auf dem Programm. Dabei ist hat jeder Teilnehmer immer die Wahlfreiheit, an welcher Aktivität er oder sie teilnehmen möchte, beziehungsweise welche Behandlungen er wirklich braucht. Eine Vollverpflegung ist immer inklusive.

 

Reisen im Pflegefall ist also weniger schwer als gedacht. Meistens ist die Organisation ein wenig umfangreicher als bei Personen ohne Pflegestufe, jedoch lohnt sich der Aufwand immer. Denken Sie dabei, dass ein Tapetenwechsel Körper und Geist wohl tun und dass Sie nicht nur neue Orte, sondern vielleicht auch neue Freunde kennenlernen.
 

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Sport ist gesund! Das lernen wir bereits im Kindesalter, verstehen es jedoch erst, wenn wir erwachsen sind und merken, wie erholsam eine Runde Joggen an der frischen Luft sein kann, besonders nach einem stressigen Arbeitstag. Je älter man ist, desto wichtiger wird auch die gesunde Lebensweise und dazu zählen auch ein regelmäßiger Spaziergang an der frischen Luft und die allgemeine Bewegung der müden Knochen.

Der Mix macht’s!

Bewegung an der frischen Luft ist immer gesund. Jedoch alles in Maßen und nichts in Massen. Wer Schwierigkeiten mit dem Laufen hat, aufgrund Knieproblemen oder künstlichen Hüften, sollte keine langen Strecken gehen, sondern lieber viele kurze und relativ Ebene Strecken mit möglichst wenigen Stufen. Versuchen Sie trotzdem täglich mindestens eine Stunde draußen zu sein. Nicht nur Ihre Gelenke werden sich freuen, sondern auch Ihre Abwehrkräfte: Der Körper muss sich schrittweise an die sich veränderten Temperaturen gewöhnen. Wer täglich draußen ist, gibt den Körper die Chance, sich langsam den immer kälter (oder wärmer) werdenden Tagen anzupassen.
Immer die gleiche Streck zu gehen, ist natürlich langweilig und macht spätestens nach dem dritten Mal keinen Spaß mehr. Nutzen Sie doch zum Beispiel die Öffentlichen und fahren ein Stück vor, beziehungsweise raus. Verabreden Sie sich mit Freunden oder Familie, zusammen macht das Draußen-Sein noch mehr Spaß und Sie haben jemanden, der Ihnen im Notfall oder bei einem Sturz helfen könnte.

 

Spezialisierte Turngruppen

Sich täglich bewegen ist leichter gesagt, als getan, besonders für Menschen, die bereits eine Pflegestufe erreicht haben. Doch es gibt mittlerweile in fast jeder Stadt spezialisierte Turngruppen, die nicht nur Seniorensport anbieten, sondern zum Teil auch auf die speziellen Bedürfnisse ihrer Patienten eingehen. Einige treffen sich mehrmals die Woche und machen ihre eigenen Übungen, jeder für sich oder gehen zusammen spazieren und helfen sich gegenseitig. In anderen Fällen bieten Reha-Zentren spezialisierte Kurse an, die je nach Pflegefall teilweise oder voll von der Krankenkasse übernommen werden. Auch das Schwimmen ist immer eine gute Sache: Es schont die Gelenke und hat seinen ganz eigenen Reiz und weil in einer Schwimmgruppe meistens mehrere Leute sind, lernt man gleich neue Freunde kennen. Verschiedene Träger bieten Freiwilligenservice und Assistenzhilfen an, sodass hilfebedürftige Menschen kompetente Unterstützung bei der Anfahrt und dem Umziehen, sowie auch im Wasser bekommen.

Trotz Einschränkungen Spaß am Sport

Wer körperlich eingeschränkt ist und auf eine Gehhilfe oder sogar einen Rollstuhl angewiesen ist, der verzichtet oft auf Sport, weil es für ihn meistens einen noch größeren Umstand bedeutet. Muss er oder sie aber nicht. Wer sich gut informiert, der findet viele spannende und abwechslungsreiche Angebote für Menschen mit Pflegebedarf. Immer mehr Sportzentren schulen speziell dafür auch eigenes Personal. Am besten Fragen Sie einfach einmal bei Ihrer Krankenkasse nach. Viele Krankenkassen wissen genau, welche Sportzentren in Ihrer Nähe das passende Angebot für Sie haben und wo Sie personelle Unterstützung bekommen.

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Daneben macht es sich auch immer gut regelmäßige Treffen mit Freunde zu vereinbaren, ob nun ins Kaffee oder ins Grüne an einem See, viele schöne Strecken sind mittlerweile behinderten gerecht gestaltet und manchmal reicht es auch schon, raus an die frische Luft zu kommen. Insbesondere, wenn bald der Frühling kommt.
 

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Wenn ein Familienmitglied zum Pflegefall wird, ist dies meist ein großer Schock für die Familie. Vieles wird sich nun ändern, Gewohnheiten und Traditionen müssen beendete oder verändert werden und meistens kommt auch noch eine finanzielle Belastung hinzu. Es mag für die Erwachsenen schwer sein, besonders am Anfang, wenn man noch nicht die Erfahrung hat, alles unter einem Hut zu bekommen. Doch auch für die Jüngsten in der Familie ist der veränderte Lebensumstand eine Herausforderung, denn je jünger die Kinder sind, desto schwerer begreifen sie die Konsequenzen.

 

Seien Sie von Anfang an offen

Wichtig ist es, von Anfang an mit Ihren Kindern über die Krankheit oder die plötzliche Pflegesituation offen zu reden. Wenn es abzusehen ist, dass Oma oder Opa bald nicht mehr wirklich selbstständig sind und sich körperlich wie auch psychisch verändern werden, dann sollten Sie früh genug mit ihren Kindern darüber sprechen. In den meisten Fällen haben Kinder ein sehr enges Verhältnis zu ihren Großeltern und wollen aus diesem Grund auch am Leben von Oma und Opa teilhaben. Zudem könne sie sich länger darauf vorbereiten, dass bald alles anders werden wird und bewusst noch die alte Zeit genießen.
Es hilft weder Ihnen noch Ihren Jüngsten, wenn Sie eine Ausrede erfinden, warum die regelmäßigen zwei Wochen Oma-Urlaub jetzt ausfallen oder warum der Schrebergarten abgeben werden muss.

 

Regelmäßig Besuche

Die Jugend hält jung! Und auch wenn die Beziehung zu den Enkeln wegen der Pflegebedürftigkeit nun anders ist, heißt das nicht, dass nicht beide, Enkel und Oma/ Opa sich gerne sehen würden und Zeit mit einander verbringen wollen. Natürlich ist es durchaus verständlich, wenn Sie möchten, dass das Kind seine Großeltern so in Erinnerung behalten soll, wie sie die meisten Zeit zusammen verbracht haben. Aber ein plötzlicher Kontaktabbruch traurig. Auch im Pflegefall profitieren beide Seiten noch von einander, besonders, wenn die Psyche der Pflegeperson noch top ist. Zudem kann Liebe und Zuneigung viel bewirken, auch bei starken Krankheitsfällen.

 

Traditionen ändern

„Bei Oma wird das aber immer so gemacht“ oder „Am schönsten bei Opa ist immer“ sind so typische Sätze von Kindern, die eine enge Beziehung zu ihren Großeltern haben und regelmäßig Zeit mit ihnen verbringen. Das muss sich mit dem Eintritt in die Pflegebedürftigkeit nicht unbedingt ändern, nur die Gewohnheiten und Traditionen müssen sich ändern. Statt Urlaub bei Opa, kommt der Opa nun vielleicht für ein paar Tage nach Hause und man spielt dort Karten, liest zusammen oder macht einen Ausflug. Wenn Oma immer früher Marmelade gekocht hat, wird der Spieß einfach einmal umgedreht. Gehen Sie mit Ihrem Kind los, sammeln Sie Obst und kochen Sie es zusammen ein. Dann kann der Kleine ganz stolz seiner Oma ein Glas mitbringen.

Im Härtefall

Natürlich kommen auch Härtefälle, wie plötzliche Unfälle oder Herzinfarkte vor, nach denen die Großeltern nicht mehr das sind, was sie einmal waren. Hier müssen Sie natürlich zum Wohle des Kindes entscheiden und was es psychisch erträgt. Bedenken Sie jedoch, dass Kinder oft stärker sind als man denkt und dass jeder einer geliebten Person Lebewohl sagen möchte, wenn es noch möglich ist.
 

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Welche Pflegestufe, welche Voraussetzung? – Wir klären Sie auf. Wenn nicht mehr alles alleine klappt, sich die Gesundheit schneller verschlechtert hat, als gedacht oder ein nicht vorgesehenes Ereignis eintrat, dass einen zum Pflegefall macht, sollte man sich schnell über die Beantragung von Pflegehilfe Gedanken machen. Nach deutschem Recht ist die Pflegversicherung seit 1995 Bestandteil der Sozialversicherung und somit eine Pflichtversicherung. Pflegebedürftig sind jedoch nicht nur ältere Menschen, sondern können auch junge Frauen und Männer sein, bei denen eine körperliche oder psychische Behinderung vorliegt.

Kategorien der Einstufung

Ob und inwiefern eine Person Hilfe- und Pflegebedürftig ist, lässt sich an ihrer Selbstständigkeit in den vier Bereichen Körperpflege, Ernährung, Mobilität und hauswirtschaftliche Versorgung messen. Zur Körperpflegen zählen hierbei das eigenständige Waschen, Duschen oder Baden, die Zahnpflege, das Kämmen und Rasieren sowie das eigenständige Benutzen der Toilette. Im Bereich Ernährung sind Personen Hilfe- oder Pflege-bedürftig, wenn sie sich nur sehr schwer oder gar nicht mehr alleine ernähren können, beziehungsweise große Schwierigkeiten in der Nahrungsaufnahme haben. Zur Mobilität zählen Faktoren wie selbständiges Aufstehen und Zu-Bett-Gehen, An- und Auskleiden aber auch einfacherer Bewegungsprozesse wie Gehen und Stehen, Treppensteigen und natürlich das Finden der eigenen Wohnung. Doch auch Einschränkungen in der alltäglichen Hauswirtschaft können eine Person schon als Pflegefall identifizieren, wenn diese nicht mehr alleine einkaufen und kochen, seine Wohnung sauber halten, seine Wäsche waschen oder sich und seine Wohnung warm halten kann.

Die Pflegestufen

Wie stark die Pflegebedürftigkeit aussieht, wird mithilfe von vier verschiedenen Pflegestufen ermittelt. Die Pflegestufe 0 trifft für Menschen zu, die zwar Hilfe im Alltag bei der Versorgung, Hygiene und Hauswirtschaft brauchen, bei denen jedoch noch nicht von „erheblichen Einschränkungen“ die Rede ist. Meistens reicht in solchen Fällen eine einfache Betreuung, wie es häufig bei Menschen vorkommt, die im Anfangsstadium der Demenz sind.

Die Pflegestufe I

Die Pflegestufe 1 charakterisiert sich durch eine „erhebliche Beeinträchtigung“ im Alltag bei den vier Bereichen. Wer bei der Körperpflege, der Mobilität und der Grundversorgung zu mindestens einer Tageszeit und bei mindestens zwei Aufgaben Hilfe braucht, wird in die Pflegestufe 1 eingestuft. Zudem ist die Person täglich circa 90 Minuten auf die Hilfe von einer anderen Person angewiesen.

Die Pflegestufe II

Die Pflegestufe II trifft auf jene Menschen zu, die mindesten zu drei Tageszeiten Hilfe bei der Bewältigung ihres Alltags brauchen und im Schnitt 180 Minuten am Tag auf diese Hilfe angewiesen sind.

Die Pflegestufe III

In der Pflegestufe III ist der Patient nicht mehr ohne fremde Hilfe überlebensfähig, diese ist die schwerste Pflegebedürftigkeit. Die Person braucht rund um die Uhr, also auch nachts Betreuung und braucht circa 5 Stunden am Tag Hilfe, um den Alltag zu bewältigen.

Was kommt nach der Einstufung?

Die Unterstützung und Pflege kann unterschiedlich aussehen und richtet sich auch nach den Wünschen des Patienten und der Familie, sowie nach den finanziellen Mitteln. Wer die Pflegestufe I oder II hat, kann ambulant zu Hause oder in einem Pflegeheim betreut werden. Liegt die Pflegestufe III vor, ist es jedoch immer geraten eine professionelle Pflegeeinrichtung aufzusuchen, denn meistens schafft die Familie den zeitlichen Mehraufwand nicht.

Obwohl es in Deutschland eine gesetzliche Pflegeversicherung gibt, reicht diese finanzielle Quelle in den meisten Fällen nicht aus. Daher sollte man bereits früh eine zusätzliche Versicherung hinsichtlich der Pflege abschließen.
 

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Um bei einem pflegebedürftigen Angehörigen eine Pflegestufe festzustellen, wird sich der Medizinische Dienst der Krankenkassen (MDK) vorab ein Bild davon machen, wie hoch der pflegerische Aufwand aktuell ist. Mit Hilfe der Eintragungen in einem Pflegetagebuch, das Sie am besten rund 2 Wochen lang täglich vor dem Besuch des MDK führen, lassen sich die notwendigen Zeiten für die tatsächlich benötigte Pflege genau aufschlüsseln und festhalten. Das erleichtert die Bestimmung der Pflegestufe erheblich.
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Woran erkennt man Alzheimer? Alzheimer ist eine der häufigsten Krankheiten, die ältere Menschen zu Pflegefällen macht. Es ist meistens ein schleichender Prozess und viele Menschen merken ihre Krankheit erst spät oder reden sich Altersvergesslichkeit und Schusseligkeit ein. Zunächst vergisst man nur das Haus abzuschließen, dann wichtige Termine und irgendwann weiß man nicht mehr, wie man nach Hause kommt oder kennt die Namen der eigenen Kinder nicht mehr. Alzheimer ist ein trauriger Prozess, doch hier verraten wir Ihnen, wie Sie schon früh die Anzeichen von Alzheimer feststellen können, damit Sie und Ihre Liebsten darauf vorbereitet sind.

 

Gedächtnislücken

Jeder vergisst einmal etwas und ältere Menschen noch häufiger als junge, das ist ganz normal. Doch Alzheimer-Patienten vergessen nicht nur manchmal, sondern regelmäßig etwas, sodass es schon den Alltag beeinträchtigt. Ganz klassisch ist auch, dass bestimmte Erlebnisse und Gespräche wie ausgelöscht scheinen und man Lücken beim Erinnern am gestrigen Tag hat.

 

Routinierte Aufgaben bewältigen

Alzheimer-Patienten haben Schwierigkeiten für sie eigentlich routinierte Aufgaben auszuführen. Am Anfang handelt es sich um durchaus komplexer Dinge, wie das Ausfüllen von bestimmten Anträgen, die man schon seit Jahren immer wieder einreicht, bei denen man sich aber unter gewissen Fragen einfach nichts mehr vorstellen kann. Auch das Koordinieren von Termin erfordert sehr viele Anstrengungen. Später bemerkt man diese Vergesslichkeit auch bei der Motorik und es fällt ihnen zum Beispiel schwer, sich die Schuhe zu binden oder den Mantel zu zuknöpfen.

 

Wortfindungsschwierigkeiten

Wer unter Alzheimer leidet, der findet oft die passenden Worte zu einfachen Gegenständen nicht. Zunächst sind es vielleicht Fachbegriffe aus dem Arbeitsalltag, die einem nicht mehr einfallen, später besonders zusammengesetzte Worte, wie „Naturlehrpfad“ oder „Pausenbrot“, insbesondere, wenn die Worte noch einen Fremdwortteil besitzen. Oft werden die Worte dann umschrieben und viele Füllwörter verwendet. Ferner verliert der Patient schnell den roten Faden und fängt ständig neue Themen an, ohne das alte Thema schon abgeschlossen zu haben. Auch Sprichwörter, Metapher oder Zweideutigkeiten erkennen sie nur noch schwer bis gar nicht.

 

Das Buch im Kühlschrank

Menschen, die an Alzheimer leiden, vergessen jedoch nicht nur Worte und Namen, sondern auch, wo normalerweise bestimmte Gegenstände stehen. Wenn sie aufräumen, kann es gut vorkommen, dass sie das Buch nicht auf den Nachttisch packen, sondern in den Kühlschrank. Es fällt ihnen erst auf, wenn sie zufällig auf die Gegenstände stoßen oder diese suchen und sie nicht an ihren angestammten Platz finden können.

 

Die Wohnung nicht mehr finden

Wenn der Krankheit schon im fortgeschrittenen Stadium ist, wissen viele Betroffene nicht mehr, wo sie wohnen und wie sie nach Hause kommen. Einige wissen vielleicht ihre Adresse auswendig, erkennen jedoch die Umgebung nicht mehr wieder. Zudem haben viele eine Aufmerksamkeitsstörung, womit sie eine Gefährdung im Straßenverkehr sind.

 

Schlechte Laune

Wer Alzheimer hat, der verändert auch seinen Charakter: Die Menschen sind öfter gereizt und schlecht gelaunt, weil sie mit alltäglichen Dingen nicht mehr klar kommen. Zudem sind sie oft misstrauisch, da sie bestimmten Verhaltensweisen nicht mehr zuordnen und einschätzen können. Viele Patienten werden auch depressiv, weil sie sich viele Momente aus ihrem Leben nicht mehr erinnern können. Alzheimer-Patienten ziehen sich oft aus dem sozialen Leben zurück.
 

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Im Rahmen der häuslichen Pflege stellen sich pflegende Angehörige oft die Frage, wie und womit sie ihrem Patienten noch besser helfen und ihm das Leben erleichtern können. Eine große Hilfe mit breitem Anwendungsspektrum stellt die Ergotherapie dar. Hier erfahren Sie, was unter dieser Therapieform zu verstehen ist und wo sie erfolgreich eingesetzt werden kann.
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Neue Regelungen für Pflegende seit 1. Januar 2015

Seit dem 1. Januar 2015 gibt es neue und vorteilhafte gesetzliche Regelungen für pflegende Angehörige. In diesem Beitrag zeigen wir die relevanten Neuerungen im Überblick. Weiterlesen