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Rechtlicher Betreuer – Aufgaben und Pflichten: Ältere Menschen, insbesondere wenn deren Gesundheitszustand schrittweise nachlässt, fühlen sich mit der Bewältigung ihrer bürokratischen Angelegenheiten oft überfordert. Doch gerade dann gilt es, viel zu klären. Die meisten Menschen denken erst ziemlich spät an ihr Testament, ihre Patientenverfügung oder an Anträge für Kranken- und Pflegekassen und wissen oft nicht, wie sie diese angehen sollen. Hinzu kommt, dass sich das deutsche Recht in den letzten fünfzehn Jahren hinsichtlich zu Pflegefragen oft geändert hat, alle Änderungen natürlich online aufrufbar sind, die Mehrheit der über 65-Jährigen jedoch nicht sicher im Umgang mit den modernen Medien ist. Ferner stellen das Juristendeutsch und die langen und detaillierten Abhandlungen der Gesetze eine weitere Herausforderung dar.

 

Aus diesem Grund entscheiden sich viele Senioren mit Pflegestufe für die Inanspruchnahme eines rechtlichen Betreuers, der ihnen bei allen juristischen Fragen unterstützt.

 

Was ist ein rechtlicher Betreuer?

Ein rechtlicher Betreuer ist eine Person, die als gesetzlicher Vertreter eines Patienten dient, der aufgrund seines gesundheitlichen Zustandes zeitweilig oder dauerhaft nicht in der Lage ist seine rechtlichen Angelegenheiten alleine zu klären. Ein rechtlicher Betreuer kann nur für eine volljährige und eigentlich geschäftsfähige Person agieren. Er leistet dieser rechtliche Unterstützung und ist dem Willen des Patienten unterworfen. Die Auswahl des geeigneten Betreuers liegt in den Händen des Betreuungsgerichtes, wobei dieses jedoch auf die Wünsche des Patienten eingeht. Mit einer Betreuungsverfügung hat der Patient sogar direkten Einfluss auf die Wahl und kann sich für oder gegen eine Person aussprechen. In den meisten Fällen werden Angehörige oder Sozialarbeiter, aber mitunter auch Rechtsanwälte rechtliche Betreuer.

 

Wann bekommt man eine rechtliche Betreuung?

Ob eine Person aufgrund ihres gesundheitlichen Zustandes eine rechtliche Betreuung braucht oder nicht, entscheidet das Betreuungsgericht, welches ein Teil des Amtsgerichtes ist. Wenn ein Patient jedoch noch geistig fit ist, darf nur er einen Antrag auf eine juristische Unterstützung stellen. Wenn eine rechtliche Betreuung genehmigt wird, dann ist diese zunächst für ein halbes Jahr angesetzt. Danach wird erneut überprüft, ob eine rechtliche Betreuung immer noch notwendig ist. Wenn ja, wird eine sogenannte endgültige Betreuung angeordnet, die alle sieben Jahre regelmäßig überprüft wird. Allerdings kann auch auf Anregung des Betreuers oder des Betreuten die vorzeitige Aufhebung der rechtlichen Betreuung beantragt werden. Da der Betreuer dem Willen des Patienten verpflichtet ist und zum Teil wichtige rechtliche Entscheidungen für ihn tätigt, hat der Patient auch die Möglichkeit Klage gegen die Entscheidungen des Betreuers zu erheben.

 

Welche Aufgaben hat der rechtliche Betreuer?

Die Aufgaben eines rechtlichen Betreuers können unterschiedlich aussehen und müssen aus diesem Grund eindeutig definiert werden. Häufig werden die Aufgaben von dem Betreuungsgericht festgelegt und stehen im Betreuungsausweis. Auch wenn ein Patient einen rechtlichen Betreuer in Anspruch nimmt, ist seine Geschäftsfähigkeit nicht eingeschränkt und er kann weiterhin Verträge abschließen. Jedoch kann das Gericht oder der Patient selbst ein Einwilligungsvorbehalt unterschreiben, sodass der Patient keinen Vertrag ohne die Zustimmung seines Betreuers schließen kann.
Der rechtliche Betreuer kümmert sich laut § 1902 BGB neben gerichtlichen auch um nichtgerichtliche Fragen, wie Bankgeschäfte, Wohnungsangelegenheiten oder Krankenkassenkorrespondenzen. Einmal im Jahr muss der Betreuer einen Jahresbericht an das zuständige Gesetz abliefern. Der Betreuer unterliegt der ständigen Kontrolle des Betreuungsgerichtes, allerdings können auch Angehörige Beschwerden beim Gericht einreichen.

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Wer eine Pflegestufe erreicht hat und nicht seine Familie oder seinen Partner mit der Betreuung beauftragen kann, beziehungsweise möchte, der entscheidet sich oft für einen ambulanten Pflegedienst. Dabei kommt einmal oder mehrmals am Tag eine Pflegefachkraft, die bei der Bewältigung des Alltages hilft. Doch was alles übernimmt die häusliche Pflege und wann lohnt es sich, in ein Seniorenheim umzuziehen?

 

 

Wie finde ich den richtigen Pflegedienst?

Viele verschieden Träger und Stiftungen bieten Pflegedienste zu unterschiedlichen Preisen an. Wenn Sie sich unsicher bei der Wahl sind, holen Sie sich Erfahrungswerte aus dem Internet oder fragen Sie bei Freunden nach. Auch der Hausarzt und die Krankenkassen haben Tipps und Empfehlungen. Bei letzteren können Sie sich gleich nach der Übernahme der Kosten erkunden. Einige Träger kooperieren mit Krankenkassen, sodass die Kosten für Sie eventuell günstiger wären. Wenn Sie die Zeit und Muße haben, können Sie natürlich auch nach einem Probetag mit einem Pflegedienst fragen. Falls Sie sich im Endeffekt doch nicht mit dem oder der Betreuer/in verstehen, besteht immer die Möglichkeit, nach einer anderen Person zu verlangen. Pflege ist eine intime Angelegenheit, weshalb die Chemie zwischen der pflegenden und der gepflegten Person stimmen sollte.

 

 

Welche Aufgaben übernimmt der Pflegedienst?

Die Leistungen eines Pflegedienstes richten sich in erster Linie nach der Pflegestufe. Generell übernimmt der ambulante Pflegedienst alles, was zum Alltag gehört. So hilft er Ihnen beim Waschen und Anziehen, unterstützt Sie bei den Toilettengängen, versorgt Sie mit Essen und achtet auf eine ausreichende Zufuhr von Flüssigkeiten, wechselt Katheter, Verbände oder Kompressionsstrümpfe, hilft Ihnen bei der Einnahme von Medikamenten oder der Gabe von Injektionen und sorgt für prophylaktische Maßnahmen, wie ausreichend Bewegung oder eine warme Stube, damit eventuelle Krankheiten vermieden werden.
Die ambulante Pflege kümmert sich in der Regel jedoch nicht um Ihre Wäsche, Ihren Haushalt, die Begleichung der Rechnungen oder das Einkaufen. Falls Sie oder Ihr Partner nicht mehr in der Lage sind, eines der oben genannten Tätigkeiten alleine auszuführen, sollte über das Umziehen in ein Seniorenheim oder über die Hilfe eine besonderen, dafür geeigneten Person, wie einem engen Familienmitglied, oder einer Sozialarbeiterin nachgedacht werden. Doch auch hier bestätigen Ausnahmen die Regel: Zum Teil übernehmen Pflegedienste auch hauswirtschaftliche Tätigkeiten und kümmern sich um Ihren Haushalt. Bei Bedarf ist eine ambulante Pflege auch rund um die Uhr für Sie da. Hierbei müssen Sie jedoch höhere Kosten und die Versorgung sowie ein Schlafplatz für die Pflegeperson einkalkulieren.

 

Beratung und Hilfe

Ambulante Pflegedienste unterstützen auch Personen, die ihren Partner selber pflegen und stehen Ihnen mit Rat und Tat zu Seite. Von einem Pflegedienst lernen die Partner meistens, wie sie eine Wunde zu versorgen haben, was sie bei der Ernährung beachten sollten und wie sie mit Inkontinenz oder besonderen Krankheiten am besten umgehen. Ferner achtet der ambulante Pflegedienst auch immer darauf, dass die Wohnung pflegegerecht umgestaltet wird und gibt praktische Tipps zur Erleichterung des Alltages. Schon allein aus diesen Gründen sollten sich Menschen, die ihre Angehörigen zu Hause pflegen, trotzdem die Unterstützung einer ambulanten Pflege überlegen.

 

Daneben bieten häusliche Pflegeunternehmen auch eine Teilzeitpflege an oder kommen bei Bedarf, wenn der Partner oder das pflegende Familienmitglied einen Termin hat.
 

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