In Würde sterben

Urlaub für Pflegebedürftige

Einmal raus aus den vier Wänden, Tapetenwechsel, durchatmen und etwas Neues sehen – das wünschen sich nicht nur pflegende Angehörige! Auch viele Menschen mit Handicap und/oder Pflegestufe sehnen sich häufig nach ein klein wenig Abwechslung vom immer gleichen Alltag. Dank vielseitiger Angebote im In- und Ausland speziell für Pflegebedürftige und ihre Angehörigen muss das heutzutage kein Traum mehr bleiben.

Die Auswahl eines passenden Anbieters

Gerade in deutschen Urlaubsgebieten gibt es inzwischen zahlreiche Angebote von Einzelanbietern, die die entsprechenden Rahmenbedingungen geschaffen haben und Pflegebedürftige mit unterschiedlichstem Betreuungsbedarf aufnehmen können. Die Auswahl reicht über alle Pflegestufen hinweg und von der Nordsee bis nach Bayern. Ob Hotel, Kurklinik, Feriendorf oder Ferienhaus/-wohnung: Für jeden Geschmack ist mittlerweile etwas dabei.

Je nach Reiseziel kann es sich lohnen, sich einem spezialisierten Reiseveranstalter anzuvertrauen. Das gilt vor allem für Flugreisen. Ein guter Anbieter wird hier bei der Organisation von Rollstühlen am Flughafen, beim Flughafen-Hotel-Transfer usw. behilflich sein. Des Weiteren vermittelt er vor Ort den passenden Pflegedienst, sodass zwischen Kunden und Dienst nur noch die Details abzuklären sind. Alleine reisende pflegebedürftige Personen haben bei manchen Veranstaltern die Möglichkeit, gleich noch eine examinierte Reisebegleitung buchen.

Die Abklärung der Kostenerstattung

Ebenso wie pflegende Angehörige hat auch jeder Pflegebedürftige ein Recht auf Urlaub. Vor der Buchung eines Urlaubs muss mit der Krankenkasse besprochen werden, welche Kosten übernommen werden. Außerdem übernehmen Pflegekassen unter bestimmten Umständen ganz oder teilweise die Betreuungskosten im Rahmen der Verhinderungspflege, weiterhin Betreuungsleistungen bzw. Betreuungsgeld. Auch hier gilt es, vor der Reisebuchung alle diesbezüglichen Fragen zu klären.

Generell gilt: Bei einem Urlaub innerhalb Deutschlands und in EU-Ländern besteht der Anspruch auf Pflegegeld ganz normal fort. Bei der Kombination aus Pflegegeld und Pflegesachleistungen besteht der Anspruch nur in Deutschland im vollen Umfang weiter. Hier dürfen die Sachleistungen im Urlaub von einem vor Ort ansässigen Pflegedienst erbracht werden.

Im außereuropäischen Ausland besteht der Anspruch auf Pflegegeld für maximal sechs Wochen im Jahr. Bei einer Kombination von Pflegegeld und Pflegesachleistungen verfällt der Anspruch auf die Sachleistungen, es sei denn, es reist eine Pflegekraft mit, die vertraglich mit der betreffenden Pflegekasse verbunden oder bei einem deutschen Pflegedienst angestellt ist. In diesem Fall müssen jedoch sämtliche Reisekosten von der Pflegekraft selbst getragen werden.

Am Urlaubsort: Sicherheit für alle Fälle

Bei der Buchung über einen spezialisierten Veranstalter erhalten die Reisenden in der Regel alle eventuell notwendigen Kontaktdaten und Adressen – angefangen vom Sanitätshaus über die nächstgelegene Apotheke bis hin zum für sie zuständigen Facharzt.

Bei kleineren Anbietern und weitestgehend individuell zusammengestellten Reisen sollte im Vorfeld auch an die Recherche der im Notfall benötigten Ansprechpartner gedacht werden. Ersatzrezepte des Hausarztes für die notwendigen Medikamente sollten im Urlaub auf alle Fälle mitgeführt werden, um bei Bedarf ohne Zeitverlust für Ersatz sorgen zu können.
 

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