Vom Altenheim in World Wide Web – Senioren im Internet

Immer mehr Senioren entdecken das Internet für sich. Studien belegen, dass jeder Dritte der Altersgruppe 65 plus regelmäßig im Netz surft. Die Generation der über 80-Jährigen hat bisher allerdings kaum Zugang zum World Wide Web.

Senioren als Internetgeeks im Altenheim

Bewohner, die bereits vor dem Einzug in das Altenheim via Internet kommuniziert haben, können eine Vorreiterrolle einnehmen und andere überreden oder anleiten, sich dem Medium anzunähern. Nicht selten nutzen Senioren das Internet, um regelmäßig mit Kindern oder Enkeln, die sich zum Beispiel im Ausland aufhalten, in Kontakt zu treten. Durch die moderne Technik ist es heutzutage möglich, via Video-Chat miteinander zu sprechen. So hören die älteren Menschen nicht nur die Stimmen ihrer Liebsten, sondern können sich sogar gegenseitig auf dem Bildschirm sehen. Insbesondere im Altenheim gewinnen diese Mittel der Kommunikation an Bedeutung, da sie einen Kontakt zur Außenwelt herstellen.

Meist Hilfestellung für Senioren notwendig

Doch auch wenn das Internet viele Annehmlichkeiten mit sich bringt, ist es nicht immer selbsterklärend. Für die ersten Geh- oder besser Surfversuche ist oft eine Hilfestellung von Nöten. Meist fehlt in Altenheimen das Geld, um für solche Zwecke professionelle Trainer zu engagieren. Dank vieler ehrenamtlicher Helfer ist es manchmal jedoch möglich, jemandem bei den ersten Schritten in das World Wide Web zur Seite zu stehen und die zahlreichen Funktionen zu erläutern. Genauso sehr wie ein Live-Chat, unterstützt die E-Mail die regelmäßige Kontaktaufnahme mit nahestehenden Person. Wer sich aufgrund von Immobilität vornehmlich im Altenheim aufhält, kann über die E-Mail mit der ganzen Welt kommunizieren. Die Bewohner können ihren Blick aus dem Altenheim sogar in die Ferne, wie zum Beispiel in die alte Heimat, schweifen lassen. Vielerorts sind mittlerweile Webcams installiert, die Bilder live in das Internet übertragen.

Google ist der neue Brockhaus

Wer seinen Wissensdurst befriedigen möchte, kann das Suchwort einfach bei Google eingeben und sich ausgiebig informieren. Im Duden und Brockhaus steckt zwar ebenfalls viel Wissen, doch die sich Suche geht oftmals nicht ganz so leicht von der Hand. Wer das Altenheim nicht mehr häufig verlassen kann, hat darüber hinaus die Möglichkeit, sich Sehenswürdigkeiten in fernen Ländern anzuschauen. Natürlich ersetzt das Surfen nicht die Reise auf einen anderen Kontinent, aber es sorgt dafür, den Zugang zu anderen Kulturen zu öffnen.

Träger fördern Internetkompetenz

Die Betreiber vieler Altenheime gehen mittlerweile auf die Entwicklung ein und fördern die virtuellen Aktivitäten ihrer Bewohner. In zahlreichen Häusern gibt es mittlerweile Internet-Cafés, in denen sich die Senioren alleine oder unter Anleitung mit dem World Wide Web auseinandersetzen. Oftmals wird es auch zu einem regelrechten Hobby, denn schließlich ist das Surfen im Netz auch möglich, wenn man körperlich eingeschränkt ist. Während sich Internetcafés mehr und mehr etablieren, wird in Zukunft ebenfalls die Nachfrage nach W-LAN auf dem eigenen Zimmer steigen. Viele Senioren sind mittlerweile im Besitz eines Laptops und wollen auf dessen Nutzung natürlich auch nicht verzichten, wenn der Umzug in ein Altenheim bevorsteht.
 

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