Von Perfektionismus und Aufschieberitis

Mit Perfektionismus und der listigen Aufschieberitis oder in der Fachsprache auch Prokrastination, haben viele Menschen zu kämpfen. Bei Angestellten macht sich das für gewöhnlich nicht so stark bemerkbar. Das liegt daran, dass es in dieser Position in erster Linie darum geht, etwas zu tun. Andernfalls würde man schließlich einen schlechten Eindruck beim Chef machen.

Bei Selbstständigen sieht das schon ganz anders aus. Solange kein Kunde auf die Fertigstellung eines Auftrags zu einem bestimmten Termin wartet, ist niemand da, der einem auf die Finger guckt. Das Risiko, einfach nicht ins Tun zu kommen, ist daher wesentlich größer. Das kann viele verschiedene Gründe haben. Ein recht häufiger ist die Neigung zum Perfektionismus.

Als Selbstständiger möchten Sie hoffentlich, dass Ihre Kunden absolut zufrieden mit Ihrer Arbeit und Ihrem Unternehmen sind. Dieser Gedanke ist natürlich von großer Wichtigkeit. Allerdings ergibt sich dabei schnell das Mindset eines Perfektionisten.

Das Problem daran ist, dass dieses Mindset bestens dazu geeignet ist, Sie von Ihrer Arbeit abzuhalten. Schauen wir uns mal die Gedanken an, die dabei eine entscheidende Rolle haben können.

 

Ich muss Perfekt sein

Dieser Gedanke tut vor Allem eins: Er übt Druck auf Sie aus. Schließlich geht es immer besser. Für “Perfekt” gibt es nämlich keine allgemein Gültige Definition. Es liegt ganz im Auge, des Betrachters.

Dadurch werden die Erwartungen an sich selbst so groß, dass man Angst davor bekommt, nicht gut genug zu sein. Was viele dann instinktiv tun, ist dieser Angst einfach aus dem Weg zu gehen. Das geschieht vorwiegend durch Aufschieben der Arbeit.

Besser ist es daher, wenn Sie sich einfach mal fragen, wie “perfekt” Sie wirklich sein müssen. Was sind die Anforderungen, die der Kunde an Sie stellt? Mit welchem Ergebnis wird er zufrieden sein. Machen Sie sich am besten eine Notiz mit Stichpunkten, wie das Endergebnis aussehen muss. Dadurch wird das Ziel oder auch Endergebnis des Projektes gleich viel greifbarer und Sie werden wesentlich motivierter sein, damit zu beginnen.

 

Wenn es nicht perfekt wird, dann lohnt es sich auch gar nicht erst damit anzufangen

Dieser Gedanke hängt unmittelbar mit dem vorherigen Punkt zusammen. Wenn Sie davon überzeugt sind, dass Ihr Ergebnis gut genug wird, dann wird sich dieser Gedanke schließlich von selbst erübrigen.

Allerdings ist dieser Gedanke trotzdem völlig unbegründet. Denn wie soll das Ergebnis Ihres Projektes überhaupt gut genug werden, wenn Sie gar nicht erst anfangen? Wichtig ist hier das Wort “perfekt” durch “gut genug” zu ersetzen.

 

Jetzt gerade fühle ich mich nicht danach, volle Leistung zu bringen

Jeder Mensch hat Höhen und Tiefen. Es ist nicht möglich immer die gleiche Leistung zu bringen. Das sollte allerdings kein Grund sein, nichts zu tun. Fangen Sie in diesem Fall mit Aufgaben an, die weder viel Energie, noch Überwindung brauchen. Selbst, wenn Sie tatsächlich nicht alles schaffen, was Sie sich vorgenommen haben, sind Sie immerhin weiter gekommen, als wenn Sie gar nichts getan hätten.

Oft wird es allerdings so sein, dass Sie sich nach ein paar leichten Aufgaben auch den größeren gewachsen fühlen. Denn ein paar Punkte auf Ihrer ToDo-Liste abgehakt zu haben sorgt für Motivation.
Erwischen Sie sich öfters dabei, Dinge aufzuschieben und etwas zu perfektionistische Gedanken zu haben? Dann probieren Sie die oberen Tipps einfach mal aus. Kleine Änderungen in Ihrem Denken, können bereits große Auswirkungen auf Ihre Produktivität haben.
 

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