Woran erkennt man Alzheimer?

Woran erkennt man Alzheimer? Alzheimer ist eine der häufigsten Krankheiten, die ältere Menschen zu Pflegefällen macht. Es ist meistens ein schleichender Prozess und viele Menschen merken ihre Krankheit erst spät oder reden sich Altersvergesslichkeit und Schusseligkeit ein. Zunächst vergisst man nur das Haus abzuschließen, dann wichtige Termine und irgendwann weiß man nicht mehr, wie man nach Hause kommt oder kennt die Namen der eigenen Kinder nicht mehr. Alzheimer ist ein trauriger Prozess, doch hier verraten wir Ihnen, wie Sie schon früh die Anzeichen von Alzheimer feststellen können, damit Sie und Ihre Liebsten darauf vorbereitet sind.

 

Gedächtnislücken

Jeder vergisst einmal etwas und ältere Menschen noch häufiger als junge, das ist ganz normal. Doch Alzheimer-Patienten vergessen nicht nur manchmal, sondern regelmäßig etwas, sodass es schon den Alltag beeinträchtigt. Ganz klassisch ist auch, dass bestimmte Erlebnisse und Gespräche wie ausgelöscht scheinen und man Lücken beim Erinnern am gestrigen Tag hat.

 

Routinierte Aufgaben bewältigen

Alzheimer-Patienten haben Schwierigkeiten für sie eigentlich routinierte Aufgaben auszuführen. Am Anfang handelt es sich um durchaus komplexer Dinge, wie das Ausfüllen von bestimmten Anträgen, die man schon seit Jahren immer wieder einreicht, bei denen man sich aber unter gewissen Fragen einfach nichts mehr vorstellen kann. Auch das Koordinieren von Termin erfordert sehr viele Anstrengungen. Später bemerkt man diese Vergesslichkeit auch bei der Motorik und es fällt ihnen zum Beispiel schwer, sich die Schuhe zu binden oder den Mantel zu zuknöpfen.

 

Wortfindungsschwierigkeiten

Wer unter Alzheimer leidet, der findet oft die passenden Worte zu einfachen Gegenständen nicht. Zunächst sind es vielleicht Fachbegriffe aus dem Arbeitsalltag, die einem nicht mehr einfallen, später besonders zusammengesetzte Worte, wie „Naturlehrpfad“ oder „Pausenbrot“, insbesondere, wenn die Worte noch einen Fremdwortteil besitzen. Oft werden die Worte dann umschrieben und viele Füllwörter verwendet. Ferner verliert der Patient schnell den roten Faden und fängt ständig neue Themen an, ohne das alte Thema schon abgeschlossen zu haben. Auch Sprichwörter, Metapher oder Zweideutigkeiten erkennen sie nur noch schwer bis gar nicht.

 

Das Buch im Kühlschrank

Menschen, die an Alzheimer leiden, vergessen jedoch nicht nur Worte und Namen, sondern auch, wo normalerweise bestimmte Gegenstände stehen. Wenn sie aufräumen, kann es gut vorkommen, dass sie das Buch nicht auf den Nachttisch packen, sondern in den Kühlschrank. Es fällt ihnen erst auf, wenn sie zufällig auf die Gegenstände stoßen oder diese suchen und sie nicht an ihren angestammten Platz finden können.

 

Die Wohnung nicht mehr finden

Wenn der Krankheit schon im fortgeschrittenen Stadium ist, wissen viele Betroffene nicht mehr, wo sie wohnen und wie sie nach Hause kommen. Einige wissen vielleicht ihre Adresse auswendig, erkennen jedoch die Umgebung nicht mehr wieder. Zudem haben viele eine Aufmerksamkeitsstörung, womit sie eine Gefährdung im Straßenverkehr sind.

 

Schlechte Laune

Wer Alzheimer hat, der verändert auch seinen Charakter: Die Menschen sind öfter gereizt und schlecht gelaunt, weil sie mit alltäglichen Dingen nicht mehr klar kommen. Zudem sind sie oft misstrauisch, da sie bestimmten Verhaltensweisen nicht mehr zuordnen und einschätzen können. Viele Patienten werden auch depressiv, weil sie sich viele Momente aus ihrem Leben nicht mehr erinnern können. Alzheimer-Patienten ziehen sich oft aus dem sozialen Leben zurück.
 

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