Wundheilungsstörung im Alter

Unter dem Begriff Wundheilungsstörung versteht man grundsätzlich einen verlangsamten untypischen Heilungsprozess einer Wunde. Dabei bedeutet es nicht, dass nur ältere Menschen davon betroffen sein können. Ältere Menschen jedoch verfügen über das größere Risiko, davon betroffen zu sein. Wunden können dabei nach Operationen entstehen aber auch als Druckgeschwüre auftreten.

Warum Wunden bei älteren Menschen schwerer heilen

Im Alter nimmt die Durchblutung der Haut ab und das Immunsystem in seiner Leistungsfähigkeit ist vermindert. Ein enorm großer Risikofaktor ist der Diabetes mellitus, aber auch Krampfadern führen zur Wundheilungsstörung. Ein nicht unerheblicher Grund im Alter ist die Mangelernährung des älteren Menschen. Es fehlen wichtige Nährstoffe, Spurenelemente und Eiweiß die unabdingbar für einen positiven Heilungsprozess sind.

Diagnose Wundheilstörung, was tun?

Ist eine Wundheilungsstörung diagnostiziert, muss ganz klar geklärt werden, welche Rolle kann der ältere Mensch in der Versorgung der Wunde übernehmen. Kann er selbstständig den Verband wechseln oder ist es ausschließlich die Aufgabe von medizinisch ausgebildetem Personal. Zum einen durch den ambulanten Pflegedienst, dem Hausarzt, dem Pflegepersonal in der Pflegeeinrichtung oder einer möglichen Wundmanagerin, die in der Regel in vielen Einrichtungen vorhanden ist.

Dokumentieren Sie die Wundpflege

In Pflegeeinrichtungen bzw. in der professionellen Versorgung einer Wunde ist eine genaue Wunddokumentation sehr wichtig. Zunächst werden Größe, Optik und Art der Wunde bestimmt und mit der Fotokamera festgehalten. Die Art der Therapie wird für jeden schriftlich genau dokumentiert. Bei jedem Verbandswechsel wird dies genau auf der Wunddokumentation vermerkt. Zum einen dient sie als Beweisführung zum anderen aber auch als Grundlage zur weiteren Behandlung. Im Bereich der Wundversorgung gibt es immer wieder sehr viele neue Erkenntnisse und es gilt für jeden Mitarbeiter in der Pflege, sich immer wieder aufs Neue weiterzubilden. Die Art der Versorgung muss immer durch eine ärztliche Anordnung erfolgen.

Haut pflegen und Druckpunkte entlasten

Um einen positiven Heilungsprozess zu erzielen, ist eine gute Versorgung der Wunde sehr wichtig. Dabei spielt die Hautpflege grundsätzlich eine wichtige Rolle, aber auch die Druckentlastung durch Lagerung. Ein weiterer positiver Aspekt ist die Verhinderung der Mangelernährung bzw. die Verbesserung des Hautzustandes des erkrankten Menschen.

Schwer bewegungseingeschränkte Patienten in Pflegeeinrichtungen oder Krankenhäuser sollten außerdem sehr häufig gelagert werden. Zum einen nach den bekannten Lagerungen rechte Seite, linke Seite und Rückenlagerung, aber auch durch kleine Mikrolagerungen können bereits Druckpunkte entlastet werden und Erfolge sichtbar.
 

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