Zahnpflege im Alter

Was muss man bei der Zahnpflege im Alter beachten?

Zunächst gibt es zwei unterschiedliche Aspekte hinsichtlich der Zahnpflege im Alter. Zum einen benötigt der immobile schwerstpflegebedürftige Mensch eine Zahnpflege durch das Pflegepersonal, der mobile ältere Mensch benötigt höchstens Anleitung und kleine Hilfestellungen.

Bereits im Säuglingsalter bekommen die jungen Eltern erklärt, dass Zahnpflege ab dem ersten Zahn beginnt und für das weitere Leben von großer Bedeutung ist. Zunächst sollen die ersten Zähne mit bestimmten kleinen Bürsten gepflegt werden und die Zahnpflege soll einen ersten spielerischen Charakter haben. Einige Krankenkassen übernehmen sogar einen ersten Zahnarztbesuch im ersten Lebensjahr. Doch wie verhält sich das im Alter?

Unsere Zähne brauchen Pflege und Beachtung bis ins hohe Alter, auch wenn man oft meinen mag, dass dies nicht mehr der Fall ist.

Besonders ältere Menschen haben Probleme mit Ihren Zähnen. Dabei ist es ganz unterschiedlich, um welche Zähne es sich handelt. Einige alte Menschen benötigen Zahnersatz in Form von Prothesen oder Teilprothesen. Es gibt jedoch auch viele ältere Menschen, die noch Ihre eigenen Zähne haben.

Wichtig ist grundsätzlich die Zahnpflege morgens und abends durchzuführen. Zunächst die Zähne mit einer geschmacklich angenehmen Zahncreme zu bürsten und ein Mundwasser zu verwenden. Es ist wichtig, auf die Bedürfnisse des Bewohners zu achten. Manche Bewohner nutzen noch eine weitere Bürste für die Zunge oder spezielle Bürsten für den Zahnzwischenraum, doch das ist individuell ganz verschieden. Ganz wichtig sind, die Sauberkeit und Hygiene von Bürste und Becher. Viele Bewohner benötigen auch nach dem Essen eine zusätzliche Reinigung der Prothese.

Außerdem neigen ältere Menschen zu Veränderungen beispielsweise Rötungen am Zahnfleisch, auch dafür sollte die Pflegekraft sensibel sein. In der Regel helfen dabei bereits schon Spülungen mit Kamille oder einen Mundwasser aus der Apotheke.

Hinzu kommt weiterhin der regelmäßige Besuch beim Zahnarzt. Häufig verändert sich im Alter die Kieferform und die Prothese beginnt Probleme zu machen, sie wird locker und kann drücken. Grundsätzlich sollte der Zahnarzt weiterhin einmal im Jahr aufgesucht werden. In manchen Fällen kommt er auch in die Pflegeeinrichtung, doch dies geschieht nur durch individuelle Absprachen und ist keine Regel.

Wie pflegt man den Mund und die Zähne beischwerst-pflegebedürftigen Menschen?

Die Mund- und Zahnpflege bei einem schwerst-pflegebedürftigen Menschen stellt eine weitere Herausforderung dar. Zum einen gibt es die Situation der Verweigerung der Zahnpflege, das kann zum Beispiel bei einem Demenz erkrankten Menschen der Fall sein. Dabei ist eine hohe Sensibilität des Personals gefragt. Die Pflegehandlung sollte ohne Zwang passieren und unter Umständen findet keine Zahnpflege statt. Auch das muss akzeptiert werden.

Der pflegebedürftige Mensch kann häufig die Zahnpflege nicht mehr selbst durchführen. Es ist wichtig als Pflegekraft die Produkte, die der Bewohner genutzt hat zu verwenden. Außerdem sollte der Mund regelmäßig durch Tee oder Wasser angefeuchtet werden. Es gibt Watteträger, die mit Zitronengeschmack getränkt sind, auch das ist eine Möglichkeit. Aus pflegerischer Sicht finde ich sie jedoch nicht ganz so praktisch. Ich empfehle eher einen großen Watteträger mit Tee zu tränken und den Mund vorsichtig auszuwischen. Die Zahnpflege findet genauso vorsichtig statt. Da der Bewohner in der Regel den Mundraum nicht ausspülen kann, empfiehlt es sich mit klarem Wasser nach zu putzen und im Vorfeld wenig Zahnpasta zu verwenden. Sollte ein Absaugegerät zur Verfügung stehen, kann der Mundraum auch vorsichtig damit vom Wasser befreit werden.

Auch bei schwerst beeinträchtigten Menschen ist Zahnpflege wichtig und sollte regelmäßig durchgeführt werden.
 

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